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Dienstag, 26.05.2009:

Platz drei führt in die Play-Offs

Die Bundesliga-Spielzeit 2008/09 ist Geschichte und der VfB beendete die Saison als Dritter hinter Meister VfL Wolfsburg und Vizemeister FC Bayern München. Damit wird das Team von Markus Babbel im August in zwei Play-Off-Spielen um die Teilnahme an der UEFA Champions League kämpfen müssen. Die Partien werden am 07. August in Nyon ausgelost und am 18./19. August sowie am 25./26. August ausgespielt. Dabei werden die Tabellenvierten der drei ranghöchsten Verbände (England, Spanien, Italien) sowie die Dritten aus Frankreich und Deutschland (VfB) mit den fünf Siegern der Qualifikationsspiele der Verbände auf den Positionen 6-15 des UEFA Rankings die letzten Gruppenplätze ausspielen. Bei diesen handelt es sich um den Dritten der russischen Premier Liga sowie die jeweils Zweiten aus Rumänien, Portugal, den Niederlanden, Schottland, der Türkei, der Ukraine, Belgien, Griechenland und der Tschechischen Republik.
Diese zehn Teams spielen fünf Gewinner aus, die dann auf die Vierten aus England, Spanien und Italien, sowie die Dritten aus Frankreich und Deutschland zusammentreffen und um jeweils ein Ticket für die Gruppenphase der UEFA Champions League spielen werden. Die Verlierer dieser Duelle rutschen in die Gruppenphase der Europa League (bisheriger UEFA-Cup) ab.


Dienstag, 19.05.2009:

12 Old Warriors sind live gegen Bayern dabei

Auf diesem Plätzle werde ich die letzte Schlacht live verfolgen.

Hier noch ein paar Infos für die anreisenden Fans von den Fanbeauftragten Klenky & Peter. In der Nähe vom Bahnhof in München

wird soll am Samstag ein VFB OFC-Fanclub (Sax) eröffnet werden. Da sollten wir doch dann auf jeden Fall vorbeischauen.

Das Objekt der Begierde ... eine Karte gegen Bayern


Montag, 18.05.2009:

Sicher im internationalen Geschäft

Im letzten Heimspiel der laufenden Saison setzte Teamchef Markus Babbel wieder auf sein bewährtes Personal. Im Vergleich zum 2:1-Sieg unter der Woche beim FC Schalke 04 übernahm einzig Martin Lanig im defensiven Mittelfeld die Rolle des gelb-gesperrten Sami Khedira. Weitere Veränderungen gab es nicht. Auch Mario Gomez blieb nur die Jokerrolle auf der Bank, da er nach seinen Adduktorenproblemen noch nicht hundertprozentig fit war.
Vor ausverkauftem Haus begannen die Gäste forsch und hatten nach knapp zwei Minuten einen ersten Torschuss durch Emil Jula zu verzeichnen, den Jens Lehmann aber sicher parierte. Die Antwort des VfB folgte nach sechs Minuten, als Ciprian Marica am kurzen Pfosten eine Flanke von Roberto Hilbert am Kasten der Gäste vorbei drückte. Noch knapper ging es nach zwölf Minuten zu, als Ludovic Magnin seinen Kollegen Cacau in Richtung Energie-Tor schickte und der VfB-Angreifer mit einem Schuss aus 18 Metern nur das Außennetz traf. 19 Minuten waren gespielt, als der VfB einen Freistoß im rechten Halbfeld zugesprochen bekam. Thomas Hitzlsperger lief an und hob den Ball in den Strafraum, den letztlich Freund und Feind verpassten, weshalb er zum Torschuss wurde und im langen Eck zum 1:0 einschlug. Auf der anderen Seite versuchte es Ervin Skela Mitte des ersten Durchgangs aus der Distanz, beförderte dabei die Kugel aber nur in Jens Lehmanns Arme. Nach einer halben Stunde köpfte Martin Lanig eine Ecke von Thomas Hitzlsperger über das Tor, was jedoch nicht der Grund für den Jubel war, der Sekunden später aufkam. Denn die Situation war aufgrund eines Foulspiels vom Schiedsrichter ohnehin schon unterbunden und der Ball eben auch nicht im Tor. Was für Begeisterung auf den Rängen sorgte, war die 2:1-Führung der Hoffenheimer gegen Rekordmeister FC Bayern München, den der VfB zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle hinter sich gelassen hatte. Timo Gebharts Distanzschuss kurz danach flog dann doch letztlich deutlich am Tor von Gäste-Keeper Gerhard Tremmel vorbei, doch der Ex-Löwe stand gleich wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Christian Träsch stürmte über die rechte Seite in den Strafraum und legte zurück auf Gebhart, der aus 14 Metern hauchdünn über den Querbalken schoss. Thomas Hitzlspergers Freistoß kurz vor der Pause strich derweil knapp am rechten Pfosten vorbei, so dass die Babbel-Elf mit einem knappen aber verdienten 1:0 in die Halbzeit kam, auch weil Hitzlsperger einen weiteren Freistoß aus dem rechten Halbfeld in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs nur auf das Tordach setzte und Gerhard Tremmel nach einem Pass von Cacau auf Ciprian Marica gerade noch vor dem Rumänen retten konnte. 

Shao traf die Latte, Cacau ins Tor 

Während der VfB nach der Pause zunächst unverändert weiter machte, ersetzte bei den Lausitzern Ivan Radeljic in der Innenverteidigung Cagdas Atan. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte der VfB. Ludovic Magnin flankte von der linken Seite und Gerhard Tremmel hatte mit der Hereingabe seine liebe Müh und Not. Mit einer Hand versuchte der Keeper die Kugel wegzuwischen, doch diese landete am langen Pfosten bei Roberto Hilbert, der aus spitzem Winkel jedoch kein Kapital schlagen konnte. Im Gegenzug versuchte sich Dennis Sörensen nach einer Flanke von der linken Seite per Kopf, setzte die Kugel aber gut einem Meter über das Tor. Einen Distanzschuss von Timo Rost konnte Jens Lehmann anschließend mit den Fingerspitzen noch zur Ecke lenken. Der VfB machte in dieser Phase der Partie zu wenig und ließ Cottbus etwas kommen, was allerdings nicht die erhofften Konterchancen einbrachte. So war es ein Weitschuss von Cacau auf Vorarbeit von Martin Lanig nach einer knappen Stunde Spielzeit, der wenigstens wieder einmal für Torgefahr sorgen konnte. Der FC Energie tauschte exakt nach einer Stunde erneut aus. Den Platz von Emil Jula nahm fortan Stiven Rivic ein. Und sieben Minuten später feierte auch Vragel da Silva nach einjähriger Verletzungspause sein Comeback, als er für Stanislav Angelov auf das Feld geschickt wurde. Nachdem Cacau abermals aus der Distanz das Cottbuser Tor verfehlt hatte, wechselte auch Markus Babbel aus und brachte unter dem Jubel der VfB-Fans Goalgetter Mario Gomez für Ciprian Marica. Die nächste Chance gehörte aber wiederum Cacau, der von Thomas Hitzlsperger in halbrechter Strafraumposition eingesetzt wurde und dann aus spitzem Winkel abzog, statt auf den in der Mitte lauernden Mario Gomez zu flanken. Jan Simak ersetzte im Mittelfeld des VfB anschließend Timo Gebhart. Die passive Spielweise des VfB wäre nach 76 Minuten um ein Haar bestraft worden, als Energie nach einem Ballverlust im Mittelfeld zum Konter ansetzte, an dessen Ende Jiayi Shao im Strafraum Khalid Boulahrouz aussteigen ließ und danach die Querlatte traf. Wie man es besser macht zeigte Cacau im Gegenzug. Der Brasilianer mit deutschem Pass wurde von Mario Gomez glänzend bedient und schob den Ball an Gerhard Tremmel vorbei ins rechte Eck zum viel umjubelten 2:0. Nach diesem zweiten Treffer war die Partie gelaufen. Die Chance auf ein drittes Tor vereitelte Gerhard Tremmel nach einer Flanke von Roberto Hilbert, als der Gäste-Schlussmann die Hereingabe gerade noch vor Mario Gomez abfing. Vorbereiter Hilbert durfte danach Feierabend machen und wurde durch Elson ersetzt, der gleich Christian Träsch im Strafraum bediente. Seine flache Hereingabe konnte Gerhard Tremmel abwehren und auch beim Nachschuss von Cacau war er auf der Hut. Das Duell zwischen dem VfB-Angreifer und dem Schlussmann der Lausitzer fand auch danach eine Fortsetzung, denn Tremmel wischte eine Weitschuss Cacaus um den Pfosten. Da auch Mario Gomez einen letzten Kopfball am Tor vorbei setzte, blieb es beim letztlich verdienten 2:0-Sieg. Der VfB zeigte gegen weitgehend harmlose Cottbuser keine Glanzleistung, fuhr aber am Ende dennoch souverän einen Sieg ein. Nach dem Führungstor durch Thomas Hitzlsperger fehlte in der Folge der Zug zum Tor, weshalb die Babbel-Elf zwar die Spielkontrolle aber nur wenige Torchancen hatte. Auch nach Wiederbeginn konnte Cottbus trotz der Passivität des VfB kaum Chancen kreieren. Die einzig wirkliche Möglichkeit vergab Shao eine Viertelstunde vor Schluss. Im Gegenzug machte Cacau mit dem 2:0 alles klar. Mit diesem Sieg steht dem VfB nun am kommenden Wochenende ein direktes Endspiel um Platz zwei in München bevor. Ein Sieg beim Rekordmeister führt in die UEFA Champions League, sollte Wolfsburg am letzten Spieltag gegen Bremen zu Hause noch patzen, wäre sogar der Titel möglich.

Stimmen zum Spiel 


Donnerstag, 14.05.2009:

VfB Stuttgart jagt das Spitzentrio

Der leicht verletzte Mario Gomez fieberte nervös auf der Bank mit, doch seine Kollegen vom VfB Stuttgart erledigten ihren Job auf Schalke auch ohne den Top-Torjäger tadellos. «Das war ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben jetzt sechs Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund. Mich freut es für die Mannschaft, dass sie belohnt wurde für den leidenschaftlichen und disziplinierten Auftritt», sagte VfB-Coach Markus Babbel. Mit dem 2:1 (1:1)-Sieg beim FC Schalke 04 hielt der Schwaben-Express (61 Punkte) Kurs und setzte das Spitzentrio VfL Wolfsburg, Bayern München (beide 63) und Hertha BSC (62) vor den letzten beiden Spieltagen mächtig unter Druck. Gleichwohl ist Babbel das Thema Meisterschaft äußerst unangenehm. «Das ist Träumerei. Aus eigener Kraft werden wir es nicht schaffen», wiegelte er ab.

Ob es nach dem ersten Erfolg auf Schalke seit elf Jahren im Schlussspurt wie 2007 noch zum Titel reicht, war für die Stuttgarter zunächst zweitrangig. «Wir müssen realistisch bleiben», mahnte auch der nach wie vor heftig von den Gelsenkirchenern umworbene Horst Heldt nach dem «mit Bravour bestandenen Charaktertest». Auch wenn es «langweilig» klinge, so der Manager. «Wichtig ist, dass wir Samstag Cottbus schlagen und den internationalen Wettbewerb klarmachen.» Wenn das geschehen sei, kündigte Heldt an, könne man auch über andere Dinge reden: «Dann gibt es vor dem letzten Spiel sicherlich interessante Fragen und Antworten.»

Heldts versteckte Grüße an den Rekordmeister werden auch in München angekommen sein, wo der VfB am 34. Spieltag zum «Showdown» antritt. Zu Kampfansagen an die Konkurrenz lässt sich aber trotz der glänzenden Serie von nun acht Spielen ohne Niederlage niemand hinreißen. «Wir sind noch mittendrin im Titelkampf, schauen aber auch nach hinten», betonte Ludovic Magnin. Und mit Blick auf das letzte Saison-Heimspiel warnte er: «Jeder erwartet von uns einen Sieg gegen Cottbus. Genau das ist gefährlich.» Nur der gegen die Lausitzer Gelb- gesperrte Sami Khedira lehnte sich etwas weiter aus dem Fenster: «Wir wollen die letzten beiden Spiele gewinnen. Dann schauen wir mal, was rauskommt. Auf alle Fälle sind wir dann vor den Bayern.»

Babbel hofft, dass beim Saison-Halali der wegen Adduktoren- Problemen auf Schalke vorsichtshalber geschonte Gomez wieder dabei ist. Dort reichte es auch ohne den zuletzt in Weltklasseform auftrumpfenden Nationalstürmer (23 Saisontreffer), der mit Wolfsburgers Angreifern Grafite (24) und Edin Dzeko (22) noch um die Torjägerkrone streitet. In der Veltins-Arena sprangen der als kommender deutscher Nationalspieler gehandelte Cacau (15.) und Gomez- Ersatz Ciprian Marica (57.), der nach Ivan Rakitics Ausgleich (39.) den Sieg perfekt machte, in die Bresche. Für Kapitän Thomas Hitzlsperger ein Beleg, dass es zur Not auch ohne Gomez geht: «Wir haben gute Stürmer auf der Bank. Aber einen, der noch besser ist.»

Während der VfB noch Großes erreichen kann, ist Schalke schon in der Experimentierphase für die «Felix-Magath-Ära». Interims-Coach Mike Büskens probierte bereits das von Magath favorisierte 4-4-2- System mit einem kreativen Mittelfeldspieler (Rakitic) hinter zwei Spitzen (Kuranyi/Farfan) aus. Das klappte gut, auch wenn wie so oft in der verkorksten Saison der Ertrag fehlte. «Was uns von Stuttgart unterschieden hat, war die Effektivität», gestand Büskens nach der dritten Niederlage in Serie.


Montag, 11.05.2009:

Gomez arbeitete an der Torjägerkrone

Nach dem 2:2 in der Vorwoche in Bielefeld musste VfB-Teamchef Markus Babbel im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg auf Matthieu Delpierre verzichten, der in der Partie bei den Ostwestfalen seine fünfte gelbe Karte gesehen hatte. Für ihn rückte Georg Niedermeier in die Innenverteidigung und damit an die Seite von Khalid Boulahrouz, der weiter den verletzten Serdar Tasci (Knieprobleme) vertrat. Zudem kehrte im Mittelfeld der zuletzt leicht angeschlagene Timo Gebhart auf der linken Seite zurück. Martin Lanig blieb deshalb beim Anpfiff nur ein Bankplatz.
Vor ausverkauftem Hause waren gerade einmal 30 Sekunden gespielt, als der VfB mit 1:0 in Führung ging. Roberto Hilbert legte per Absatzkick am rechten Flügel auf Christian Träsch ab, dessen Flanke Mario Gomez per Kopf am chancenlosen Diego Benaglio vorbei zum 1:0 ins linke obere Eck drückte. Und nur 120 Sekunden später hätte der VfB-Goalgetter fast noch erhöht, als er nach einem Pass in die Tiefe über die rechte Seite in den Strafraum eindrang, dann aber am gut reagierenden Ex-VfB-Schlussmann Diego Benaglio scheiterte. Der VfB blieb auch danach das Spiel bestimmende Team und hatte nach etwas mehr als acht Minuten eine weitere brauchbare Möglichkeit. Christian Träsch stürmte über die rechte Seite nach vorne und suchte mit einer Flanke im Strafraum Cacau, doch Mario Gomez kam ihm zuvor, nahm den Ball ohne den Brasilianer im Rücken bemerkt zu haben, an und seinem Sturmkollegen damit die Chance zum Abschluss. Die erste Torannährung der Gäste gab es nach 13 Minuten, als Edin Dzeko eine Flanke von Marcel Schäfer aufs VfB-Tor köpfte, das Ziel dabei aber letztlich klar verfehlte. Wenig später nahm der Bosnier dann eine weite Flanke in halblinker Strafraumposition volley ab und stellte Jens Lehmann damit vor seine erste Prüfung. Auf der anderen Seite versuchte Thomas Hitzlsperger mit einem langen Ball Timo Gebhart einzusetzen, da aber Mario Gomez ebenfalls zum Ball ging, entschied Referee Thorsten Kinhöfer zurecht auf abseits, da der VfB-Torjäger knapp in der verbotenen Zone gestanden war. Nach 20 Minuten hieß es dann aber dennoch 2:0. Hitzlsperger suchte dieses Mal Cacau und fand den Brasilianer auch, der frei vor dem aus seinem Tor gestürmten Diego Benaglio uneigennützig quer zum besser postierten Mario Gomez passte. Der Nationalspieler hatte letztlich keine Mühen mehr, die Kugel im leeren Tor zu versenken und somit seinen 21. Saisontreffer zu erzielen.

