Startseite
Über uns
Mitglieder
VfB Steckbrief
Bundesliga
2.Bundesliga
Meilensteine
Meisterlied
DFB Pokal
UEFA Europa League
2012/2013
2010/2011
2008/2009
Aktuelles
Genua - VfB
Sevilla - VfB
Videos
Champions League
Pressespiegel Archiv
Höhepunkte
Maskottchen
Gästebuch
Forum
Links
Kontakt
Unsere Partner
Sonstiges
Disclaimer
Sitemap

 

Freitag, 27.02.2009:

Aus der Traum für den VfB

Im Rückspiel der UEFA-Cup-Zwischenrunde gegen Zenit St. Petersburg veränderte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Startelf im Vergleich zum zurückliegenden 3:3 in der Bundesliga gegen Hoffenheim auf lediglich einer Position. Für den verletzten Arthur Boka (Innenbandteilabriss im Knie) rückte Christian Träsch auf die Linksverteidigerposition, da auch Ludovic Magnin gesundheitsbedingt nicht mitwirken konnte.
Beide Teams begannen engagiert, bis zur ersten Möglichkeit sollte es aber dennoch fast 13 Minuten dauern. Mario Gomez passte aus zentraler Position in den Lauf von Cacau, der an der Strafraumgrenze klar von Roman Shirokov festgehalten wurde, was Schiedsrichter William Collum jedoch nicht ahndete und den VfB damit um eine gute Chance brachte. Im Gegenzug versuchte es dann Konstantin Zyryanov aus gut 20 Metern und fand seinen Meister im aufmerksamen Jens Lehmann, der die Kugel zur Ecke lenkte. Wenig später klärte Lehmann einen langen Ball außerhalb des Strafraumes per Kopf und war auch beim anschließenden Versuch von Szabolcs Huszti auf der Hut, der hernach versuchte, den VfB-Schlussmann mit einem Heber zu überraschen. 20 Minuten waren gespielt, als Roberto Hilbert am rechten Flügel durchstartete und Sami Khedira im Zentrum suchte, der jedoch nicht mehr ganz an die Kugel kam, da der aufmerksame Aleksandr Anyukov in höchster Not noch sein Bein an das Spielgerät brachte und somit einen Abschluss des VfB-Mittelfeldspielers verhindern konnte. Ein solcher gelang wenig später Mario Gomez aus der Distanz, allerdings strich sein Versuch knapp über den Querbalken des Zenit-Kastens. Auf der der anderen Seite prüfte Danny mit einem Schuss aus 20 Metern Jens Lehmann, der mit einer Faustabwehr den schnellen Gegenzug des VfB einleitete, an dessen Ende Mario Gomez in halbrechter Position den Abschluss suchte. Sein Schuss wurde noch abgefälscht und anschließend nur unzureichend von Aleksandr Anyukov geklärt, allerdings konnte kein VfB-Akteur aus dieser Nachlässigkeit der Gäste Kapital schlagen. Nachdem Danny gegen Ricardo Osorio an der Strafraumgrenze einen Freistoß schinden wollte und für seine Schwalbe zurecht die gelbe Karte sah, traf Cacau im Gegenzug aus 16 Metern mit einem satten Schuss nur den linken Pfosten des Gäste-Tores. Die bis dato beste Chance für die Russen gab es dann nach gut 36 Minuten zu sehen. Danny setzte am rechten Flügel Aleksandr Anyukov in Szene, dessen flache Hereingabe im Zentrum Pavel Pogrebnyak zum Glück des VfB nicht richtig traf, weshalb die Hintermannschaft des Babbel-Teams letztlich noch klären konnte. Doch die Antwort des VfB kam prompt. Roberto Hilbert bediente Mario Gomez im Strafraum, der sich um seinen Gegenspieler drehte und von der Grundlinie scharf in die Mitte auf Cacau spielte. Der Brasilianer war jedoch zu überrascht und konnte die Kugel nicht mehr gewinnbringend auf das Gehäuse bringen. Statt einer möglichen VfB-Führung gab es aber nach 42 Minuten den ersten Treffer von St. Petersburg zu sehen. Danny stürmte auf der linken Seite bis zur Grundlinie und hob den Ball ins Zentrum, wo sich niemand für den heranstürmenden Igor Semshov zuständig fühlte, der volley am chancenlosen Jens Lehmann vorbei ins kurze Eck zum 0:1 vollendete. Dies war zugleich der Pausenstand.

Gebharts Ausgleich konterte Fayzulin

Ohne personelle Veränderungen ging es in den zweiten 45 Minuten zunächst bei beiden Teams weiter. Die erste Möglichkeit nach Wiederbeginn bot sich dem Ex-Hannoveraner Szabolcs Huszti, der frei gespielt von Danny, in halblinker Strafraumposition jedoch letztlich weit das Ziel verfehlte. Der VfB antwortete mit viel Engagement und hatte durch Jan Simak eine aussichtsreiche Gelegenheit. Cacau passte im Strafraum zurück auf den Tschechen, dessen Schuss aber noch abgeblockt wurde. Etwas mehr als 56 Minuten waren gespielt, als Mario Gomez mit einem Distanzschuss den nächsten Akzent setzen konnte, allerdings war Zenit-Keeper Vyacheslav Malafeev auf dem Posten und packte sicher zu. Mit einem Doppelwechsel nach exakt einer Stunde reagierte VfB-Teamchef Markus Babbel dann auf die zu geringe Durchschlagskraft seiner Elf in der Offensive. Elson und Winterneuzugang Timo Gebhart, der zu seinem ersten Pflichtspiel im VfB-Trikot kam, ersetzten im Mittelfeld Jan Simak und Roberto Hilbert. Elson mühte sich dann auch gleich redlich und zog vom linken Strafraumeck aus ab. Sein Schuss wurde etwas unerwartet zur Flanke für Cacau, doch der VfB-Stürmer konnte das scharfe Zuspiel nicht mehr präzise auf das Tor der St. Petersburger köpfen. 17 Minuten vor dem Ende tauschten dann auch die Gäste erstmals aus. Für Szabolcs Huszti kam Victor Fayzulin in die Partie. Wenig später setzte dann Markus Babbel alles auf eine Karte und brachte für Sami Khedira mit Ciprian Marica eine dritte Spitze ins Spiel, in dem Elson gut zehn Minuten vor dem Ende um Haaresbreite links am Tor der Russen vorbei schoss. Sein Ball touchierte noch den Außenpfosten. Genauer zielte wenig später Timo Gebhart, der über die rechte Seite in den Strafraum dribbelte, drei Mann austanzte und dann mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich traf. Danach drängte der VfB auf den zweiten Treffer und bot den Russen damit Raum für Gegenstöße. Ein solcher brachte vier Minuten vor dem Ende das alles entscheidende zweite Tor für St. Petersburg ein. Danny stürmte über links in den VfB-Strafraum und hob den Ball an Jens Lehmann vorbei ins Zentrum, wo der eingewechselte Victor Fayzulin unter Bedrängnis zum 1:2 einschieben konnte. Gegen eine in der Nachspielzeit nicht mehr entschlossene VfB-Defensive traf Fayzulin schließlich bei einem weiteren Konter noch den Pfosten, bevor Schiedsrichter William Collum die Partie beendete. Der VfB tat sich fast über die gesamten 90 Minuten gegen eine taktisch gut stehende und spielstarke Mannschaft aus St. Petersburg schwer. Zwar war das Bemühen der Babbel-Elf stets erkennbar, allerdings verstand es das VfB-Team lange nicht, sich klare Möglichkeiten zu erspielen. Erst in der Schlussphase und mit drei Stürmern konnte der notwendige Druck aufgebaut werden, was zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Timo Gebhart führte. Allerdings gaben die Russen durch Fayzulins Treffer eine schnelle Antwort und sicherten sich damit am Ende das Weiterkommen.