Dzeko markierte das Anschlusstor

Der VfL versuchte zu reagieren und hatte nach Flanke von Peter Pekarik durch Sascha Riether eine Halbchance. Der Ex-Freiburger war in halbrechter Strafraumposition aber zu überrascht und konnte kein Kapital aus der Möglichkeit schlagen. Und auch Edin Dzekos Schuss aus 16 Metern war hernach nicht von Erfolg gekrönt, da Jens Lehmann sicher zupackte. Nach einer halben Stunde war der VfB dann im Glück, als Edin Dzeko nach einer Rechtsflanke nahe der Grundlinie den Ball direkt abnahm und damit um ein Haar seinem Sturmpartner Grafite aufgelegt hätte, der am langen Pfosten aber nicht mehr entscheidend hinter den Ball kam und deshalb vergab. Im Gegenzug flankte Ludovic Magnin auf Cacau, der sich zunächst gegen den herausstürzenden Benaglio behauptete, dann aber im Nachsetzen am Schweizer scheiterte und den dritten Versuch über das Tor jagte. Einen Freistoß von Thomas Hitzlsperger parierte der Wolfsburger Schlussmann anschließend glänzend, ehe Mario Gomez nach einer Ecke und einer Kopfballvorlage nur knapp über das Tor köpfte. In Minute 36 fiel schließlich wie aus heiterem Himmel der Anschlusstreffer des VfL. Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite stimmte die Zuordnung in der VfB-Hintermannschaft nicht und auch Jens Lehmann kam an die Hereingabe von Christian Gentner nicht heran, weshalb Edin Dzeko am langen Pfosten ohne große Mühe zum 1:2 einschieben konnte. Die Wolfsburger mussten danach verletzungsbedingt gleich zweimal austauschen. Zunächst kam Ashkan Dejagah für Zvjedan Misimovic und nur kurz danach nahm Cristian Zaccardo den Platz von Sascha Riether ein. Kurz vor der Pause bot sich Marcel Schäfer nach Flanke von Peter Pekarik noch eine Kopfballchance, allerdings verfehlte der Linksverteidiger des VfL das Ziel dabei am Ende weit. Wesentlich näher an einem Erfolgserlebnis war im Gegenzug Thomas Hitzlsperger, dessen leicht abgefälschter Distanzschuss zur Bogenlampe wurde und auf das Tordach des Kastens von Diego Benaglio klatschte, der wohl ohne Abwehrchance gewesen wäre. Somit ging es mit einer knappen, aber allemal verdienten Führung des Babbel-Teams in die Kabinen.

Gomez zum Dritten und zum Vierten

Während Wolfsburg, das schon zweimal gewechselt hatte, auf die dritte und letzte Tauschoption zunächst verzichtete, ersetzte beim VfB nach der Pause im Mittelfeld Martin Lanig Timo Gebhart. Die erste Halbchance nach Wiederbeginn bot sich Cristian Zaccardo, dessen Schuss von der Strafraumgrenze aber kein Problem für Jens Lehmann darstellte. Die Antwort gab wenig später Cacau nach Pass von Thomas Hitzlsperger, der Schuss des Brasilianers aus 20 Metern flog jedoch über das Tor. Kurz danach flankte Roberto Hilbert gefährlich von der rechten Seite und Diego Benaglio konnte mit den Fäusten gerade noch vor den nachrückenden VfB-Spielern klären. Im Gegenzug ließ Cristian Zaccardo eine hundertprozentige Gelegenheit zum Ausgleich aus, als Jens Lehmann einen Schuss von Marcel Schäfer gerade noch parieren konnte und der Italiener den Ball am langen Pfosten zum Glück des VfB nicht ins leere Tor, sondern knapp vorbei schoss. Auch seine dritte Chance ließ Zaccardo hernach ungenutzt. Nach Flanke von Christian Gentner schoss er in halbrechter Strafraumposition über das Tor. Doch auch der VfB kam weiter zu Chancen. Roberto Hilbert erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und setzte Mario Gomez ein, dessen Abschluss nach einer Stunde Spielzeit jedoch gänzlich misslang. Gerade als die Wolfsburger besser ins Spiel zu kommen schienen, schlug Mario Gomez zum dritten Mal zu. Sami Khediras Pass in die Schnittstelle der Wolfsburger Hintermannschaft brachte den VfB-Torjäger in Position, der satt abzog und Diego Benaglio wieder das Nachsehen gab (3:1/63.). Martin Lanig hatte kurz danach die nächste Möglichkeit, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor, so dass Diego Benaglio gerade noch zupacken konnte. Und auch Cacau hätte nachlegen können, denn bei einem Konter spielte der starke Khalid Boulahrouz den Brasilianer gekonnt frei, der in halbrechter Position aber im aufmerksamen Diego Benaglio seinen Meister fand. 17 Minuten vor dem Ende setzte Felix Magath alles auf eine Karte und wechselte zum dritten Mal aus. Stürmer Yoshito Okubo kam für Defensivmann Peter Pekarik ins Spiel, in dem Edin Dzeko kurz danach aus 14 Metern frei stehend über das Tor schoss. Im Gegenzug verpasste Mario Gomez eine Hereingabe von Roberto Hilbert nur um einen Schritt. Treffer Nummer vier sollte dem VfB-Torjäger dann aber doch noch gelingen, denn nach präziser Flanke von Martin Lanig nickte der Nationalstürmer 13 Minuten vor Schluss am langen Pfosten zum 4:1 ein. Wenig später sorgte Markus Babbel dafür, dass das Stadion Kopf stand, denn er gönnte seinem überragenden Angreifer den verdienten Sonderapplaus und wechselte ihn elf Minuten vor Schluss gegen Ciprian Marica aus. Ashkan Dejagah prüfte danach Jens Lehmann aus der Distanz, der mit dem Schuss des Deutsch-Iraners aber keine Mühen hatte. Beim VfB durfte dann auch Jan Simak noch für die letzten sieben Minuten ran, der den Platz von Sami Khedira einnahm. Die Chance zum fünften Tor bot sich derweil gleich zweimal Ciprian Marica, der nach Pass von Roberto Hilbert nur die Querlatte traf und bei einer weiteren Chance von Diego Benaglio noch abgedrängt wurde. Jens Lehmann parierte dann noch einen letzten Versuch von Edin Dzeko, ehe Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die Partie beendete. Edin Dzeko und Grafite kamen als beste Angreifer der Liga nach Stuttgart, doch Mario Gomez stahl ihnen auf beeindruckende Art und Weise die Schau. Zwar traf auch der Bosnier im VfL-Trikot und erzielte damit seinen 20. Saisontreffer, doch der Viererpack von Mario Gomez ließ den Nationalspieler mit dem an diesem Nachmittag glücklosen Grafite gleichziehen. Beide haben nun 23 Treffer auf ihrem Konto. Und der VfB dank Gomez drei Zähler mehr auf der Habenseite. Gomez traf stets zur rechten Zeit gegen eine VfL-Abwehr, die den Goalgetter nie zu fassen bekam. Der VfL hatte lediglich kurz nach der Pause die Chance, wieder ins Spiel zu finden, als Cristian Zaccardo auf recht klägliche Art und Weise die Chance zum 2:2 ausließ, was Mario Gomez wenig später auf seine ganz persönliche Art mit den Treffern drei und vier zu beantworten wusste. 

Stimmen zum Spiel 


Mittwoch, 06.05.2009:

Wir wollen unter die ersten Drei!

Für viele Experten ist Markus Babbel (36) schon jetzt der Trainer des Jahres – weil er den VfB Stuttgart in nur sechs Monaten von Platz 11 in die Spitzengruppe der Bundesliga gehievt hat. Bei einer Stippvisite in der Sportredaktion von BILD Stuttgart verriet Babbel, wie er den rekordverdächtigen Höhenflug fortsetzen will.

BILD: Aus dem Liga-Mittelmaß im Höchsttempo zum Titelkandidat. War das Ihre Intention, als Sie vor sechs Monaten Ihren Dienst antraten?
Markus Babbel (36): „Ich habe eigentlich gar nichts gedacht. Es war vielleicht auch ganz gut, dass ich relativ unbekümmert an die ganze Geschichte rangegangen bin – ohne die Angst etwas verlieren zu können. Auch wenn es sich jetzt etwas komisch anhört, aber hinter der Entwicklung stand natürlich ein Plan.“

BILD: Wurde Ihnen der phänomenale Aufschwung zwischendurch nicht selbst ein wenig unheimlich?
Babbel: „Nein, auch wenn das vielleicht wieder etwas merkwürdig klingt. Mir war immer klar: Wenn die Jungs als Mannschaft auftreten, taktisch diszipliniert spielen und mit unheimlich viel Leidenschaft an die Sache rangehen, dann gibt es wenige Teams, die besser sind als wir.“

BILD: Wie haben Sie es geschafft, dass Ihre Truppe nach den wenigen Rückschlägen, wie dem 0:4 in Bremen oder dem 1:5 im Pokal gegen Bayern, immer die richtige Reaktion zeigt?
Babbel: „Wir haben ruhig und sachlich die Fehler analysiert...“

BILD: Ruhig und sachlich – ist das Ihre Grundhaltung?
Babbel: „In diesem Fall schon: Die Spieler wissen ja selbst, dass sie schlecht gespielt haben, das muss man nicht noch mal extra sagen. Wir müssen Ihnen aufzeigen, warum wir diese Spiele verloren haben. Wir müssen uns auch der Kritik stellen und dann am Wochenende die richtige Reaktion zeigen.“

BILD: Ihr Ziel war es seit jeher, auch als Trainer in der Champions League zu spielen. Jetzt sind Sie schon voll auf Kurs. Sind Sie ein Natur-Talent?
Babbel: „Ich habe das große Glück, dass ich in einem Team arbeiten darf, das ideal zu mir passt. Wir teilen die gleiche Philosophie und verstehen uns auch privat sehr gut. Mein Assistent, Rainer Widmayer, war zum Beispiel ein Glücksgriff.“

BILD: Ihre Qualitäten?
Babbel: „Also ich glaube schon, dass ich nicht ganz blind bin. Außerdem habe ich das große Glück, dass ich von außen große Hilfe bekommen. Mir ist klar: Ich bin nicht der Allwissende.“

BILD: In den nächsten Tagen werden Sie Ihren Vertrag bis 2011 verlängern. Welche Ziele verfolgen Sie mittelfristig mit dem VfB?
Babbel: „Das ist ja alles unabhängig von meiner Person. Der VfB muss permanent den Anspruch haben, unter den Top 5 der Bundesliga dabei zu sein – am besten unter den ersten Drei! Wir haben jetzt die große Möglichkeit, das auch in diesem Jahr wieder zu schaffen. Die Basis ist gelegt. Jetzt müssen wir was daraus machen. Es gibt wenige Teams, die besser sind als wir."

BILD: Wie motivieren Sie ihre Mannschaft für die letzten vier Spieltage?
Babbel: „Jetzt gilt es, alles dafür zu tun – sich zu hundert Prozent auf Fußball zu konzentrieren. Nuancen können jetzt Spiele entscheiden. In drei Wochen haben die Spieler fünf Wochen frei. Dann ist mir egal, ob sie mal einen Rausch haben. Aber jetzt müssen wir alles dafür tun, um erfolgreich zu sein.“

BILD: Warum tragen Sie eigentlich Ihren schicken Roger-Cicero-Hut nicht mehr?
Babbel: „Ja, das ist schon lange her... Mit dem sehe ich nicht seriös aus, hat mir meine Frau gesagt. Also habe ich ihn nicht mehr aufgesetzt. Ich würde ihn aber schon gerne mal wieder tragen.“

BILD: Ziehen Sie ihn am letzten Spieltag auf, wenn Sie die Meisterschaft geholt haben?
Babbel: „Ich verspreche: Wenn wir die Schale in der Hand haben, dann setze ich den Hut sehr gerne auf.“


Dienstag, 05.05.2009:

Bayern & Stuttgart kämpfen um Hleb

Bayern und Stuttgart duellieren sich um einen Barca-Star! Beide Klubs wollen Alexander Hleb (28) zurück in die Bundesliga holen. Der Weißrusse (Vertrag bis 2012) ist unzufrieden in Spanien, da er hinter Messi, Xavi und Co. nur Dauer-Reservist ist. Die Bayern sind scharf auf Hleb, da dieser im Mittelfeld sehr vielseitig einsetzbar ist – zentral, auf den Halbpositionen, offensiv und defensiv. Karl-Heinz Rummenigge ist mit Barca-Boss Juan Laporta befreundet. Ein Deal könnte beim Transfer von Franck Ribéry (will unbedingt nach Barcelona) sogar ein Schnäppchen werden: Barca soll bereits 20 Millionen Euro plus Hleb geboten haben...

Deshalb versucht Stuttgart nun, einen Blitz-Transfer einzutüten! BILD weiß: Gestern um 9.55 Uhr flogen Sportdirektor Heldt, Finanzdirektor Schneider und Hleb-Berater Ferber mit Billig-Airline Germanwings zu Verhandlungen nach Barcelona! Heute kehrt das Trio zurück. Hleb spielte bereits von 2000 bis 2005 beim VfB, würde rund 12 Mio Euro Ablöse kosten – und hat sich ein Baugrundstück in Großaspach (nahe Stuttgart) gekauft. Hleb hat mal gesagt: „Stuttgart ist meine zweite Heimat.“ Das dürfte dem VfB aber auch nicht helfen, wenn Bayern Ernst macht.

 

 

 

Wir werden sehen, was da noch alles passiert. Immerhin hat er ja schon wieder das richtige (oben das etwas veralterte) Trikot an. Und mit Jens Lehmann kennt er sich doch auch aus. Dem Bild nach zu urteilen sagt Alex doch zu Jens: "Bald sind wir beide in Stuttgart und mischen die Bundesliga auf". Grins ...


Montag, 04.05.2009:

Remis trotz zweimaliger Führung

Der zuletzt gegen Eintracht Frankfurt (2:0) gelb-gesperrte Kapitän Thomas Hitzlsperger kehrte beim Auswärtsspiel in Bielefeld in die Startformation des VfB-Teams zurück und nahm im Mittelfeld den Platz von Timo Gebhart ein, der wegen Sprunggelenksproblemen erst gar nicht mit nach Ostwestfalen gereist war. Für Gebhart rückte Martin Lanig auf die linke Seite, während Hitzlsperger wie gewohnt im Zentrum an der Seite von Sami Khedira agierte. Zudem ersetzte Khalid Boulahrouz in der Innenverteidigung den am Knie angeschlagenen Serdar Tasci, der deshalb nicht zum Kader gehörte.
In der SchücoArena waren knapp drei Minuten gespielt, als Mario Gomez in halbrechter Position in den Strafraum stürmte und von Markus Bollmann gerade noch auf Kosten der ersten Ecke gestoppt werden konnte. Diese hob Thomas Hitzlsperger von der rechten Seite in den Strafraum und fand den Kopf von Khalid Boulahrouz, der den Ball an den linken Pfosten setzte. Den Abpraller drückte sein Verteidigerkollege Matthieu Delpierre dann aber aus Nahdistanz zur frühen VfB-Führung am chancenlosen Dennis Eilhoff vorbei in die Maschen des Bielefelder Tores. Nach zehn Minuten tauchte dann auch die Arminia erstmals vor dem VfB-Tor auf. Markus Schuler flankte von der Grundlinie in den Strafraum, doch Martin Lanig klärte die flache Hereingabe vor dem heranstürmenden Robert Tesche und verhinderte damit Schlimmeres. Mario Gomez bot sich nach einer Viertelstunde dann eine gute Chance auf den zweiten Treffer, allerdings versprang dem Nationalstürmer im Strafraum nach präziser Flanke von Christian Träsch der Ball, weshalb der Torjäger nicht zum Abschluss gelangte. Doch auch die Hausherren hatten durchaus die Möglichkeit zum Ausgleich. Nach 17 Minuten stimmte beim VfB die Ordnung in der Hintermannschaft nicht. Ein weites Zuspiel von der rechten Seite erreichte deshalb am linken Strafraumeck den vollkommen freien Christopher Katongo, der den Ball nach einer kurzen Körpertäuschung zwar an Jens Lehmann vorbeibrachte, allerdings mit seinem Schuss am aufmerksamen Matthieu Delpierre hängen blieb, der für seinen Schlussmann retten konnte.

Hitzlsperger konterte Katongos Ausgleichstor

Daniel Halfar hatte wenig später derweil Glück, dass ein rüdes Einsteigen an der Seitenauslinie gegen Christian Träsch nur mit der gelben Karte geahndet wurde, denn über eine dunklere Farbe hätte sich der Linksfuß nicht beschweren können. Eben jener Halfar hatte Mitte der ersten Hälfte dann die Möglichkeit zu einem Treffer seiner Farben, als er sich im Strafraum gegen Christian Träsch durchsetzen konnte, mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel aber an Jens Lehmann scheiterte. Die nächste VfB-Chance resultierte unterdessen aus einem Freistoß, den Thomas Hitzlsperger von der rechten Seite flach in Richtung Elfmeterpunkt passte, wo Cacau das Spielgerät allerdings verpasste. Nach einer halben Stunde hieß es dann aber plötzlich 1:1. Eine Unkonzentriertheit in der Hintermannschaft des Babbel-Teams ermöglichte es der Arminia von der rechten Seite zu flanken. Die Hereingabe landete bei Christopher Katongo, der frei vor Jens Lehmann keine Mühen hatte, zum 1:1 zu vollenden. Und nur Sekunden später brannte es erneut im VfB-Strafraum. Daniel Halfar wurde in zentraler Position bedient und schoss mit seinem schwächeren rechten Fuß nur knapp am linken Pfosten des VfB-Kastens vorbei. VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger war es nach 35 Minuten dann jedoch vorbehalten, für die neuerliche Führung zu sorgen. Sein von Thorben Marx noch leicht abgefälschter Distanzschuss nahm eine etwas unkonventionelle Flugbahn und wurde deshalb letztlich unhaltbar für Bielefelds Keeper Dennis Eilhoff. Von der Lattenunterkante klatschte die Kugel zum 1:2 ins Tor. Beide Mannschaften hatten auch hernach weiter den Vorwärtsgang eingelegt und kamen deshalb kurz vor der Pause auch noch zu je einer guten Chance. Zunächst drang Christopher Katongo über die linke Seite in den Strafraum ein. Aus spitzem Winkel brachte er aber den Ball genauso nicht im VfB-Tor unter wie der nachsetzende Robert Tesche, da die VfB-Defensive mit vereinten Kräften klären konnte. Im Gegenzug setzte sich Mario Gomez im Strafraum gegen Andre Mijatovic durch und schoss den Ball nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Folglich blieb es bei der knappen Führung der Babbel-Elf zur Pause.

Elfmeter sorgte für Bielefelder Ausgleich

Unverändert gingen beide Teams zunächst die zweiten 45 Minuten an. Drei Minuten nach Wiederbeginn fand Mario Gomez im Strafraum Sami Khedira, der in halbrechter Strafraumposition jedoch im glänzend reagierenden Dennis Eilhoff seinen Meister fand. Matthieu Delpierre holte sich kurz danach für ein Foul an Christopher Katongo unterdessen seine fünfte gelbe Karte der laufenden Saison ab und wird deshalb am kommenden Samstag im Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg zum Zuschauen verdammt sein. Die nächste Möglichkeit hatte anschließend Roberto Hilbert, dessen Rechtsschuss von der Strafraumgrenze jedoch am langen Pfosten vorbei strich. Auf der anderen Seite geriet eine Flanke von Christopher Katongo zum Torschuss und flog entlang der Querlatte zum Glück des VfB letztlich am Tor vorbei. Und auch nach einer Freistoßflanke war die Babbel-Elf mit Fortuna im Bunde, da Matthieu Delpierre in höchster Not noch gegen den aufgerückten Andre Mijatovic retten konnte. Kurz danach wurde Mario Gomez nach einem Steilpass wegen einer vermeintlichen Abseitsposition zurückgepfiffen und damit einer guten Chance beraubt, da der VfB-Angreifer nicht in der verbotenen Zone gestanden war. Exakt nach einer Stunde tauschte Markus Babbel dann erstmals aus. Jan Simak kam für Roberto Hilbert ins Spiel und war auch gleich an der folgenden Offensivaktion beteiligt. Mario Gomez spielte an der Strafraumgrenze quer, doch Martin Lanig übersah den besser postierten Tschechen in seinem Rücken und nahm seinem Kollegen damit ungewollt eine aussichtsreiche Gelegenheit vom Fuß. Wenig später bediente dann Simak im Strafraum Mario Gomez, der aus spitzem Winkel nur um Haaresbreite am langen Pfosten vorbei schoss und danach aus der Distanz ebenso scheiterte. Die Arminia tauschte Mitte der zweiten Hälfte derweil aus und brachte Vlad Munteanu für Daniel Halfar. Der Rumäne stand kaum auf dem Platz, als er per Strafstoß für den Ausgleich sorgte, nachdem Thomas Hitzlsperger zuvor Thorben Marx im Strafraum nur durch ein Foulspiel stoppen konnte. Bielefelds Schlussmann Dennis Eilhoff klärte knapp 20 Minuten vor dem Ende nach einem Steilpass außerhalb seines Strafraumes gegen Mario Gomez in höchster Not, ehe Vlad Munteanu nach Querpass von Christopher Katongo auf der anderen Seite gerade noch erfolgreich am Abschluss gehindert werden konnte. 14 Minuten vor Schluss brachte Markus Babbel indes mit Ciprian Marica einen frischen Angreifer für Cacau ins Spiel, in dem Mario Gomez nur kurz danach auf Zuspiel des Rumänen mit einem Schuss in halblinker Position lediglich den Pfosten traf. Bei einem Freistoß von Thomas Hitzlsperger aus gut 25 Metern fehlte hernach ein gutes Stück zum Erfolg, ehe der Nationalspieler fünf Minuten vor Schluss dem Brasilianer Elson Platz machte. Beide Mannschaften drängten auch in der Schlussphase auf das dritte und entscheidende Tor, doch den Bielefeldern fehlte die Präzision beim letzten Pass genauso wie Ciprian Marica bei einem Versuch aus der Distanz, weshalb es letztlich beim Remis bleiben sollte. Der VfB startete nahezu perfekt in das Spiel in der SchücoArena und ging früh durch Matthieu Delpierres ersten Saisontreffer in Führung. Danach versäumte es die Babbel-Elf mit einem zweiten Tor frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Fehler in der Defensive bauten die Hausherren noch dazu auf, weshalb der Ausgleich fast schon folgrichtig war. Doch die Antwort kam durch Thomas Hitzlspergers 2:1 prompt. Nach der Pause konnte der VfB im Spiel nach vorne zwar brauchbare Chance kreieren, allerdings zeigte man sich in der Defensive weiter nicht stabil. Der nie aufsteckenden Arminia gelang nicht zuletzt deshalb der unterm Strich verdiente Ausgleich per Strafstoß.

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Montag, 27.04.2009:

Beide Stürmer trafen

Im Vergleich zum 3:0-Sieg in der Vorwoche in Köln fehlte dem VfB beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt der gesperrte Kapitän Thomas Hitzlsperger (5. gelbe Karte). Seinen Platz im zentralen Mittelfeld nahm der wieder vollständig einsatzbereite Sami Khedira ein. Auf weitere personelle Veränderungen in seiner Startformation verzichtete VfB-Teamchef Markus Babbel derweil.
In der ausverkauften Mercedes-Benz Arena setzte VfB-Linksverteidiger Ludovic Magnin bei besten äußeren Bedingungen den ersten Akzent. Ein Freistoß des Schweizers aus 20 Metern in halblinker Position rauschte jedoch links am Kasten der Hessen vorbei. Die erste Chance der Gäste hatte der Tscheche Martin Fenin, der aufgrund eines Rippenbruchs mit Karbonpanzer spielte. Sein Abschluss in halblinker Strafraumposition wurde jedoch vom aufmerksamen Serdar Tasci zur Ecke geblockt. Im Gegenzug versuchte es Cacau aus 20 Metern Entfernung, setzte die Kugel aber über den Querbalken. Nach zehn Minuten sorgte dann ein Freistoß des VfB für die nächste Chance. Timo Gebhart spielte Cacau an der Strafraumgrenze an, der den Ball zu seinem Sturmpartner Mario Gomez prallen ließ, doch Markus Pröll war auf der Hut und konnte gerade noch retten. Das galt auch für sein Gegenüber Jens Lehmann nach einer Nachlässigkeit in der VfB-Defensive, als der Schlussmann gegen Nikos Liberopoulos klärte. Der Grieche versuchte es nach etwas mehr als einer Viertelstunde dann auch aus der Distanz, doch Lehmanns Fingerspitzen lenkten das Spielgerät um den Pfosten zur Ecke, die nichts einbringen sollte. Der VfB ließ die Frankfurter in dieser Phase des Spieles etwas kommen und suchte selbst über Konter den Erfolg. Allerdings war das letzte Zuspiel dabei oft nicht genau genug. So kam nach 21 Minuten wiederum der Gast zu einer Halbchance. Martin Fenin spielte sich über die linke Seite in den Strafraum, schoss dann aber am kurzen Pfosten vorbei. Die bis dato beste Möglichkeit sollte nach einer halben Stunde dann aber das Team von Markus Babbel haben. Sami Khedira fand mit einem präzisen Zuspiel den in den Strafraum startenden Martin Lanig, der in halbrechter Position abzog und das Ziel nur knapp verfehlte, weil Markus Pröll gerade noch zur Ecke retten konnte. Was dem Blondschopf verwehrt blieb, sollte kurz danach dann aber Cacau gelingen. Nämlich die Führung des VfB. Nach einem Einwurf der Gäste erkämpfte sich das Babbel-Team den Ball, Ludovic Magnin flankte auf den kurzen Pfosten, wo Cacau mit dem Kopf zur Stelle war und die Kugel zum 1:0 eindrückte. Doch die Eintracht ließ sich davon keineswegs schocken. Im Gegenteil. Nur sechs Minuten nach der Führung hatte der VfB riesiges Glück, nicht den Ausgleich zu kassieren. Alexander Meier wurde in halbrechter Strafraumposition nicht energisch genug gestört, so dass der lange Spielgestalter der Hessen quer spielen konnte. Zwar verpasste Nikos Liberopoulos den Ball hernach, doch der von links heraneilende Martin Fenin hatte freie Schussbahn und hämmerte den Ball an den kurzen Pfosten. Weil die Eintracht nur Aluminium traf, der VfB aber einmal ins Netz, ging es folglich mit einer knappen Führung in die Pause.

Gomez mit dem zweiten Treffer

Aus der kehrten beide Teams mit je einer personellen Veränderung zurück auf den Platz. Beim VfB ersetzte Khalid Boulahrouz in der Innenverteidigung Serdar Tasci, dem leichte Knieprobleme zu schaffen machten. Und bei den Hessen nahm Zlatan Bajramovic den Platz von Junichi Inamoto im defensiven Mittelfeld ein. Drei Minuten waren gespielt, als der VfB in Person von Mario Gomez auf 2:0 erhöhen konnte. Ludovic Magnin hob einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, der Martin Lanigs blonde Mähne nur leicht touchierte und dann bei Mario Gomez landete. Der Nationalstürmer stocherte die Kugel anschließend nach kurzer Annahme an Markus Pröll vorbei ins linke untere Eck zum 2:0 und sorgte damit auf den Rängen für grenzenlosen Jubel. Doch die Frankfurter blieben auch danach bei ihren Vorstößen noch gefährlich. So erreichte ein Zuspiel in die Tiefe nach 54 Minuten Martin Fenin, der aus relativ spitzem Winkel den Ball nicht allzu weit am langen Pfosten vorbeischoss. Auf der anderen Seite flogen Freund und Feind an einer gefährlichen Freistoßflanke von Roberto Hilbert vorbei, die um ein Haar noch zum Torschuss geworden wäre. Jens Lehmann hatte unterdessen mit einem Kopfball von Alexander Meier nach Freistoßflanke von Markus Steinhöfer nur wenig Mühe. Der Ex-Salzburger durfte kurz danach Feierabend machen und wurde durch Ümit Korkmaz ersetzt. Beim VfB kam fünf Minuten später derweil der Brasilianer Elson für Timo Gebhart zum Zug. Den nächsten Akzent setzte dann aber Elsons Landsmann Cacau, der nach knapp 70 Minuten den Ball aus 25 Metern an den Pfosten hämmerte und das dritte Tor nur hauchdünn verfehlte. Die Eintracht lief derweil bei ihren Bemühungen meist ins Abseits, weshalb kurz danach auch der vermeintliche Anschlusstreffer zurecht keine Anerkennung fand. Khalid Boulahrouz versuchte sich indes eine Viertelstunde vor Schluss auf ungewohntem Terrain und als Stürmer, als er in halblinker Position nach Hackenvorlage von Elson den Ball aufs lange Eck schlenzen wollte, das Tor dabei aber letztlich klar verfehlte. Dies galt auch für einen Weitschuss von Nikos Liberopoulos zehn Minuten vor dem Ende auf Seiten der Eintracht. Der dritte Frankfurter Wechsel brachte kurz vor Schluss Habib Bellaid für Chris ins Spiel, das natürlich längst gelaufen war. Für die letzten zwei Minuten durfte dann auch Julian Schieber noch mitmischen, dem Mario Gomez Platz machte. Sami Khedira verpasste unterdessen Sekunden vor Schluss nach schönem Zuspiel von Elson ein noch höheres Resultat, als er den Ball in halblinker Position über Markus Pröll hinweg aber auch am Tor vorbei hob, was zugleich die letzte nennenswerte Aktion des Spieles war. Lange Zeit passierte in der Mercedes-Benz Arena nicht viel. Beide Teams kombinierten zu Beginn gefällig, ohne sich jedoch klare Chancen zu erspielen. Cacaus Treffer zum 1:0 nach einem Fehler der Gäste und einer Flanke von Ludovic Magnin weckte dann alle inklusive des Gegners auf, der nur kurz danach den möglichen Ausgleich verpasste, als Martin Fenin freistehend lediglich den Pfosten traf. Das schnelle zweite Tor von Mario Gomez kurz nach Wiederbeginn war dann schon die Vorentscheidung. Das Babbel-Team machte anschließend nicht mehr als notwendig und brachte den verdienten Dreier letztlich souverän nach Hause.

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Mittwoch, 22.04.2009:

 

 

 

Old Warriors Grüße von unseren "Weilermer Jungs" aus der Domstadt. Jochen hat alles sicher im Griff. Wie immer.


Montag, 20.04.2009:

Drei Punkte dank dreier Gomez Tore

Der zuletzt gelb-gesperrte Cacau ersetzte im Angriff Ciprian Marica. Auf weitere Veränderungen im Vergleich zum 1:0-Last-Minute-Sieg am Ostersonntag gegen den Hamburger SV verzichtete VfB-Teamchef Markus Babbel beim Gastspiel in Köln und schenkte somit den zuletzt überzeugenden Akteuren abermals sein Vertrauen.
Im ausverkauften RheinEnergieStadion waren gerade mal zwei Minuten gespielt, als FC-Kapitän Milivoje Novakovic nach einer Ecke von Petit völlig frei zum Kopfball kam und Ludovic Magnin für den bereits geschlagenen Jens Lehmann auf der Linie klären musste. Ein langer Ball auf Fabrice Ehret sorgte wenig später nicht wirklich für Gefahr, da Christian Träsch und Jens Lehmann Herr der Situation waren. Der Franzose versuchte es nach einer Viertelstunde auch aus der Distanz, verfehlte dabei das Ziel aber letztlich klar. Entgegen des anfänglichen Spielverlaufes ging dann aber der VfB nach 16 Minuten in Führung. Roberto Hilbert wurde am rechten Flügel nicht am Flanken gehindert und fand den Kopf von Mario Gomez, der die Kugel aus Nahdistanz zum 0:1 ins lange Eck drückte. Der auffälligste FC-Akteur blieb indes Fabrice Ehret, der auf seiner linken Seite immer wieder vorstoßen konnte und so für Gefahr sorgte. So auch nach 22 Minuten, als seine flache Hereingabe allerdings eine Beute des aufmerksamen Jens Lehmann wurde. Der schnelle Gegenzug bot Roberto Hilbert die Riesenchance zum zweiten VfB-Tor. Cacau spielte steil in die Gasse und Hilbert hatte freie Bahn, schoss in halbrechter Strafraumposition letztlich aber am langen Eck vorbei. Eine knappe halbe Stunde war gespielt, als Köln einmal mehr über seine starke linke Seite in den VfB-Strafraum eindringen konnte. Nemanja Vucicevic fand mit seinem Pass Fabrice Ehret, der aus spitzem Winkel aber an Jens Lehmann scheiterte. Und wenig später passte dann Milivoje Novakovic von links flach in den Strafraum, wo Matthieu Delpierre gerade noch den Ball aus der Gefahrenzone befördern konnte. Auf der anderen Seite fehlte bei einem leicht abgefälschten Distanzschuss von Timo Gebhart nicht viel und es hätte zum zweiten Mal im Kölner Tor eingeschlagen. Vier Minuten vor der Pause versuchte sich schließlich Nemanja Vucicevic in halbrechter Position mit einem Schuss aus 18 Metern, der hoch am langen Eck vorbei flog. Ein Kölner Ballverlust im Mittelfeld ermöglichte es hernach Cacau in Richtung FC-Tor zu stürmen, allerdings konnte Youssef Mohamad gerade noch gegen den Brasilianer mit deutschem Pass retten. Den folgenden Konter unterband schließlich der mit nach hinten geeilte Mario Gomez unter dem Applaus der VfB-Fans, als er am eigenen Strafraum die Kugel zurückeroberte. Kurz vor der Pause traf Milivoje Novakovic dann zwar noch ins Tor des VfB, doch der Treffer fand aufgrund einer Abseitsposition keine Anerkennung. Anders wäre dies bei der letzten Chance der ersten 45 Minuten gewesen, als Miso Brecko über die rechte Seite in den VfB-Strafraum stürmte und nur eine Glanztat von Jens Lehmann die knappe 1:0-Pausenführung der Babbel-Elf retten konnte.

Zwei Abstaubertore durch Gomez

Während die Hausherren unverändert aus den Kabinen zurück auf den Platz kamen, ersetzte beim VfB nach der Pause der wieder genesene Sami Khedira im Mittelfeld Timo Gebhart. In den ersten Minuten nach Wiederbeginn tat sich vor beiden Toren nicht viel. Erst in Minute 55 wurde es wieder annährend gefährlich. Fabrice Ehret flankte von links auf Nemanja Vucicevic, dessen Direktabnahme jedoch verunglückte. Der Ball rutschte dem Mittelfeldmann über den Spann. Statt 1:1 hieß es Sekunden später 0:2. Cacau eroberte gegen Pedro Geromel den Ball und stürmte in Richtung FC-Tor. Vor Faryd Mondragon legte er uneigennützig quer auf Mario Gomez, der leichtes Spiel hatte und seinen zweiten Treffer markierte. VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger kassierte derweil nach einer knappen Stunde seine fünfte gelbe Karte der laufenden Saison, weshalb er am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Frankfurt zum Zuschauen verdammt sein wird. Die nächste Möglichkeit gehörte indes den Hausherren. Nach einer nicht weit genug abgewehrten Ecke kam Youssef Mohamad am rechten Flügel nochmals zum Flanken und fand den Kopf von Kevin McKenna, der die Kugel aber über den Querbalken drückte. Im Gegenzug schickte Thomas Hitzlsperger seinen Kollegen Roberto Hilbert steil, der auf Kosten einer Ecke noch eingebremst wurde, in deren Folge Martin Lanig den Ball am langen Pfosten vorbei köpfte. Anschließend wechselte auch Köln erstmals aus. Wilfried Sanou nahm den Platz des Ex-Stuttgarters Sergiu Radu ein. Köln blieb derweil auch danach in seinen Angriffsbemühungen zu umständlich bzw. beim letzten Pass fast gänzlich ungefährlich. Der VfB suchte dagegen über Konter sein Heil und hatte durch einen gefährlichen Distanzschuss von Cacau auch eine brauchbare Gelegenheit. 20 Minuten vor Schluss setzte FC-Coach Christoph Daum alles auf eine Karte und brachte mit Manasseh Ishiaku einen weiteren Stürmer für Mittelfeldmann Nemanja Vucicevic. Und nur 60 Sekunden später war die Partie vollends entschieden. Thomas Hitzlsperger steckte Sami Khedira den Ball in die Gasse, der wiederum quer auf Mario Gomez passte. Und der Nationalstürmer hatte keine Mühe, mit seinem dritten Tor das 0:3 herzustellen. Die Chance zum Anschlusstor vergab Wilfried Sanou eine knappe Viertelstunde vor dem Ende. Milivoje Novakovic behauptete sich an der Grundlinie gegen Jens Lehmann, nachdem der VfB-Keeper gegen den Kölner Kapitän zunächst noch gerettet hatte. Der zweite Ball des Angreifers landete dann aber beim kleinen Mann aus Burkina Faso, dessen Schuss Serdar Tasci letztlich von der Torlinie köpfte. Die letzten Wechsel auf beiden Seiten wurden knapp zehn Minuten vor Schluss vollzogen. Beim VfB kamen Jan Simak und Ciprian Marica für Thomas Hitzlsperger und Mario Gomez ins Spiel, beim FC ersetzte Kevin Pezzoni im Mittelfeld den Portugiesen Petit. Bis zum Schlusspfiff passierte jedoch nichts Nennenswertes mehr. Köln begann stark und versuchte den VfB früh unter Druck zu setzen. Vor allem über die linke Seite machte der FC viel Druck und brachte die VfB-Defensive zu Beginn auch in Verlegenheit. Praktisch mit der ersten Chance ging das Babbel-Team dann aber in Führung und schockte die Hausherren. Bis zur Pause kontrollierte der VfB das Geschehen weitgehend souverän, auch wenn Köln optisch Vorteile hatte. In Halbzeit zwei führte wiederum gleich die erste Möglichkeit zu einem Tor - 0:2 (55.). Köln mühte sich anschließend weiter und erlebte durch das dritte Gomez-Tor den endgültigen Knockout.