Stimmen zum Spiel 


Mittwoch, 25.02.2009:

Babbel fordert mehr Konzentration ein

"Wir hoffen den 1:2-Rückstand noch wettmachen zu können, denn wir spielen zu Hause und können voller Selbstvertrauen in das Spiel gegen den Titelverteidiger gehen", sprach Markus Babbel bei der heutigen Pressekonferenz seiner Mannschaft vor dem UEFA-Cup-Zwischenrundenspiel am Donnerstag gegen Zenit St. Petersburg Mut zu. An seinem Optimismus konnten dann auch die Ausfälle von Matthieu Delpierre (Bänderanriss im Sprunggelenk), Arthur Boka (Innenbandteilabriss im Knie) und Yildiray Bastürk (Wadenzerrung) nichts ändern. "Dazu ist noch Ludovic Magnin fraglich, der eine schwere Erkältung hat", so Babbel, der im Falle eines Ausfalls des Schweizers auf Christian Träsch oder Sebastian Enderle vom VfB II bauen würde, der heute mit dem Profiteam trainierte und sich durch gute Leistungen in der zweiten Mannschaft für einen Einsatz empfehlen konnte. Magnins unglücklicher Auftritt am Samstag nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim habe unterdessen nicht damit zu tun gehabt, dass der Linksfuß gesundheitlich leicht angeschlagen war. "Ich habe Ludo vor dem Spiel gefragt, ob er hundertprozentig einsatzfähig ist. Und er hat gesagt, dass er fit sei. Wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, wäre ich auch sauer gewesen, denn dies wäre der Mannschaft gegenüber nicht fair gewesen. Sein Schnupfen war jedenfalls nicht verantwortlich für seine Leistung", sagte der VfB-Teamchef. Erfreulich für Babbel ist indes die Rückkehr von Timo Gebhart, der die Folgen seines Bänderrisses inzwischen überstanden hat und wieder in vollem Umfang sowie ohne Probleme in den Zweikämpfen trainiert. "Er ist eine Alternative", sagte Markus Babbel, der jedoch im Offensivbereich ohnehin die geringsten Sorgen hat. Gerade ganz vorne würden sich im Moment alle Spieler in guter Verfassung präsentieren. "Ich habe einen Mario Gomez in Topform und dahinter mit Cacau, Ciprian Marica und Julian Schieber drei starke Stürmer", lobte der VfB-Teamchef seine Abteilung Attacke, in der er auch in den kommenden Wochen immer wieder durchwechseln wird, damit die Spieler frisch in die Partien gehen können.

"Wollen den Verein weiter in Europa repräsentieren"

"Wir können mit dem Wissen ins Spiel gehen, dass wir immer in der Lage sind, ein Tor zu machen. Dazu müssen wir mit derselben Einstellung und Mentalität wie gegen Hoffenheim auftreten und die individuellen Fehler abstellen", so Babbel weiter, der volle Konzentration einforderte, um wieder einmal ohne Gegentreffer zu bleiben. Trotz der jüngsten Fehler in der Hintermannschaft ist der VfB-Teamchef weiter von der Qualität der Spieler überzeugt. Dass eine gewisse Unzufriedenheit nach den vermeidbaren Toren geherrscht habe, sei völlig normal. "Ich bin aber dennoch davon überzeugt, dass Serdar Tasci und Khalid Boulahrouz gut zusammen passen. Und wenn sie zu hundert Prozent ihre Aufgaben erfüllen, dann schauen wir auch wieder gut aus", sprach Babbel seinen beiden Innenverteidigern das Vertrauen aus. Wichtig sei im Spiel übermorgen neben der Leistung der Mannschaft auch die Unterstützung der Fans. "Ich appelliere deshalb an alle, trotz der späten Anstoßzeit und der Live-Übertragung im TV ins Stadion zu kommen, denn wir brauchen unsere Anhänger als zwölften Mann", sagte Markus Babbel, der in der Sperre von Zenit-Kapitän Anatoliy Tymoshchuk einen kleinen Vorteil für sein Team ausmachte. Schließlich sei der Ukrainer der Kopf seiner Mannschaft und deshalb trotz guter Alternativen nur schwer zu ersetzen. Dass sich St. Petersburg indes beim Ligakonkurrenten FC Bayern München auf das zweite Spiel gegen den VfB vorbereitet, wollte Babbel als nichts Außergewöhnliches werten. "Das gab es zu meiner Zeit bei den Bayern auch schon. Wenn es den Trainingsbetrieb nicht stört, kann man das sicher machen. Auch weil Tymoshchuk ja im Sommer zu den Bayern wechseln wird. Das ist Fairplay unter den Teams", so der VfB-Teamchef abschließend. Für Sportdirektor Horst Heldt wären ein Ausschalten des Titelverteidigers und der Einzug in die Runde der letzten 16 Teams derweil ein sportlich wichtiger Aspekt. Heldt sagte: "Wir haben ein Jahr hart dafür gearbeitet und wollen den Verein weiter in Europa repräsentieren. Und natürlich würden uns auch die Zusatzeinnahmen gut tun."