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Dienstag, 14.04.2009:

Big Point in letzter Minute

Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg vor Wochenfrist in Bochum veränderte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Mannschaft im Spitzenspiel gegen den Hamburger SV auf lediglich einer Position. Ciprian Marica ersetzte im Angriff den gelb-gesperrten Cacau.
Vor ausverkauftem Hause und bei strahlendem Sonnenschein begann der Ostersonntag für den VfB mit einer ersten Chance nach vier Minuten, als Christian Träsch am rechten Strafraumeck den Ball in die Gasse auf Mario Gomez spielte, dessen Abschluss jedoch am langen Pfosten vorbei streichen sollte. Im Gegenzug rauschte zunächst eine Hereingabe von Ivica Olic an Freund und Feind vorbei und Piotr Trochowskis Flanke im Anschluss geriet zu einer Art Torschuss, doch Jens Lehmann konnte die Kugel letztlich aus der Gefahrenzone fausten. Danach war wieder das Team von Markus Babbel an der Reihe. Roberto Hilbert gab von der rechten Seite den Ball ins Zentrum und fand Timo Gebhart, dessen Direktabnahme Jerome Boateng in Volleyballermanier mit dem Arm abblockte, doch Schiedsrichter Wolfgang Stark wollte keinen Regelverstoß erkannt haben und ließ nicht nur zum Unmut von Geburtstagskind Gebhart weiterlaufen. Auf der anderen Seite wurde Paolo Guerrero nicht energisch genug gestört, weshalb der Peruaner nahezu ungehindert in Richtung Strafraum stürmen und auch abziehen konnte, allerdings strich sein Flachschuss letztlich klar links vorbei. Aus ähnlicher Position versuchte es hernach Thomas Hitzlsperger mit einem Weitschuss, fand aber nur die Arme von HSV-Schlussmann Frank Rost, während Piotr Trochowski in halblinker Position mit einem Direktschuss das Ziel weit verfehlte. Eine knappe Viertelstunde war gespielt, als sich Timo Gebhart im Strafraum gegen Michael Gravgaard behauptete und dann Ciprian Marica bediente, der acht Meter vor dem Tor jedoch von der Hamburger Defensive noch gestoppt wurde, die den Versuch des Rumänen erfolgreich abblockte. Mitte des ersten Durchgangs bot sich schließlich Mikael Tavares nach einer Ecke die Möglichkeit zum Schuss, der jedoch viel zu schwach war, um Jens Lehmann vor Probleme stellen zu können. Das hohe Tempo der Anfangsviertelstunde war allmählich verflogen, auch weil der HSV mit zunehmendem Verlauf defensiver agierte und auf Konter setzte. Nach 33 Minuten wurde es dann vor dem Tor des Gastes wieder aufregend. Timo Gebhart hatte mit dem Außenrist aus dem linken Halbfeld geflankt und Roberto Hilbert gefunden, der per Kopf auf Mario Gomez spielte, dessen Ablage Michael Gravgaard an den angelegten Arm und dann zu Serdar Tasci sprang. Der Schuss des VfB-Verteidigers ging letztlich aber am kurzen Pfosten des HSV-Kastens vorbei. Auch Mario Gomez hatte wenig später kein Glück, als er eine Freistoßflanke von Thomas Hitzlsperger aus dem rechten Halbfeld über das Tor köpfte. Vier Minuten vor der Pause spielte sich Martin Lanig dann gekonnt durch die Hintermannschaft der Gäste, doch statt an der Strafraumgrenze abzuziehen, setzte der Blondschopf letztlich einen Haken zu viel und wurde noch eingebremst. Nach einem langen Ball war dann auch das Team von Martin Jol wieder mal gefährlich, als Ivica Olic in halblinker Strafraumposition zum Abschluss kam, die Kugel zum Glück des VfB aber am langen Pfosten vorbei schoss. Eben jener Olic hatte praktisch mit dem Pausenpfiff dann auch noch die beste Chance der gesamten ersten 45 Minuten, als er eine Nachlässigkeit in der VfB-Defensive ausnutzte und mit links in halbrechter Strafraumposition die Latte traf. Torlos ging es danach in die Kabinen.

Schieber traf nur das Lattenkreuz, Gomez spät ins Tor

Mit einer personellen Veränderung ging es in Durchgang zwei weiter. Für den schon zuvor an der Schulter angeschlagenen Ciprian Marica kam Julian Schieber beim Team von Markus Babbel zum Zug. Und der VfB machte gleich wieder Druck. Doch Mario Gomez wurde im Strafraum noch abgeblockt, bei einer scharfen Flanke von Christian Träsch konnte die Hamburger Hintermannschaft gerade noch klären und ein Kopfball von Timo Gebhart flog über das Tor. Nach 55 Minuten versuchte es VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger schließlich mit Gewalt und drosch einen Freistoß aus 22 Metern in Richtung HSV-Tor, wo Frank Rost etwas unkonventionell retten konnte. Die Hamburger tauchten nur sporadisch vor dem Kasten von Jens Lehmann auf, waren bei ihren wenigen Vorstößen aber stets gefährlich. So zog Ivica Olic nach einer Stunde in halbrechter Strafraumposition ab und verfehlte das Ziel nicht allzu weit. Auf der anderen Seite jagte Martin Lanig einen Freistoß in aussichtsreicher Position in die Mauer und Ludovic Magnin den Nachschuss mit seinem schwächeren rechten Fuß in die Wolken. Nach einem Pass von Mario Gomez setzte Julian Schieber danach den Ball aus halblinker Position am langen Pfosten vorbei. Der VfB bestimmte weiter das Geschehen und bei Thomas Hitzlspergers Distanzschuss fehlte wiederum nicht viel zur möglichen Führung. Mitte der zweiten Hälfte wechselte Markus Babbel dann zum zweiten Mal aus und ersetzte Geburtstagskind Timo Gebhart durch Jan Simak. Der Tscheche war dann auch gleich an der nächsten Möglichkeit beteiligt. Sein Pass auf Mario Gomez brachte den VfB-Torjäger in Position, allerdings war Frank Rost auf der Höhe und parierte auch den gefährlichen Abschluss des Nationalstürmers. Auch sein Gegenüber Jens Lehmann gab sich keine Blöße und packte bei einem Weitschuss von Marcell Jansen sicher zu. Im Gegenzug stand Martin Lanig dann unfreiwillig einem Abschluss von Jan Simak im Wege und rettete damit für die Defensivabteilung der Gäste. Auf der anderen Seite prüfte Jonathan Pitroipa mit einem Linksschuss Jens Lehmann. Für die Schlussviertelstunde tauschte HSV-Trainer Martin Jol dann noch Mladen Petric für dessen Landsmann Ivica Olic ein. Der neue Mann war kaum auf dem Platz, als Mario Gomez frei vor Frank Rost scheiterte, doch da der VfB-Angreifer dabei im abseits stand, war die ganze Aufregung nur halb so schlimm. Kurz danach störte Michael Gravgaard Martin Lanig nach einem Querpass in höchster Not beim Abschluss und klärte so zur Ecke, ehe auch die Hamburger ein weiteres Mal austauschten. Albert Streit kam für Jonathan Pitroipa auf den Platz. Exakt neun Minuten waren in der Mercedes-Benz Arena dann noch zu spielen, als Roberto Hilbert von rechts flankte und Frank Rost mit einem Lattentreffer überraschte, da seine Hereingabe zum Torschuss werden sollte. Der VfB drückte weiter und kam kurz danach zur nächsten Chance. Martin Lanig köpfte eine Ecke von Thomas Hitzlsperger in Richtung Tor, wo Mario Gomez mit dem langen Bein versuchte, entscheidend an das Spielgerät zu kommen. Da der Nationalspieler aber gegen Frank Rost einen Tick zu spät kam, wurde diese Aktion letztlich abgepfiffen. Julian Schiebers erstem Bundesliga-Tor stand derweil drei Minuten vor dem Ende das Lattenkreuz im Wege, als der Youngster den Ball aus spitzem Winkel ans Aluminium drosch. Ebenfalls nur das Gestänge sollte in der Schlussminute auf der anderen Seite noch Dennis Aogo mit einem satten Distanzschuss treffen. Besser machte es Mario Gomez in der Nachspielzeit, als er das viel umjubelte 1:0 erzielte. Jan Simak flankte von links, Thomas Hitzlsperger zog ab und Frank Rost konnte noch parieren, doch Mario Gomez stand goldrichtig und verwandelte hernach zum letztlich sicher nicht unverdienten Sieg. Der VfB war fast über das gesamte Spiel die optisch überlegene Mannschaft und erspielte sich gegen defensiv starke und bei Kontern stets gefährliche Hamburger auch einige gute Chancen. Die letzte im Spiel sollte am Ende den Dreier sichern, als Mario Gomez seine Torjägerqualitäten bewies und spät zum 1:0 traf. Zwei Aluminiumtreffer auf Seiten der Hamburger zeigten jedoch auf, dass auch die Gäste diese stets enge und phasenweise auch hochklassige Partie durchaus hätten gewinnen können, am Ende aber gegen einen nie aufsteckenden VfB den Kürzeren zogen.

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Mittwoch, 08.04.2009:

Fast schon alles klar mit dem VFB!

Serdar Tascis Vertrag läuft 2010 aus, die Roten wollen langfristig mit ihm verlängern. Heldt: „Wir hoffen, dass er den Weg mit uns weitergeht.“ Der emotionale Last-Minute-Erfolg der Roten beim VfL Bochum – für Serdar Tasci (21), Torschütze zum späten 2:1-Sieg, ein unvergessliches Erlebnis: „Ein geiles Gefühl, da geht nichts drüber!“. Nachdem Tasci für seine Leistung beim Sieg der Nationalmannschaft Wales (2:0) hart kritisiert worden war, freut ihn der starke Auftritt in Bochum umso mehr: „Das war schon eine Genugtuung.“ Auch Teamchef Markus Babbel (36) war hoch zufrieden mit dem Innenverteidiger – wieder einmal: „Er bringt Woche für Woche konstant Leistung.“ Klar, dass das auch anderen Klubs aufgefallen ist, wie Horst Heldt (39) bestätigt: „Serdar hat eine sehr gute Entwicklung genommen, ist bei vielen Vereinen begehrt“, sagt der VfB-Manager. Besonders der AC Mailand hat ein Auge auf den Defensivspezialisten geworfen. Auch Arsenal London zählt zu den Interessenten. Tasci stolz: „Eine Riesenehre, von solchen Teams beobachtet zu werden.“ Sein Vertrag läuft 2010 aus, die Roten wollen langfristig mit ihm verlängern. Heldt: „Wir hoffen, dass er den Weg mit uns weitergeht.“ Auch Babbel hofft natürlich, dass Tasci bleibt: „ In seinem Alter ist Spielpraxis wichtig – wer weiß, ob er die bei Milan kriegt. Das große Geld kann er später immer noch verdienen. Er ist Stuttgarter, Publikumsliebling, Leistungsträger. Ich an seiner Stelle würde verlängern...“ Und Serdar sendet positive Signale, sagt: „Wir sind in Gesprächen. Ich fühle mich sehr wohl beim VfB. Meine Familie ist hier, mein Freundeskreis – das muss alles passen.“ Heißt: Serdars Eltern Sünbül und Nihat sowie die Schwestern Ebru und Arzu spielen eine zentrale Rolle in Sachen Vertragsverlängerung. Und spätestens seit den Verhandlungen mit Jens Lehmann hat Heldt ja Erfahrung in „Familienangelegenheiten“ – da hatte er die Kinder des Keepers zu seinen „Verbündeten“ gemacht.


Montag, 06.04.2009:

Tasci traf kurz vor Schluss zum Sieg

Nach zweiwöchiger Länderspielpause trat der VfB heute in der Bundesliga zum Gastspiel beim VfL Bochum an. Teamchef Markus Babbel veränderte sein Team dabei im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Berlin auf zwei Positionen. Für Khalid Boulahrouz spielte der wieder genesene Matthieu Delpierre in der Innenverteidigung an der Seite von Serdar Tasci und im Mittelfeld ersetzte Martin Lanig den verletzten Sami Khedira (Arthroskopie am Knie).
Im rewirpowerSTADION hatte der VfB gleich zu Beginn eine erste Möglichkeit, als sich Mario Gomez auf der rechten Seite durchsetzen und ins Zentrum flanken konnte, wo aber Cacau letztlich nicht mehr entscheidend zum Abschluss kam. Die Bochumer Antwort folgte nach sechs Minuten. Joel Epalle drang über rechts in den Sechzehnmeterraum ein und bediente Diego Klimowicz am kurzen Pfosten, der die Kugel zurück auf einen nachrückenden Kollegen passte, zum Glück des VfB dabei aber viel zu schlampig agierte, so dass das VfB-Tor nicht in Gefahr geriet. Eine Viertelstunde war in Bochum gespielt, als die Gastgeber einen Freistoß in zentraler Position und 25 Meter Torentfernung zugesprochen bekamen. Joel Epalle nahm sich der Aufgabe an und setzte die Kugel nur knapp neben den linken Pfosten. Ein Abspielfehler auf Seiten der Babbel-Elf brachte Mimoun Azaouagh nach 19 Minuten eine Schusschance ein, doch Jens Lehmann entschärfte diesen Ball gekonnt mit einer Faustabwehr. Wenig später hob Joel Epalle aus dem linken Halbfeld einen Freistoß ins Zentrum, den der aufgerückte Anthar Yahia freistehend verpasste. Allerdings roch die Situation auch stark nach Abseits. Auf der anderen Seite setzte Thomas Hitzlsperger einen Freistoß aus 22 Metern und zentraler Position in die Mauer der Gastgeber. Auch Mario Gomez hatte hernach kein Glück, als er eine Flanke von Timo Gebhart volley über das Tor schoss. Und bei Roberto Hilberts Flachschuss war Daniel Fernandes auf der Hut und wischte den Ball zur Seite weg. Doch auch die Hausherren blieben gefährlich. So steckte Mimoun Azaouagh den Ball zu Diego Klimowicz durch, der in halblinker Strafraumposition frei vor Jens Lehmann zum Abschluss kam, im VfB-Keeper aber seinen Meister fand. Danach war wieder der VfB an der Reihe. Serdar Tasci scheiterte allerdings in aussichtsreicher Position im Strafraum genauso, wie Christian Träsch nach einer nicht weit genug abgewehrten Ecke und einem Zuspiel von Thomas Hitzlsperger mit einem Schlenzer aus 20 Metern, der nur knapp rechts vorbei strich.

Cacau konterte Epalles Führungstreffer

Die bis dahin dickste Chance hatte jedoch Martin Lanig, der nach Zuspiel von Christian Träsch aus sieben Metern Entfernung in halbrechter Position abzog, allerdings nur die Fäuste von VfL-Keeper Daniel Fernandes traf. Drei Minuten vor der Pause flankte dann Joel Epalle von der rechten Seite und fand den Kopf von Diego Klimowicz, dessen Versuch das VfB-Tor nicht weit verfehlte. Im Gegenzug prüfte Thomas Hitzlsperger Daniel Fernandes aus der Distanz und blieb genauso erfolglos. Torlos ging es folglich kurz danach in die Pause.
Durchgang zwei begann ohne personelle Veränderungen auf beiden Seiten und mit einer gelben Karte für Cacau. Für den Brasilianer war es die fünfte Verwarnung in der laufenden Saison, weshalb er am Ostersonntag gegen Hamburg nur Zuschauer sein wird. Die erste Chance gab es nach einem Freistoß von der rechten Seite und einer Kopfballverlängerung, als Dennis Grote am langen Pfosten letztlich zum Abschluss kam und an Jens Lehmann scheiterte. Die folgende Ecke hätte es jedoch nicht geben dürfen, da der U21-Nationalspieler vor seinem Schuss aus spitzem Winkel das Spielgerät mit der Hand mitgenommen hatte und somit ein Regelverstoß vorlag. Umso bitterer, dass aus diesem Eckball die Führung des Gastgebers resultieren sollte. Die erste Hereingabe von Joel Epalle wurde zwar noch aus der Gefahrenzone geköpft, doch der Kameruner hob den Ball erneut ins Zentrum und überraschte Jens Lehmann mit einer Flanke, die zum Torschuss wurde. Der VfB-Keeper bekam den Ball erst hinter der Linie zu fassen, weshalb Bochum über das 1:0 jubeln durfte. Nur kurz danach zog Christoph Dabrowski volley ab und zwang Lehmann zu einer Faustabwehr, der auch danach bei einem Kopfball von Mergim Mavraj auf der Hut war. Erst danach kam der VfB wieder auf. Timo Gebhart führte einen Freistoß schnell aus und schickte Mario Gomez in den Strafraum, doch der Nationalstürmer wurde noch erfolgreich abgedrängt. Sein Rückpass erreichte erneut Gebhart, dessen Flanke Martin Lanig im Zentrum per Kopf jedoch nicht richtig erwischte und den Ball deshalb über die Querlatte setzte. Auf der anderen Seite hielt Lehmann einen Weitschuss von Christoph Dabrowski nach 56 Minuten erstklassig. Statt 2:0 hieß es 120 Sekunden später aber 1:1. Thomas Hitzlspergers Ecke verlängerte Martin Lanig im Zentrum. Sein noch leicht abgefälschter Ball fiel Cacau auf die Stirn, der aus Nahdistanz nur noch zum Ausgleich eindrücken musste.

Tasci staubte zum Sieg ab

Und nur Sekunden später verpasste Martin Lanig nach einem Doppelpass mit Thomas Hitzlsperger und anschließendem Beinschuss gegen Mergim Mavraj die VfB-Führung, als er den Ball aus zwölf Metern nur an den Außenpfosten schoss. Und auch Cacau hatte eine Großchance zur VfB-Führung, als er in halbrechter Position von Thomas Hitzlsperger erstklassig bedient wurde und nur knapp am langen Pfosten vorbei schoss. Nach 68 Minuten vollzog VfL-Coach Marcel Koller den ersten Wechsel und brachte Stanislav Sestak für Dennis Grote. Sekunden später schickte Cacau seinen Sturmpartner Mario Gomez auf die Reise, der sich die Kugel aber zu weit vorlegte und deshalb in halblinker Strafraumposition nicht mehr zum Abschluss kam. Auf Seiten der Bochumer setzte Mimoun Azaouagh einen Freistoß aus 23 Metern Jens Lehmann genau in die Arme. 18 Minuten vor dem Ende setzte Marcel Koller alles auf eine Karte und brachte für Mimoun Azaouagh und Diego Klimowicz mit Paul Freier sowie Sinan Kaloglu zwei weitere frische Offensivkräfte in die Partie. Die nächste Chance hatte aber das Babbel-Team. Matthieu Delpierre kam nach einer Ecke zum Kopfball, verfehlte das VfL-Gehäuse dabei aber genauso wie Timo Gebhart nur kurz danach in halbrechter Strafraumposition nach Zuspiel von Roberto Hilbert. Danach tauschte auch der VfB erstmals aus. Für Timo Gebhart kam Jan Simak noch zu einem Kurzeinsatz. Und der Tscheche hatte gleich eine gute Aktion. Am linken Flügel setzte er sich durch und passte flach ins Zentrum, wo Mario Gomez im Zweikampf den Ball verpasste, was Roberto Hilbert die Riesenchance zum zweiten Treffer einbrachte, doch der Mittelfeldspieler drückte den Ball aus Nahdistanz am leeren Tor vorbei. Anschließend ersetzte Julian Schieber auf Seiten des VfB Mario Gomez. Und kurz vor Schluss kam dann auch noch Elson für Roberto Hilbert zum Zug. Der Brasilianer war kaum auf dem Platz, als er eine Ecke kurz zu Thomas Hitzlsperger spielte, dessen Flanke Martin Lanig am langen Pfosten überlegt zurück ins Zentrum köpfte, wo Serdar Tasci zum 1:2 abstaubte und für Riesenjubel im Block der mitgereisten VfB-Fans sorgte. Es war ein hartes Stück Arbeit für den VfB. Die Bochumer waren der erwartet schwere Gegner, der den Kampf bedingungslos annahm und phasenweise auch spielerisch zu überzeugen wusste. So hatten die Hausherren in beiden Halbzeiten jeweils zu Beginn Vorteile. Folglich fiel das Führungstor des VfL auch kurz nach der Pause. Anschließend musste das Babbel-Team einige Minuten zittern, ehe Cacau mit dem 1:1 wieder für Ruhe im Spiel sorgte. Nach Roberto Hilberts verpasster Großchance zehn Minuten vor Schluss schien schon alles auf eine Punkteteilung hinauszulaufen, ehe Serdar Tascis Abstaubertor doch noch drei Zähler sicherte. 

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Montag, 23.03.2009:

Wieder auf Kurs

Vier Änderungen nahm VfB-Teamchef Markus Babbel in seiner Startelf im Vergleich zur 0:4-Auswärtsniederlage beim SV Werder Bremen am vergangenen Spieltag vor. Der nach abgesessener Gelbsperre wieder spielberechtigte Serdar Tasci kehrte auf seine Stammposition in der Innenverteidigung zurück und ersetzte Ricardo Osorio, Ludovic Magnin verteidigte links an anstelle von Arthur Boka, Timo Gebhart nahm den Platz von Elson ein und im Angriff erhielt Cacau den Vorzug vor Ciprian Marica. Hertha-Coach Lucien Favre baute sein Team nach dem Heimsieg über Bayer Leverkusen nur auf einer Position um und dies gezwungener Maßen. Denn für den unter der Woche suspendierten Patrick Ebert schickte der Schweizer Trainer Winterneuzugang Marko Babic ins Rennen. Bevor jedoch der Anpfiff in der Mercedes-Benz Arena ertönte, wurde noch einmal den Opfern des Amoklaufes von Winnenden gedacht, wo am heutigen Vormittag die zentrale Trauerfeier und ein Staatsakt stattfanden.
Die Partie vor nahezu vollständig gefüllten Rängen brauchte nicht all zu lange um Fahrt aufzunehmen. Der VfB versuchte von Beginn an das Spielgeschehen zu kontrollieren und Druck auf den Tabellenführer aus der Bundeshauptstadt aufzubauen. Doch auch die Hertha setzte ein erstes Ausrufezeichen, als Maximilian Nicu auf rechts durchgebrochen war, sein Zuspiel in den Sechzehner zum Glück des VfB aber kein Berliner erreichte. Kurz darauf prüfte Cacau mit einem Schuss erstmals Hertha-Keeper Jaroslav Drobny, konnte ihn aber nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen. Quasi im direkten Gegenzug setzte sich Andrey Voronin auf der linken Außenbahn durch, verzog seinen Abschlussversuch aber, so dass das Leder knapp am langen Pfosten vorbei strich. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften immer wieder schnell das Mittelfeld überbrückten und den direkten Weg in die Strafräume suchten. So auch Mario Gomez, den in der 14. Minute ein Zuspiel aus dem Rückraum erreichte. Der Toptorjäger des VfB setzte sich auf links durch, und drang in den Strafraum, verpasste aber letztlich mit seinem Schuss aus spitzem Winkel das Hertha-Tor. Und auch die nächste dicke Möglichkeit für die Elf von Markus Babbel gut fünf Minuten später ging auf das Konto von Mario Gomez, dessen Abschluss von der Strafgrenze aber um Haaresbreite das Gehäuse der Gäste verfehlte. Rund 180 Sekunden später wurde es zum ersten Mal laut in der Mercedes-Benz Arena, als Cacau das Spielgerät mit etwas Mühe an Jaroslav Drobny vorbei in die Maschen des Gästetores manövrierte. Der Torjubel fand aber ein schnelles Ende, da Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer dem Treffer aufgrund einer knappen Abseitsposition des Deutsch-Brasilianers die Anerkennung verweigerte.

Cacau traf zur Führung

Kurz darauf musste Herthas Trainer Lucien Favre personell reagieren und für den angeschlagenen Arne Friedrich Kaka in die Partie bringen, der aber auch nicht verhindern konnte, dass das VfB-Team immer besser ins Rollen kam und sich Chance auf Chance erarbeitete. Allerdings fehlten den weiß-roten Offensivkräften in einigen Aktionen noch der letzte Funken Präzision und auch manchmal das Quäntchen Glück, um die Führung zu erzielen, die zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen wäre. Die Herthaner zogen sich deshalb auch zusehends weiter zurück und versuchten über Konter zu Chancen zu kommen, was aber ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt war, so dass es torlos 0:0 in die Kabinen ging. Im zweiten Durchgang setzte Markus Babbel zunächst weiter auf das bewährte Personal aus Halbzeit eins, während Lucien Favre den blass gebliebenen Marko Babic durch Gojko Kacar ersetzte.
Gerade einmal gut eineinhalb Minuten rollte der Ball wieder, als Mario Gomez im Kopfballduell gegen Josip Simunic die Oberhand behielt und so ein langes Zuspiel auf Cacau weiterleiten konnte, der dieses im Sechzehner trocken und abgeklärt zum längst überfälligen 1:0 verwandelte. Und der VfB blieb weiter am Drücker. In der 51. Spielminute brachte Thomas Hitzlsperger einen Freistoss platziert in den Strafraum der Gäste, wo Sami Khedira den Überblick behielt und den Ball per Kopf zum 2:0 in die Maschen beförderte. Trotz der beiden Gegentreffer binnen weniger Minuten zeigten sich die Berliner nicht geschockt, sondern spielten selbst verstärkt nach vorne. Die Torabschlussversuche von Raffael und Pal Dardai konnten Jens Lehmann allerdings nicht wirklich in die Bredouille bringen. Der VfB nutzte die Lücken, die durch die offensivere Gangart der Herthaner entstanden, und wollte die endgültige Entscheidung in der Partie herbeiführen. Die bis dato beste Gelegenheit hierzu vergab Mario Gomez, den der auf der rechten Außenbahn nach vorne geeilte Roberto Hilbert gut in Szene setzte, in der 61. Minute. Lucien Favre zog nun seine letzte Wechsel-Option und brachte mit Marko Pantelic einen zweiten etatmäßigen Stürmer aufs Feld, der die Berliner Offensivabteilung deutlich belebte und auch einige gute Tormöglichkeiten für sich verbuchen konnte.

Weitere gute Chancen vergeben

Eine kurze Schrecksekunde gab es dann nach 71 gespielten Minuten, als Goijko Kacar sich im Strafraum gegen mehrere VfB-Verteidiger gut durchsetzte, aber beim Versuch den Ball in Richtung des Tores von Jens Lehmann zu bugsieren auch Ludovic Magnin unabsichtlich im Unterleib traf. Der Schweizer konnte allerdings nach kurzer Behandlungspause weitermachen und musste mit ansehen wie der VfB wenig später bei einem clever gespielten Konter die Riesenchance zum 3:0 liegen ließ. Timo Gebhart passte auf Cacau, der frei vor Jaroslav Drobny auftauchte und eigentlich alles richtig machte, das Leder aber dennoch um Zentimeter am Pfosten vorbeisetzte. In der Schlussphase verflachte die Begegnung etwas. Der VfB nahm ob der sicheren Führung das Tempo etwas raus und auch Hertha BSC setzte nicht genügend Akzente, um noch zumindest zum Anschlusstreffer kommen zu können. Kurz vor dem Abpfiff durfte sich dann Cacau den Applaus der 50.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena abholen, den er sich mit seiner starken Leistung an diesem Samstagnachmittag redlich verdient hatte. Für den Torschützen zum 1:0 kam Julian Schieber in die Partie. Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit drehte Markus Babbel an der Uhr und ließ Arthur Boka ran, in einer Nachspielzeit, in der der VfB noch weitere gute Möglichkeiten hatte, das Endergebnis noch höher zu gestalten, dies aber nicht tat, so dass es beim verdienten 2:0-Sieg blieb. Der VfB gewann aufgrund der Vielzahl herausgearbeiteter Chancen in beiden Durchgängen verdient gegen den Tabellenführer aus Berlin, der seinerseits phasenweise zu zögerlich agierte, um die Babbel-Elf ernstlich in Bedrängnis bringen zu können. Erst durch die Hereinnahme von Marko Pantelic wurde Hertha stärker, konnte aber gegen die nach ihren beiden Treffern clever agierende Elf von Markus Babbel nichts mehr ausrichten.

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Montag, 16.03.2009:

Serie gerissen

Zu allererst möchte ich mich dem Bild, mit dem Aufruf der Anteilnahme an die Toten vom Amoklauf in Winnenden, anschliessen. Da ich einige Betroffene selber kenne, ist dies noch umso schlimmer.

Zum Spiel: Im Vergleich zum 2:1-Erfolg in der Vorwoche gegen Borussia Dortmund veränderte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Startelf beim Gastspiel in Bremen auf zwei Positionen. Denn der gelb-gesperrte Serdar Tasci musste in der Viererabwehrkette genauso ersetzt werden wie der verletzte Georg Niedermeier (Bänderriss). Für dieses Duo spielten Khalid Boulahrouz und der wieder genesene Arthur Boka von Beginn an. Der Ivorer nahm nach ausgestandener Bänderverletzung seine gewohnte Linksverteidigerposition ein, Christian Träsch rückte dafür nach rechts und besetzte die Stelle von Ricardo Osorio, der im Zentrum an der Seite von Boulahrouz gebraucht wurde.
Nach einer Gedenkminute an die Opfer des Amoklaufes in Winnenden rollte der Ball im Weserstadion zunächst in Richtung des Tores von Jens Lehmann, der sich schon nach einer Minute einer Freistoßflanke von Mesut Özil gegenübersah, die Claudio Pizarro auf Peter Niemeyer verlängerte, dessen Versuch jedoch letztlich ohne Wirkung bleiben sollte. Bremens Spielmacher Diego versuchte es nach sechs Minuten listig mit einem Heber von der Strafraumgrenze aus, der jedoch nicht nur über Jens Lehmann, sondern letztlich auch klar über den Querbalken flog. Die Hausherren blieben zu Beginn das aktivere Team, während der VfB auf Bremer Ballverluste und Konter lauerte. So bot sich Mario Gomez nach knapp zehn Minuten die erste Möglichkeit, als er im Laufduell schneller als Frank Baumann war, in halbrechter Strafraumposition beim Abschluss dann aber ausrutschte und den Ball deshalb weit am Ziel vorbei setzte. Für die dickste VfB-Chance bis dahin war dann aber ein Bremer verantwortlich. Sebastian Boenisch wollte den Ball nicht ins Seitenaus rollen lassen und dem VfB damit einen Einwurf schenken, nachdem ein Zuspiel eines Kollegen zuvor zu ungenau geraten war. Mit letztem Einsatz bolzte er die Kugel von der Linie in Richtung eigenes Tor und überraschte damit seinen Keeper Tim Wiese, denn der Ball endete zum Entsetzen des Nationaltorhüters knapp neben dem Pfosten am Außennetz. Im Gegenzug war dann aber der VfB im Glück, denn nach einem Pass von Mesut Özil war Markus Rosenberg in zentraler Strafraumposition frei vor Jens Lehmann, doch Ricardo Osorio rettete mit höchsten Einsatz und letztlich fair gegen den Schweden, der das VfB-Tor somit nicht in Gefahr bringen konnte. Für Petri Pasanen war die Partie unterdessen bereits nach 22 Minuten zu Ende, denn der Finne musste verletzungsbedingt für Dusko Tosic Platz machen. Bremens optische Überlegenheit drückte sich auch hernach nicht in klaren Möglichkeiten aus. Doch nach 34 Minuten lagen die Hanseaten dann trotzdem vorne. Denn ein Freistoß von Diego aus 22 Metern landete via Lattenunterkante genau im linken oberen Eck. Jens Lehmann war chancenlos und konnte den Rückstand nicht verhindern. Die Antwort der Babbel-Elf gab Roberto Hilbert mit einem satten Schuss aus halbrechter Position, den Tim Wiese mit den Fäusten abwehren konnte. Thomas Hitzlsperger setzte sich fünf Minuten vor der Pause per Hacke selbst schön in Szene, seine Hereingabe auf Ciprian Marica geriet dann aber viel zu ungenau, um die Bremer Defensive vor Probleme stellen zu können. Auf der anderen Seite verstolperte Mesut Özil eine Flanke von Sebastian Boenisch freistehend und Diegos Fernschuss verfehlte das Ziel letztlich klar. Folglich ging es mit einem knappen Rückstand für den VfB in die Kabine. 

Pizarro und Rosenberg mit schnellen Toren 

Während Werder zur Pause auf weitere Wechsel verzichtete, tauschte Markus Babbel gleich doppelt aus. Für Roberto Hilbert und Elson wirkten fortan Martin Lanig und Timo Gebhart mit. Letzterer setzte dann auch gleich einen ersten Akzent und bediente nach einem engagierten Lauf in Richtung Bremer Tor den mitgelaufenen Christian Träsch, dessen Distanzschuss Tim Wiese jedoch wegfausten konnte. Kurz danach versuchte es auch Gebhart aus größerer Entfernung, allerdings flog sein Ball rechts am Tor der Hausherren vorbei. Von ähnlicher Güteklasse war ein Weitschuss von Diego, mit dem Jens Lehmann hernach keine Probleme hatte. Mitten in die erste VfB-Drangphase hinein, sollte dann aber das 2:0 der Bremer fallen. Und es war wie schon beim 1:0 wieder ein Treffer der Marke unhaltbares Traumtor. 20 Meter vor dem VfB-Kasten griff niemand energisch genug Claudio Pizarro an, der aus halbrechter Position den Ball genau im rechten oberen Eck zum 2:0 versenkte. Und nur sechs Minuten später lag die Kugel erneut im VfB-Tor. Denn das Babbel-Team wurde von Bremen in dessen eigenem Stadion ausgekontert. Diego schickte Markus Rosenberg steil, der Jens Lehmann mit einem Flachschuss das Nachsehen gab. Auf der anderen Seite rettete Tim Wiese gegen Ciprian Marica, der zuvor von Sami Khedira in Szene gesetzt wurde, das zu Null seiner Elf. Wenig später setzte Marica dann einen Kopfball nach Flanke von Mario Gomez nur hauchdünn neben den linken Pfosten, was zugleich die letzte Aktion des Rumänen war, der nach 64 Minuten gegen Julian Schieber ausgewechselt wurde. Auch bei einem Weitschuss von Sami Khedira fehlte anschließend nicht viel zum möglichen ersten VfB-Tor. Knapp 20 Minuten vor dem Ende wurde abermals gewechselt. Bei Werder ersetzte Winterneuzugang Alexandros Tziolis im Mittelfeld Mesut Özil. Der Neue fügte sich gleich bestens ein, denn sein Pass in die Tiefe erreichte Markus Rosenberg, der nach 74 Minuten gegen eine nun desorientierte VfB-Hintermannschaft gar noch auf 4:0 erhöhte. Bei Bremen kam kurz danach Ex-VfB-Spieler Jurica Vranjes für Frank Baumann ins Spiel, in dem Martin Lanig zwölf Minuten vor dem Ende aus spitzem Winkel an Tim Wiese scheiterte. Da der VfB auch nach dem vierten Gegentor bemüht war, wenigstens zum Ehrentreffer zu kommen, boten sich den Hanseaten zunehmend Räume, die diese auch zu nutzen verstanden. So verpasste Diego eine Flanke von Markus Rosenberg frei vor Jens Lehmann nur um Haaresbreite, ehe Arthur Boka diese gefährliche Situation letztlich entschärfen konnte. In der Nachspielzeit hatte Werder schließlich noch eine letzte Konterchance, doch Claudio Pizarros Flanke haute Diego am langen Pfosten am Ziel vorbei. So blieb das einzig Positive am VfB-Auftritt im Weser-Stadion, dass keiner der acht vorbelasteten Akteure, die im Falle einer weiteren gelben Karte am kommenden Samstag gegen Berlin gesperrt gewesen wären, eine weitere Verwarnung erhalten hat. Bremen war von Beginn an besser im Spiel und hatte optisch schnell Vorteile, ohne sich zunächst klare Möglichkeiten erspielen zu können. Der Genialität Diegos war es dann zu verdanken, dass die Hausherren mit einer Führung in die Kabinen kamen, nachdem der Brasilianer einen Freistoß gekonnt zum 1:0 verwertete. Den zweiten Durchgang begann der VfB mit mehr Engagement, kassierte aber mitten in seinen Bemühungen das zweite Gegentor durch den Sonntagsschuss von Pizarro. Spätestens mit dem dritten Tor von Markus Rosenberg war die Partie dann entschieden. Letztlich brachten kleine und vermeidbare Fehler - vor dem 1:0 ein überflüssiges Foul, vor dem 2:0 nachlässiges Abwehrverhalten trotz Überzahl - dem Babbel-Team eine klare Niederlage ein.

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Montag, 09.03.2009:

Derby-Rückblick

dem notwendigen zeitlichen Abstand folgt unsere Sicht der Dinge auf die Geschehnisse beim Derby KSC-VfB. Ein Tag mit sehr bitterem Beigeschmack, an dem das einzig Positive wohl der Auswärtssieg unseres VfB beim badischen Rivalen war.
Wir möchten das Werfen von Flaschen und Feuerwerkskörpern einzelner VfB-Fans nicht unter den Teppich kehren, doch steht dem eine lange Liste an organisatorischen Mängeln und persönlichen Verfehlungen der Polizei gegenüber, die unserer Ansicht nach erheblichen Anteil am Ablauf des Derbytages hatte.

weitere Infos mit Mausklick auf Logo ...

 

 


Sonntag, 08.03.2009:

Spannung bis zum Schluss

Nach dem 2:0-Derbysieg in der Vorwoche in Karlsruhe veränderte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Startelf beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund auf drei Positionen. Für den verletzten Ludovic Magnin (Zerrung) spielte Christian Träsch als Linksverteidiger in der Abwehrkette. Zudem begannen im Mittelfeld Roberto Hilbert und Thomas Hitzlsperger anstelle von Timo Gebhart und Martin Lanig.
Vor ausverkauftem Hause hatten die Gäste nach etwas mehr als sechs Minuten die erste Möglichkeit. Die Abseitsfalle des VfB war nicht zugeschnappt, so dass Florian Kringe und Mohamed Zidan ungehindert in Richtung VfB-Tor stürmen konnten. Beide agierten in halbrechter Position jedoch viel zu zögerlich und wurden von der VfB-Hintermannschaft noch gestellt. Auf der anderen Seite bot sich Ciprian Marica die Chance zur Führung, doch der Rumäne scheiterte in zentraler Position mit einem Flachschuss am reaktionsschnellen Roman Weidenfeller. Nach zehn Minuten hatte der BVB-Keeper dann aber das Nachsehen. Elson hob von der linken Seite einen Freistoß in den Strafraum und was als Flanke gedacht war entwickelte sich alsbald zum Torschuss. Denn der Ball des Brasilianers rauschte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zum 1:0. Nur Sekunden später flankte Roberto Hilbert gefährlich von der rechten Seite und Weidenfeller klärte den Ball mit Mühe zur Ecke, in deren Folge Mario Gomez zunächst an die Latte und den zweiten Versuch dann in die Arme des Dortmunder Schlussmanns köpfte. Eine Nachlässigkeit von Ricardo Osorio, der aus spitzem Winkel zurück auf Jens Lehmann passte, brachte dem BVB nach einer Viertelstunde die nächste Gelegenheit ein, weil Nelson Valdez den VfB-Keeper unter Druck setzte und so eine Ecke für sein Team herausholte. Diese wurde zwar zunächst geklärt, doch den zweiten Flankenball von Tamas Hajnal köpfte Florian Kringe anschließend knapp über den Querbalken. Eine Schrecksekunde erlebte kurz danach Georg Niedermeier, der nach einer Ecke unliebsame Bekanntschaft mit dem Pfosten des Borussen-Kastens machte, nach kurzer Behandlungspause aber weiterspielen konnte.

Großchance für Hitzlsperger

Die folgenden Minuten gehörten dann dem Dortmunder Florian Kringe. Zunächst setzte er einen Distanzschuss links vorbei, danach köpfte er eine Freistoßflanke in die Arme von Jens Lehmann, um letztlich in zentraler Position viel zu überhastet abzuschließen, so dass das VfB-Tor in allen drei Fällen nicht wirklich in Gefahr geriet. Die Gäste versuchten hernach mit viel Engagement und Aufwand den Anschluss herzustellen, waren gegen einen auf Konter lauernden VfB in ihren Bemühungen beim finalen Ball jedoch meist nicht präzise und entschlossen genug. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde tauchte dann auch das Babbel-Team mal wieder vor dem gegnerischen Tor auf. Sami Khedira spielte Ciprian Marica frei, dessen Schuss aus halbrechter Position jedoch am langen Pfosten vorbei strich. Wenig später versuchte es Mario Gomez aus 20 Metern und setzte den Ball knapp über den Querbalken. Die Riesenchance auf den zweiten Treffer hatte der VfB dann nach 36 Minuten. Roberto Hilberts öffnenden Pass erlief Mario Gomez in halblinker Position. Im Strafraum angekommen, versetzte er Neven Subotic und passte anschließend zu Thomas Hitzlsperger, dessen Direktschuss Dede auf der Linie gerade noch abwehren konnte. Kurz vor der Pause brachte ein schlechtes Zuspiel schließlich Serdar Tasci in Not, der sich gegen Tamas Hajnal nur mit einem Foul zu helfen wusste und dafür die fünfte gelbe Karte der laufenden Saison erhielt, so dass er am kommenden Sonntag in Bremen zum Zuschauen verdammt sein wird. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ der VfB dann noch einen guten Konter liegen, als am Ende Thomas Hitzlsperger mit einem Pass Mario Gomez im Strafraum suchte, der das Spielgerät jedoch nicht unter Kontrolle brachte. Folglich ging es mit einer knappen und verdienten 1:0-Führung des VfB in die Kabinen.

Osorio traf den Pfosten, Valdez und Gomez ins Tor

Aus diesen kamen beide Teams mit je einer personellen Veränderung zurück auf den Platz. Beim VfB ersetzte Cacau im Angriff Ciprian Marica und bei den Dortmundern wirkte fortan Kevin-Prince Boateng für Florian Kringe mit. Nachdem die Westfalen eine erste Halbchance gegen eine noch unsortierte VfB-Defensive ungenutzt ließen, setzte das Babbel-Team zum Gegenangriff an. Zunächst hatte Cacau in halblinker Position freie Bahn, doch der Brasilianer wurde noch gestoppt. Der Ball kam aber über Elson zu Ricardo Osorio, der mit einem satten Rechtsschuss nur den linken Pfosten des BVB-Kastens traf. Nach einer Ecke wurde der VfB in Minute 52 dann aber im eigenen Stadion ausgekontert. Mehrfach wurde es versäumt, den Dortmunder Gegenangriff entscheidend zu unterbinden, so dass letztlich Tinga im Strafraum gänzlich frei stand und Tamas Hajnal bedienen konnte, dessen Vorarbeit Nelson Valdez aus Nahdistanz am chancenlosen Jens Lehmann vorbei zum 1:1 verwertete. Markus Babbel reagierte nach 57 Minuten auf den Ausgleich mit dem zweiten Wechsel und brachte Jan Simak für Elson. Einen Patzer von Neven Subotic, der ein Zuspiel von Ricardo Osorio aus dem Halbfeld passieren ließ, korrigierte der aufmerksame Roman Weidenfeller hernach in höchster Not gegen Mario Gomez. In Unterzahl - Georg Niedermeier knickte im Zweikampf um und musste kurz danach gegen Khalid Boulahrouz ausgewechselt werden - ging der VfB nach etwas mehr als einer Stunde dann aber erneut in Führung. Eine herrliche Kombination über mehrere Stationen endete mit einem Zuspiel von Roberto Hilbert auf Mario Gomez, der per Direktschuss und via Lattenunterkante zum 2:1 vollendete. Gut 20 Minuten vor dem Ende tauschte schließlich auch BVB-Coach Jürgen Klopp zum zweiten Mal aus. Für Mohamed Zidan kam Alexander Frei in die Partie. In dieser Phase des Spiels machte der VfB den Gegner durch Fehler im Passspiel und Nachlässigkeiten im Zweikampfverhalten immer wieder stark und versäumte es noch dazu, die sich bietenden Kontermöglichkeiten konsequent zu nutzen. So machte Mario Gomez eine Viertelstunde vor Schluss nach Pass von Thomas Hitzlsperger einen Schlenker zu viel und ließ damit eine gute Gelegenheit auf das dritte Tor ungenutzt. Zwölf Minuten vor dem Ende folgte schließlich der letzte Wechsel der Partie. Christopher Kullmann nahm bei den Gästen den Platz von Nelson Valdez ein. Die nächste Halbchance hatte derweil Tinga, dessen Schuss Jens Lehmann jedoch entschärfen konnte. Wesentlich gefährlicher war danach ein Vorstoß von Kevin-Prince Boateng über die rechte Seite in den Strafraum, den Serdar Tasci und Jens Lehmann gemeinsam in höchster Not noch unterbinden konnten. Die VfB-Konter in der Schlussphase blieben derweil wenig strukturiert und mündeten nahezu ausschließlich in Fehlpässen. In der Nachspielzeit hatte Jens Lehmann dann bei einem Ausflug und einem Foul außerhalb des Strafraumes Glück, nicht seine fünfte gelbe Karte kassiert zu haben. Letztlich konnte aber auch diese umstrittene Szene nichts mehr daran ändern, dass der VfB das knappe Ergebnis vollends ins Ziel rettete. Der VfB fuhr gegen Dortmund am Ende einen hart erkämpften, aber auch verdienten Sieg ein. Nach der frühen Führung hatte der BVB im ersten Durchgang zwar auch seine Chancen, war vor dem Tor jedoch nicht entschlossen genug. Nach der Pause sollte sich dies durch das 1:1 durch Valdez ändern, doch Mario Gomez wusste relativ schnell eine Antwort. Dass bis zum Schluss gezittert werden wusste, lag zum einen an den schlechten Kontern der Babbel-Elf in der Schlussphase der Partie und zum anderen am Pech bei zwei Aluminiumtreffern.

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Freitag, 06.03.2009:

Bastürk vor dem Aus - endlich!

Es ist das gewohnte Bild beim VfB-Training: Während die Mannschaft Spielzüge einstudiert und Torschüsse übt, dreht einer einsam seine Runden um die Plätze. Yildiray Bastürk. Der verhinderte Spielmacher fällt mit einer Wadenzerrung weiterhin aus. Bastürk und der VfB – trotz Vertrag bis 2010 stehen die Zeichen auf Trennung.

 


Dienstag, 03.03.2009:

 

Ein beklemmendes Spiel -
Der KSC unterliegt dem VfB im Derby 0:2, der Mob siegt

Karlsruhe - Knapp 90 Minuten war das baden-württembergische Derby auf dem Spielfeld schon beendet, der VfB Stuttgart hatte 2:0 beim Karlsruher SC gewonnen, aber der Bus der Stuttgarter stand noch immer hinter der Tribüne des Wildparkstadions. Auf einem Bildschirm im Presseraum waren Szenen zu sehen, die an Bilder aus Bürgerkriegsgebieten erinnerten. Leuchtraketen, abgeschossen von Menschen, die als KSC-Fans bezeichnet werden, flogen gegen Busse von Stuttgarter Anhängern. Einige Geschosse landeten unter friedlich nach Hause gehenden KSC-Fans, berichtete ein Polizeisprecher später. Mehr als eine Stunde brauchte die Polizei, die in fünf Hundertschaften angerückt war, um die Situation zu beruhigen.

Während der Wartezeit gingen VfB-Manager Horst Heldt und Teamchef Markus Babbel erst mal eine Zigarette rauchen. "In meiner aktiven Zeit in Köln wurde unser Mannschaftsbus sogar mal von den eigenen Fans beworfen. Das ist auch nicht schön", erzählte Heldt. Die zur Auflockerung gedachte Bemerkung blieb ohne Wirkung. Zum Lachen ist das alles schon lange nicht mehr. Was sich vor, während und nach diesem Fußballspiel abgespielt hat, ist in seiner Eskalation kaum noch zu steigern. Muss erst jemand zu Tode kommen, damit Vernunft in den Kurven einkehrt? Wer Leuchtraketen in Menschenmengen abfeuert, nimmt in Kauf, dass Menschen schwer verletzt werden.

Schon bei der Ankunft von tausend Stuttgartern am Durlacher Bahnhof warfen Gewaltbereite aus dem VfB-Mob Flaschen und andere Gegenstände auf Polizisten. Das Spiel wurde dann mit einer Viertelstunde Verspätung angepfiffen, weil 250 KSC-Sympathisanten den Stuttgarter Mannschaftsbus blockierten. Der Bus wurde mit Gegenständen beworfen und musste von der Polizei umgeleitet werden. Es ist beklemmend, welch tiefer Hass bei diesen Derbys zwischen Badenern und Schwaben immer wieder hochkocht. Mehr als 150 Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. So lautet die Nachricht nach einem Fußballspiel, das der VfB nach schwachem Beginn am Ende durch Tore von Elson (50.) und Khedira (88.) verdient gewann. Der VfB darf wieder vom internationalen Geschäft träumen. Dabei geriet angesichts der Umstände zur Nebensache, dass Babbel sechs neue Spieler im Vergleich zum Uefa-Cup-Aus am Donnerstag gegen St. Petersburg brachte. Auch Kapitän Thomas Hitzlsperger saß zunächst auf der Bank. "Einige fehlte bei einigen Spielern zuletzt die Frische. Der Konkurrenzkampf wird nun härter, wir haben keine Mittwochsspiele mehr", erklärte Babbel zufrieden.

In Karlsruhe hingegen macht sich allmählich Verzweiflung breit. "Wenn wir uns nicht schleunigst steigern, werden wir die erste Liga nicht halten", resümierte KSC-Trainer Edmund Becker ratlos. Auch Manager Rolf Dohmen nahm erstmals das Wort Abstieg in den Mund. Nur 18 erzielte Tore in 22 Spielen bei 15 Niederlagen geben keinen Anlass zur Hoffnung. Zumal sich auch die vier Zugänge des Winters bisher als Flops erwiesen haben. Warum der KSC Marco Engelhardt zurückholte, bleibt angesichts von dessen Leistungen ein Rätsel, Giovanni Federico passt sich im Chancenvergeben den berüchtigten Angreifern Kapllani und Kennedy an, Abwehrmann Drpic hat zwar eine vom Boulevard mit offenen Armen empfangene Ehefrau, aber noch keine Fitness und Stürmer Mahir Saglik muss Erstliganiveau erst nachweisen. Wie die vorne harmlose und hinten anfällige Mannschaft die Wende noch schaffen könnte, weiß niemand. "Vielleicht sollten wir uns Cottbus zum Vorbild nehmen, die kämpfen sich plötzlich hinten raus", empfahl Christian Eichner, der Kapitän des Tabellen-17. Cottbus ist 16.

Gestern wurde der KSC wegen der Vorfälle beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt zu einer Strafe von 15 000 Euro verdonnert. Der Schutz der Unparteiischen und des Gegners sei nicht gewährleistet gewesen, hieß es in der Begründung des DFB-Sportgerichts. Neue Post vom DFB ist Manager Dohmen nach diesem Sonntag gewiss. Wenigstens eines verspricht er: "Am Trainer wird bei uns nicht gerüttelt."

Bilanz: 22 Festnahmen, 281 Randalierer kamen in Gewahrsam, 10 Beamte erlitten ein Knalltrauma und der VFB-Bus ist beschädigt.


Montag, 02.03.2009:

Stuttgart gewinnt Derby

Der Karlsruher SC hat auch das Prestige-Duell gegen den VfB Stuttgart verloren und taumelt weiter in Richtung 2. Bundesliga. Die Badener unterlagen den Schwaben am Sonntag im Derby mit 0:2 (0:0) und befinden sich damit auch nach dem 22. Spieltag auf einem Abstiegsplatz der Bundesliga. Stuttgart wahrte drei Tage nach dem Aus im UEFA-Pokal die Chance auf die erneute Qualifikation zu einem europäischen Wettbewerb. Der Brasilianer Elson brachte den VfB in der 50. Minute in Führung. Sami Khedira sorgte in der 88. Minute für die Entscheidung.

Anpfiff mit 15-minütiger Verspätung

Das 44. badisch-schwäbische Derby musste mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen werden. KSC-Anhänger hatten die Zufahrt für den Stuttgarter Mannschaftsbus zum Stadion blockiert, sodass der VfB erst eine knappe Stunde vor offiziellem Spielbeginn im Wildparkstadion eintraf. Auf dem Platz ging es zunächst weniger turbulent zu. Der KSC war zwar zunächst die bessere Mannschaft, konnte daraus wie so oft in dieser Saison aber kein Kapital schlagen. Stuttgart tat sich sehr schwer. Auch Nationalstürmer Mario Gomez, der sich in der vergangenen Saison hitzige Duelle mit Karlsruhes diesmal verletztem Kapitän Maik Franz geliefert hatte, konnte sich unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw kaum in Szene setzen.

Stuttgart mit zwei Aluminiumtreffern

Nach einer halben Stunde wurde der VfB besser. Ciprian Marica setze einen Distanzschuss an den Pfosten (34.). Fünf Minuten später traf Martin Lanig aus kurzer Distanz die Latte. Glück hatte Stuttgarts Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann. Zunächst vertändelte der 39-Jährige den Ball, doch KSC-Stürmer Mahir Saglik konnte den Patzer nicht ausnutzen (4.). Kurz vor der Pause wäre Lehmann bei einem Freistoß des früheren Stuttgarters Antonio da Silva machtlos gewesen, aber der Ball strich knapp am Tor vorbei. Beim VfB hatte der in der Liga weiter ungeschlagene Teamchef Markus Babbel nach dem 1:2 gegen Zenit St. Petersburg reagiert und seine Mannschaft gleich auf sechs Positionen verändert. Kapitän Thomas Hitzelsperger und Robert Hilbert saßen zu Beginn nur auf der Bank. Dafür feierte Timo Gebhart nach seinem Treffer am vergangenen Donnerstag ebenso sein Debüt in der Liga wie Winter-Neuzugang Georg Niedermeier, der den gelb-gesperrten Khalid Boulahrouz vertrat. Nach dem Seitenwechsel wurde Karlsruhe kalt erwischt. Die Vorarbeit von Marica verwertete Elson aus kurzer Distanz zur 1: 0-Führung. Danach fanden die Karlsruher kaum Mittel, den VfB in Bedrängnis zu bringen.

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Mittwoch, 25.02.2009:

   

er rollt wieder ... machen wir sie platt

 

nieder mit dem KSC Pack

Es ist wieder so weit. Endlich. Diesmal darf es keine Gnade geben. Schiessen wir die Penner in die 2.Liga. Auf gehts.


Montag, 23.02.2009:

Abwehrfehler verhinderten den Sieg

Nach dem UEFA-Cup-Spiel unter der Woche in St. Petersburg auf schwer bespielbarem Platz gönnte VfB-Teamchef Markus Babbel beim Bundesliga-Heimspiel gegen Aufsteiger 1899 Hoffenheim drei zuletzt in der Startelf gestandenen Akteuren eine Pause. Ludovic Magnin, Martin Lanig und Ciprian Marica wurden positionsgetreu durch Arthur Boka, Jan Simak und Cacau ersetzt, die ihrerseits in Russland auf der Bank gesessen hatten.
In der ausverkauften Mercedes-Benz Arena dauerte es knapp neun Minuten bis zur ersten nennenswerten Möglichkeit. Cacau setzte sich in halblinker Position durch und zog aus 16 Metern ab, fand aber in Hoffenheims Keeper Daniel Haas seinen Meister. Eine knappe Viertelstunde war gespielt, als Thomas Hitzlsperger einen Freistoß aus zentraler Position in den Strafraum hob und den gänzlich allein stehenden Mario Gomez fand, der allerdings nicht mit letzter Konsequenz zum Kopfball ging, da Schiedsrichter Michael Kempter das Spiel bereits zuvor unterbrochen hatte. Warum ein Pfiff des Unparteiischen ertönte, war jedoch nicht auszumachen, eine Abseitsposition von Gomez hatte in jedem Fall nicht vorgelegen. Spielfluss wollte auch danach nur selten aufkommen, meist bekämpften sich beide Teams zwischen den beiden Strafräumen. Erst nach mehr als 20 Minuten bediente dann Cacau im Strafraum von der Grundlinie Jan Simak, dessen Schuss aus halblinker Position jedoch rechts langen Pfosten des Gäste-Tores vorbei strich. Wie aus dem Nichts gingen die Gäste dann aber nach 24 Minuten in Führung. Andreas Beck spielte Demba Ba im Strafraum an, der sich gegen Khalid Boulahrouz behauptete und mit einen Schuss ins linke obere Eck zum 0:1 traf. Jens Lehmann hatte die Fingerspitzen zwar noch am Ball, konnte den Einschlag in seinem Kasten jedoch nicht mehr verhindern. Doch die VfB-Antwort kam prompt. Mario Gomez schickte Cacau über die linke Seite in den Strafraum und der Brasilianer vollendete mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:1. Nach einer halben Stunde holte dann Sejad Salihovic Arthur Boka derart rüde von den Beinen, dass er mit der gelben Karte gut bedient war. Denn für den kleinen Ivorer ging es danach nicht mehr weiter, er musste durch Ludovic Magnin ersetzt werden. Der Schweizer hatte noch keinen Ballkontakt und durfte sofort jubeln. Denn nach einer Ecke bekamen die Hoffenheimer den Ball nicht aus der Gefahrenzone, weshalb Serdar Tasci ungehindert von der rechten Seite flanken konnte und den Kopf von Mario Gomez fand, der aus Nahdistanz mühelos zum 2:1 einnickte. Der VfB dominierte das Geschehen in den folgenden Minuten, ehe wie schon in St. Petersburg ein individueller Fehler praktisch mit dem Pausenpfiff wieder ein Gegentor einbrachte. In der Vorwärtsbewegung verlor Ludovic Magnin den Ball an Isaac Vorsah, der direkt auf Demba Ba passte. Der Senegalese hatte gegen die aufgerückte VfB-Defensive freie Bahn und versenkte die Kugel alleine vor Jens Lehmann zum 2:2-Halbzeitstand.

Gomez und Ba trafen auch nach der Pause

Ohne weitere personelle Veränderungen ging es auf beiden Seiten zunächst in den zweiten 45 Minuten weiter. Wieder brauchte die Partie einige Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Nachdem die Gäste zunächst eine gute Konterchance nach einem Ballverlust des VfB im Mittelfeld ausgelassen hatten, bot sich Mario Gomez im Gegenzug eine Großchance zur neuerlichen Führung. In halbrechter Strafraumposition versetzte der Nationalspieler Andreas Ibertsberger und schob die Kugel anschließend knapp am langen Pfosten vorbei. Nach 63 Minuten zeigte der VfB-Torjäger dann aber erneut seine Qualitäten. Der starke Ricardo Osorio hob den Ball aus dem rechten Halbfeld punktgenau in den Strafraum auf Gomez, der in aller Ruhe und mit herausragender Technik die Kugel hinweg über 1899-Keeper Daniel Haas genau ins lange Eck hob, wo auch Andreas Beck den dritten Einschlag im Gäste-Tor nicht mehr verhindern konnte. Die Antwort des Aufsteigers gab Tobias Weis mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze, der jedoch letztlich klar über das VfB-Tor flog. Der mögliche Ausgleich, der Weis noch nicht gelang, glückte wenig später dann aber Demba Ba. Nach einem langen Ball und einem Stellungsfehler in der VfB-Defensive hatte der Senegalese wieder freie Bahn und markierte seinen dritten Treffer zum neuerlichen Ausgleich. Unmittelbar danach wechselte Hoffenheim gleich doppelt aus. Für Luiz Gustavo und Tobias Weis kamen Boubacar Sanogo und Marco Terrazzino ins Spiel. Und beim VfB ersetzte wenig später Martin Lanig im linken Mittelfeld Jan Simak. Nach einigen Minuten ohne Höhepunkte wurde erneut getauscht. Bei den Gästen kam für den dreifachen Torschützen Demba Ba Selim Teber ins Spiel. Das Team von Markus Babbel musste in der Schlussphase der Partie dem hohen Tempo und den Belastungen unter der Woche auf internationalem Parkett Tribut zollen und konnte nicht mehr denselben Druck aufbauen, wie über weite Strecken der Partie. Auch deshalb setzte Babbel mit dem dritten Wechsel - Ciprian Marica kam für Cacau - nochmals einen Akzent und wechselte einen frischen Stürmer für die letzten Minuten ein. In der Schlussminute brachte sich dann noch Khalid Boulahrouz um einen Einsatz am kommenden Sonntag beim Derby in Karlsruhe, als er für ein Foul an Marco Terrazzino seine fünfte gelbe Karte in der laufenden Saison sah und deshalb am nächsten Wochenende zum Zuschauen verdammt sein wird. Doch damit war der Höhepunkt der Partie noch nicht erreicht. Denn in der Nachspielzeit fiel Carlos Eduardo nach einem leichten Halten von Ludovic Magnin an der Grundlinie zu Boden und Schiedsrichter Michael Kempter zeigte auf den ominösen Punkt. Doch Sejad Salihovic drosch die Kugel in den Abendhimmel, weshalb es beim 3:3 bleiben sollte. Der VfB war gegen den Aufsteiger 70 Minuten lang das aktivere Team, brachte sich durch individuelle Fehler in der Defensive aber immer wieder um den Lohn der Arbeit. Schon beim 0:1 durch Ba war die Hintermannschaft der Babbel-Elf nur Begleiter, anstatt beherzt einzugreifen. Nach den zwei schnellen Toren durch Cacau und Gomez schien der VfB auf dem richtigen Weg, ehe Sekunden vor der Pause ein neuerlicher Patzer zum 2:2 führte. In den zweiten 45 Minuten ging es dann genauso weiter. Den zweiten Treffer von Gomez zum 3:2 konterte Ba nach einem weiteren Aussetzer in der VfB-Defensive zum 3:3-Endstand.

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Montag, 16.02.2009:

Ein Punkt an der Leine

Eigentlich hätte VfB-Teamchef Markus Babbel nach dem überzeugenden 4:2-Sieg in Düsseldorf gegen Bayer 04 Leverkusen am vergangenen Spieltag keinen Grund zu Veränderungen in seiner Startelf gehabt. Allerdings fielen Matthieu Delpierre (Bänderanriss im Sprunggelenk) und Sami Khedira (Oberschenkelprellung) für das Gastspiel in Hannover aus und auch Ricardo Osorio gehörte nach seiner späten Rückkehr vom WM-Qualifikationsspiel Mexikos in den USA nicht zum Kader. Für dieses Trio spielten Christian Träsch, Khalid Boulahrouz und Roberto Hilbert von Beginn an.
Nach etwas mehr als sechs Minuten Leerlauf ging der VfB wie schon in der Vorwoche gleich mit der ersten Chance des Spiels in Führung. Im Mittelfeld fühlte sich niemand für Thomas Hitzlsperger zuständig, der in aller Ruhe in die Tiefe auf Mario Gomez passen konnte. Aus halblinker Position verwandelte der Nationalstürmer mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck zum 0:1. Nur zwei Minuten später hätte Gomez um ein Haar nachgelegt, als er eine Flanke von Ludovic Magnin aus Nahdistanz auf das Tor der 96er drückte, wo jedoch Robert Enke noch klären konnte. Die erste Möglichkeit der Hausherren resultierte aus einem Distanzschuss von Christian Schulz, den Jens Lehmann sicher parierte. Im Anschluss an die erste Ecke bot sich hernach dem aufgerückten Frank Fahrenhorst die Gelegenheit abzuschließen, sein Versuch strich aber rechts am VfB-Tor vorbei. Die Standards der Hausherren blieben auch danach gefährlich, denn zunächst musste Jens Lehmann einen auf den ersten Pfosten gezogenen Ball von Arnold Bruggink in höchster Not klären und wenig später rettete Jan Simak gegen Michael Tarnat auf der Torlinie. Gerade als Hannover stärker aufkam, versetzte der VfB mit dem zweiten Treffer den Bemühungen der Niedersachsen einen weiteren Nackenschlag. Wieder stimmte im zentralen Abwehrbereich der 96er die Zuordnung nicht. Roberto Hilbert konnte deshalb nahezu ungehindert in Richtung Tor stürmen und an der Strafraumgrenze auf Martin Lanig passen, der mit einem präzisen Linksschuss zum 0:2 vollendete. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde tauchten die Gastgeber dann mal wieder gefährlich vor dem VfB-Tor auf. Christian Schulz köpfte eine Flanke von Hanno Balitsch aus dem rechten Halbfeld jedoch freistehend knapp über den Querbalken. Eben jener Schulz spielte fortan in der Innenverteidigung weiter, da Hannovers Trainer Dieter Hecking bereits nach 34 Minuten vom Auftritt des Schweizers Mario Eggimann genug hatte und ihn durch Jan Rosenthal ersetzte. Trotz neuer Position war es vier Minuten vor der Halbzeit erneut Schulz, der den nächsten Akzent setzte. Sein Distanzschuss strich jedoch über das VfB-Tor. Das Gefährlichste blieben derweil die Ecken der Hannoveraner und nach zwei weiteren, noch erfolglosen Hereingaben, sollte schließlich kurz vor der Pause doch noch das Anschlusstor fallen. Die Hereingabe von Jacek Krzynowek von der rechten Seite verlängerte Martin Lanig im Zentrum unglücklich per Kopf und der freistehende Jiri Stajner hatte aus Nahdistanz wenig Mühe, zum 1:2 zu vollenden. Doch damit nicht genug. Denn es sollte noch dicker für das Team von Markus Babbel kommen. Denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte besorgte Jacek Krzynowek per Freistoß aus halbrechter Position sogar noch den 2:2-Ausgleich.

Turbulente Schlussphase

Die 22 Akteure, die den ersten Durchgang beendet hatten, starteten derweil auch in Halbzeit zwei. Beide Teams taten sich nach Wiederbeginn zunächst schwer, zu klaren Torchancen zu gelangen. Hannover lief bei seinen Bemühungen häufig ins Abseits und auf Seiten des VfB fehlten Mario Gomez und Ciprian Marica bei aussichtsreichen Möglichkeiten Durchsetzungsvermögen und Esprit. Die Partie plätscherte folglich ohne größere Höhepunkte und geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten lange vor sich hin. So waren Auswechslungen auf beiden Seiten der nächste Höhepunkt einer nunmehr schwachen Bundesligapartie. Bei Hannover ersetzte Mikael Forssell im Angriff Mike Hanke und beim VfB kam Elson für Roberto Hilbert zum Zug. Und nur Sekunden danach wurde dann auch mal wieder Fußball gespielt. Jan Rosenthal zog von der Strafraumgrenze ab und Jens Lehmann lenkte den Ball gerade noch zur Ecke, in deren Folge Christian Schulz am langen Pfosten zum Kopfball kam, den Elson in höchster Not abblocken konnte. Nach einer weiteren Ecke bot sich dem Babbel-Team eine große Konterchance, als vier VfB-Spieler gegen eine entblößte Hintermannschaft der 96er anrannten, den Schnellangriff aber nicht präzise genug vollendeten. Jacek Krzynowek versuchte es im Gegenzug mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, der letztlich klar links am Tor von Jens Lehmann vorbei ging. Danach war wieder der VfB am Zug. Ciprian Marica setzte sich am rechten Flügel durch und passte auf Martin Lanig, der am Fünfmeterraum aber nicht zum Abschluss kam und nur Sekunden später konnte Mario Gomez eine Hereingabe von Lanig in aussichtsreicher Position nicht gewinnbringend verwerten. Zehn Minuten vor Schluss feierte dann Cacau nach ausgestandener Nierenkolik sein Comeback. Er ersetzte Ciprian Marica im Sturm. Sekunden danach wurde es hektisch und kurzzeitig unübersichtlich. Jan Simak hob einen Freistoß vom linken Strafraumeck in den Sechzehner. Robert Enke konnte den Ball nicht festhalten, weshalb Mario Gomez nachsetzte und Khalid Boulahrouz damit das vermeintlich dritte VfB-Tor auflegte, doch das Schiedsrichtergespann gab den Treffer nicht, da es eine Abseitsstellung von Gomez ausgemacht hatte, die zumindest sehr fraglich erschien. Statt 2:3 hieß es fünf Minuten vor Schluss dann aber 3:2. Denn ein Stellungsfehler ermöglichte es Mikael Forssell alleine vor Jens Lehmann die 96er in Führung zu bringen. Kurz danach kam Bastian Schulz bei Hannover für Arnold Bruggink ins Spiel und der VfB zum Ausgleich. Denn Thomas Hitzlsperger zog aus 22 Metern ab und besorgte so das 3:3. Bei diesem Remis blieb es dann auch, nicht zuletzt weil der nicht immer souveräne Schiedsrichter Manuel Gräfe gänzlich auf eine Nachspielzeit verzichtete. 

Fazit:

Der VfB begann in Hannover gegen einen verunsicherten Gastgeber stark und schoss sich schnell eine verdiente 2:0-Führung heraus. Hannover war lediglich bei Standards gefährlich und genau diese ruhenden Bälle brachten 96 kurz vor der Pause gegen eine in der Konzentration nachlassende VfB-Elf wieder zurück in die Partie. Zwei Treffer unmittelbar vor der Pause sorgten für den 2:2-Halbzeitstand. In Durchgang zwei passierte lange nichts, erst in der Schlussphase versuchten beide Teams nochmals alles, um drei Zähler zu holen. Weitere Treffer auf beiden Seiten führten letztlich zum wohl verdienten Remis.

Stimmen zum Spiel 


Montag, 09.02.2009:

   

die Elf des 19. Spieltags

 

das Tor des 19. Spieltags


Montag, 02.02.2009:

VfB-Fans feierten in der Carl Benz Arena

Nach dem sehr müden Kick gegen Gladbach, war die anschliessende Feier ein guter Ausklang. Die Mannschaft hatte beim Spiel am Nachmittag mit dem 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach die passende Vorlage gegeben, um am Abend ein rundum gelungenes Fest zu feiern. Denn direkt nach der Partie gegen den Tabellenletzten stieg in der Carl Benz Arena das Winterfest der offiziellen VfB-Fanclubs. Im Dezember des Vorjahres konnte die traditionelle Weihnachtsfeier wegen eines gut gefüllten Terminplanes nicht wie gewohnt durchgeführt werden, weshalb die beiden VfB-Fanbeauftragten Peter Reichert und Ralph Klenk eben mit etwas Verspätung zu dem Event für die offiziellen Fanclubs des VfB einluden.

VfB-Spieler beim Bierzapfen - Jochen, Franky und Bernd im Plausch mit Jens
                                                                         

1.400 Fans versammelten sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Gladbach in der Carl Benz Arena und verfolgten zunächst auf der Großleinwand die anderen Begegnungen des Spieltages in der Zusammenfassung. Gegen 18.30 Uhr traf dann auch die VfB-Mannschaft, angeführt von Teamchef Markus Babbel und seinem Trainerstab sowie Mannschaftskapitän Thomas Hitzlsperger, in der Halle im Carl Benz Center ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch vfbtv-Mann Holger Laser richtete der VfB-Teamchef einige Worte an die anwesenden Fans. Anschließend standen einige der Spieler für Interviews zur Verfügung.


Donnerstag, 29.01.2009:

Der VfB rätselt über die Gründe für die 1:5-Blamage

Stuttgart - Nach dem 1:5 im Pokal gegen den FC Bayern ist die Aufbruchstimmung beim VfB Stuttgart jäh verflogen. Unverhohlen übt Jens Lehmann Kritik am Trainerteam: "Man muss sich fragen, was in der Vorbereitung falsch gelaufen ist", sagt der Torhüter. Uli Hoeneß platzte fast vor Stolz, als er am späten Dienstagabend aus der Umkleidekabine kam. "Total begeistert" war der Bayern-Manager vom 5:1-Sieg seiner Elf im Pokalachtelfinale beim VfB Stuttgart. Von "einer Demonstration der Stärke" sprach er, gar von "einem Klassenunterschied". Dann jedoch verfinsterte sich seine Miene, denn die Sprache kam auf den von Franck Ribéry beim Stand von 2:0 vergebenen Elfmeter. "Das sollte sich der Franck ganz schnell abgewöhnen", sagte Hoeneß, "denn das war Cirque du Soleil und hat im Fußball nichts zu suchen." Jens Lehmann war der Mann, der sich von dem Franzosen nicht hatte täuschen lassen. Der VfB-Torhüter war einfach stehen geblieben und fing den Ball, den Ribéry keck in die Mitte des Tores gelupft hatte. Lehmanns Freude jedoch hielt sich in Grenzen. Der Torwart dürfte es als Demütigung empfunden haben, dass es Ribéry überhaupt mit einem solchen Bauerntrick versucht hatte; und als Demütigung wird er auch das ganze Spiel in Erinnerung behalten, in dem er fünf Tore hinnehmen musste und von den Bayern-Fans mit Sprechchören ("Schießbude Lehmann") verhöhnt wurde. Für den VfB war es das größte Heimdebakel seit 1996; und für den Torhüter der mit Abstand schwärzeste Abend, seit er wieder in Deutschland spielt.

Lehmann hatte üble Laune

Entsprechend düster war hinterher die Laune des 39-Jährigen. "Man muss sich fragen, was in der Vorbereitung falsch gelaufen ist", zischte Lehmann und setzte zu einer Fundamentalkritik am Trainerteam und seinen Mitspielern an. Den Mannschaftskollegen warf er unverhohlen mangelnde Professionalität vor: "Die Winterpause ist nicht dazu da, sich auf die faule Haut zu legen. Und sie ist schon gar nicht dazu da, um zurückzukommen, Verletzungen mit sich herumzuschleppen oder mal wieder krank zu werden. Ein Profi sollte schauen, dass er nicht krank wird."

Mit anderen Worten: die vielen Erkältungen, die sich durch die gesamte Vorbereitung gezogen und in den Tagen vor dem Bayern-Spiel auch Thomas Hitzlsperger und Matthieu Delpierre außer Gefecht gesetzt hatten, sind kein Pech - sondern schlicht die Folge eigener Nachlässigkeit.

Zumindest indirekt griff Lehmann auch Markus Babbel an. Noch vor sechs Wochen, beim 2:2 in der Bundesliga, sei der VfB auf Augenhöhe mit dem Rekordmeister gewesen. "Diesmal gab es einen Klassenunterschied, denn die Bayern waren spritzig - und wir waren es nicht. Irgendetwas muss bei uns in der Vorbereitung also anders gelaufen sein."

Babbel spielt Lehmanns Kritik öffentlich herunter

Angesichts dieser Worte standen dem früheren Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld im Fernsehstudio die Haare zu Berge. Er empfahl Lehmann "lieber über seine eigene Leistung zu reden und nicht über die Vorbereitung". Und für den Trainerneuling Babbel hielt Hitzfeld den Ratschlag parat, "intensiv" mit dem Torhüter zu sprechen "und eventuell auch Konsequenzen zu ziehen".

Mag sein, dass sich Babbel den Rebellen intern vorknöpft - öffentlich jedoch spielte er Lehmanns Kritik herunter. "Jens war hochgradig angespannt, er wurde von den Bayern-Fans verhöhnt. So ein Spiel ist für ihn schwer zu verarbeiten", sagte der Teamchef - und widersprach gleichzeitig vehement dem Vorwurf, in der Winterpause falsch gearbeitet zu haben. "Wir im Trainerteam wissen ganz genau, was wir tun. Wir haben in der Vorbereitung viel Härte, aber auch viel Feingefühl an den Tag gelegt. Klar ist, dass wir überhaupt kein Fitnessproblem haben."

Wo dann das Problem liegt, das kann Babbel auch am Tag danach nicht erklären. Es ist nicht die Niederlage an sich, die Rätsel aufgibt, sondern ihr Zustandekommen. Wie das Pokalduell eines Bundesligisten gegen verängstigte Amateure, so mutete das Spiel gegen die Bayern an, das Babbel "mit blankem Entsetzen" auf der Trainerbank verfolgte. Der Grund für die Blamage war nicht Babbels so verwegene wie missratene Maßnahme, Yildiray Bastürk als hängende Spitze aufzubieten. Der Grund war, "dass wir als Mannschaft komplett versagt haben" wie Mario Gomez konstatierte, an dem Manchester City Interesse haben soll.

Aufbruchstimmung ist wie fortgespült

Null Gegenwehr bot die VfB-Elf, in der von Beginn an das Chaos, die Mutlosigkeit, das Unvermögen regierten. "Dabei war die Stimmung vorher so zuversichtlich", sagt Babbel. Dann jedoch kam diese Niederlage wie ein Wolkenbruch aus heiterem Himmel über den VfB und hat vor dem ersten Bundesligaspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach all die schöne Aufbruchstimmung fortgespült.

Eine dreiviertel Stunde lang hat Babbel seinen Spieler am Mittwoch vor dem Training ins Gewissen geredet. "Die Mannschaft muss kapieren, dass es nur über harte Arbeit, Disziplin und Leidenschaft geht", sagt Babbel. Wieder einmal ist also die Einstellung das Problem, an dem schon mancher VfB-Trainer verzweifelt ist. Markus Babbel, für den es die erste Niederlage war, dürfte spätestens an diesem Dienstagabend gemerkt haben, dass noch eine Menge Arbeit auf ihn wartet.
 


Donnerstag, 18.12.2008:

 

17. Spieltag, Mann des Tages

Horst Heldt freut sich diebisch. Der VfB-Manager hat im Sommer den Vertrag mit Sami Khedira (21) bis 2011 verlängert.

"Er spielt eine große Rolle in unseren Planungen", sagt Heldt. "Neckar oder Tor", das hatte sich Khedira bei seinem spektakulären 2:2-Ausgleich, einem Volleyschuss, gedacht. Es wurde Tor, wie schon beim 1:0, das er per Flugkopfball erzielt hatte. Sein Repertoire ist riesig, das weiß Bundestrainer Löw, der auf der Tribüne saß.

Die Bayern haben es nun schmerzlich erfahren. Typen, die ihnen wehtun, holen sie besonders gerne. Heldt kann gelassen bleiben, weil er im Sommer fleißig war.

Franck Ribéry vom FC Bayern München und Mladen Petric vom Hamburger SV, zwei nachweislich großartige Fußballer, hatten das Nachsehen. Deutlich wurden sie von VfB-Mittelfeldspieler Sami Khedira distanziert. Denn bei der vom kicker, von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) und vom Deutschen Sportfernsehen (DSF) durchgeführten Wahl zum Fußballer des Monats räumte Sami Khedira ab und wurde mit 62,63% der Stimmen klar die Nummer eins im Dezember. Franck Ribéry erhielt als Zweiter 22,66% der Stimmen, für Mladen Petric voteten 14,71%. Khedira trat damit in die Fußstapfen von Mario Gomez, der im März dieses Jahres als letzter VfB-Spieler die Auszeichnung erhalten hatte.


Dienstag, 16.12.2008:

 

Lehmann: Der Poker beginnt

Knapp fünf Monate nach seiner Ankunft hat sich Jens Lehmann (39) beim VFB Stuttgart unentbehrlich gemacht. Als Torwart der Extraklasse, als Farbtupfer seiner Mannschaft – und als Publikumsliebling.

Bester Beweis: Nach dem höchst turbulenten 2:2 gegen die Bayern ging Lehmann in die Cannstatter Kurve und feierte genussvoll mit den treuesten VfB-Anhängern.„Das Spiel hat Spaß gemacht“, strahlte er. „Die Zuschauer haben Action und Spannung gesehen...“Ganz lässig grinste Lehmann, als er gefragt wurde, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim VfB verlängern wolle: „Wieso? Ich habe ja gar kein Angebot...“

Kein Angebot? BILD hakte nach beim VfB.

Manager Horst Heldt (39): „Wir haben einen ganz konkreten Zeitplan, der vorsieht, dass wir uns im Trainingslager Anfang Januar mit Jens zusammensetzen.“ Dann ginge erst einmal grundsätzlich darum, ob Lehmann überhaupt noch ein Jahr spielen will. Und erst danach könne man sich konkret über einen Vertrag unterhalten.„Wir haben ja schon auf der Mitgliederversammlung sehr klar gesagt, dass wir gerne mit Jens verlängern wollen“, sagt Heldt. „Er ist sehr engagiert bei der Sache, er bringt sich in die Mannschaft ein. Wir sind sehr zufrieden mit ihm.“ Fragt sich nur, ob Lehmann – falls er überhaupt weitermachen will – beim VfB verlängert oder noch einmal wechselt. Bleibt er oder geht er? Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ wollte er sich zuletzt nicht auf Stuttgart als einzige Alternative festlegen.

Heldt grinst: „Das war wohl schon die erste Runde im Vertragspoker...“  


Donnerstag, 11.12.2008:

Gomez läuft

Bei widrigen Wetterbedingungen war der VfB auch am heutigen Mittwoch mit der Vorbereitung auf den Südschlager am Samstag gegen den FC Bayern München in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena beschäftigt. Bei der Trainingseinheit am Morgen fehlten Teamchef Markus Babbel und Trainer Rainer Widmayer lediglich drei Akteure. Ludovic Magnin ist aufgrund seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel weiter außen vor.

Osorio schmerzt der Oberschenkel

Einen Schritt weiter ist Mario Gomez, dem dieselbe Verletzung in der Wade zu schaffen macht. Der Nationalstürmer absolvierte auch heute wieder ein leichtes Lauftraining mit VfB-Physiotherapeut Gerhard Wörn und ließ sich anschließend intensiv behandeln. Ricardo Osorio macht indes eine Verhärtung im Oberschenkel zu schaffen, weshalb der Mexikaner heute nicht im Mannschaftstraining war. Sowohl Gomez als auch Osorio hoffen jedoch weiter auf ein Mitwirken gegen die Bayern am Samstagnachmittag.


Mittwoch, 10.12 2008:  

Nach dem Olic-Deal kauft Bayern Gomez nicht mehr

HSV-Kroate Ivica Olic (29) soll im Sommer kommen. Dafür darf Lukas Podolski (23) gehen. Und Mario Gomez (23) schaut in die Röhre. Bayern will den Stuttgart-Star nicht mehr!

Karl-Heinz Rummenigge gestern zu BILD: „Die Tür für Mario Gomez ist wesentlich geringer offen, als sie es ohne Frage im letzten Sommer gewesen wäre. Mario ist ein guter Spieler. Aber wir können nicht immer nur kaufen, kaufen, kaufen.“ Gomez (Vertrag bis 2012) ist selbst Bayern zu teuer!

Rummenigge: „Wir wissen ja, wie die Lage im Fall Gomez aussieht. Das ist schon dramatisches Geld, das da verlangt wird. Und wir werden allein schon aus finanzieller Sicht gewisse Dinge nicht machen.“ Olic‘ Vertrag beim HSV läuft dagegen aus.

Rummenigge: „Er ist ablösefrei, vom Gehalt her absolut im normalen Bereich. Ein Spieler wie Gomez ist eine andere Preiskategorie.“ Was sagt Stuttgart?

Manager Horst Heldt: „Ob bei Bayern die Tür offen oder zu ist, interessiert mich überhaupt nicht. Mario Gomez geht sowieso nicht zum FCB, wer glaubt so was? Wir sind sehr froh, wenn er bleibt.“


Dienstag, 09.12 2008: 

Live im SWR Fernsehen

Mit dem finalen Gruppenspiel im UEFA-Cup am Donnerstag, 18. Dezember, um 20.45 Uhr gegen Standard Lüttich beschließt der VfB das Fußballjahr 2008. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel will mit einem Erfolg gegen die Belgier den Sprung in die Zwischenrunde vollends perfekt machen. Alle VfB-Fans, die nicht die Möglichkeit haben, hautnah in der Mercedes-Benz Arena dabei zu sein, können das Duell gegen den Spitzenreiter der Gruppe C im Fernsehen verfolgen. Denn der SWR überträgt die Partie zwischen dem VfB und Standard Lüttich live im dritten Programm. Ab 20.15 Uhr meldet sich Moderator Michael Antwerpes aus dem Stuttgarter Stadion, kommentiert wird der letzte VfB-Auftritt des Jahres anschließend von Jens Jörg Rieck.


Montag, 08.12 2008:

Babbel bleibt Chef

Ein Lehrling auf der Überholspur. 2. Bundesliga-Spiel, 2. Sieg, 5:0 Tore! Im Rekordtempo bringt Markus Babbel (36) den VfB Stuttgart zurück auf Erfolgskurs.

Das souveräne 3:0 in Cottbus. Ein weiterer Beleg für die Aufbruchsstimmung, die der neue Teamchef erzeugt hat. etzt wird er für sein engagiertes Auftreten belohnt...

BILD weiß: Babbel bleibt der Chef! Er bekommt einen Vertrag bis Saisonende mit Option auf eine längerfristige Zusammenarbeit.

VfB-Manager Horst Heldt (38) bestätigt: „Der Vertrag, den Markus als Assistenztrainer bei uns hatte, wird modifiziert in einen Teamchef-Vertrag bis 30. Juni.“

Damit ist klar: In der Winterpause kommt kein neuer Cheftrainer, Babbel darf in Ruhe weitermachen. Vielleicht sogar auf Dauer.

Wenn da nur nicht das Thema Trainer-Lizenz wäre...

Laut Liga-Statuten darf Babbel ohne abgeschlossene Ausbildung in der nächsten Saison nicht mehr als Cheftrainer beim VfB arbeiten. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer (41) nannte die Stuttgarter Teamchef-Lösung im BILD-Interview einen „Bluff“. Und was sagt Babbel? „Das Thema interessiert mich jetzt überhaupt nicht. Ich freue mich, dass der VfB so großes Vertrauen in mich setzt. Aber das Wichtigste ist, dass die Mannschaft ihren Aufwärtstrend fortsetzt und wir dahin kommen, wo wir hingehören.“

 Der Härtetest: Am Samstag kommt Klinsi mit seinen "scheiss" Bayern nach Stuttgart.


 

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