Donnerstag, 19.02.2009:

Der VfB Stuttgart darf dank Mario Gomez weiter vom Einzug ins Achtelfinale des UEFA-Pokals träumen

Zwar kassierte die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel bei Titelverteidiger Zenit St. Petersburg eine 1:2 (1:2)-Niederlage, hat sich aber dank des Auswärtstores des Nationalstürmers eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 26. Februar geschaffen. Ein 1: 0-Sieg würde den Schwaben zum Weiterkommen reichen.

Früher Rückstand für Stuttgart

Die Tore zum durchaus verdienten Sieg der Russen erzielten der in der Winterpause vom Bundesliga-Konkurrenten Hannover 96 zu Zenit gewechselte Szabolcs Huszti (2.) und Anatolij Timoschtschuk (45. +3), dessen Wechsel im Sommer zu Bayern München vor der Begegnung endgültig perfekt gemacht worden war. Gomez hatte in der 15. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen. Die Gastgeber erwischten im "Eisschrank" Petrowski-Stadion einen Traumstart. Der ungarische Nationalspieler Huszti war aus kurzer Distanz zur Stelle, nachdem Jens Lehmann im Tor der Schwaben einen Schuss von Igor Semschow nur hatte abklatschen können.

Gomez trifft erneut

Babbels Mannschaft, mit bislang sieben Punkten aus drei Spielen beste Rückrundenelf der Bundesliga, steckte den frühen Rückstand auf dem seifigen "Acker" jedoch schnell weg. Gomez nutzte die erste Chance mit einem Linksschuss aus 16 Metern zum Ausgleich. Der deutsche Nationalstürmer, der 2009 in jedem Pflichtspiel traf, erzielte bereits sein achtes Europapokaltor der laufenden Saison. Sportdirektor Horst Heldt lobte Gomez in der Halbzeit für ein "überragendes Spiel" und bezeichnete den 23-Jährigen als "besten Mann auf dem Platz". In der Folge entwickelte sich bei Temperaturen von minus fünf Grad und Schneefall eine ausgeglichene Begegnung. Da beide Mannschaften auf dem schwer bespielbaren Untergrund zunächst kaum Akzente setzen konnten, fiel die erneute Führung der Gastgeber etwas überraschend in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.

Timoschtschuk fehlt im Rückspiel

Zenit-Kapitän Timoschtschuk, der kurz vor dem Ende seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb kassierte und damit im Rückspiel fehlt, traf mit einem sehenswerten Distanzschuss unhaltbar für Lehmann in den Winkel. "Eigentlich dämlich. Wir haben den Ball in der gegnerischen Hälfte und laufen in einen Konter rein. Da haben wir uns um den Lohn unserer Arbeit gebracht", sagte Heldt und forderte: "Die Mannschaft muss cleverer auftreten, mit Köpfchen spielen." Doch der VfB geriet in der zweiten Halbzeit mächtig unter Druck. Vier Mal hatte allein Pawel Progrebnjak das dritte Tor für St. Petersburg auf dem Fuß, zudem brachte Konstantin Syrianow mit einem Distanzschuss Lehmann in Bedrängnis. Der VfB konnte sich nur selten befreien und hatte einzig durch Ciprian Marica eine Chance. Allerdings sorgte der harmlose Schuss des Rumänen kaum für Gefahr.

Lehmann zeigt starke Leistung

St. Petersburg blieb das spielbestimmende Team und drängte auf den dritten Treffer. Lehmann stand immer häufiger im Mittelpunkt des Geschehens und bewahrte seine Mannschaft mit einigen Paraden vor einem weiteren Gegentreffer. In der 89. Minute tauchte aber erneut Gomez frei vor dem Zenit-Tor auf, scheiterte aber an Schlussmann Wjatscheslaw Malafejew. 

Stimmen zum Spiel


Dienstag, 17.02.2009:

Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen

Sami Khedira wird morgen dabei sein, wenn sich der VfB-Tross auf nach St. Petersburg zum UEFA-Cup-Zwischenrundenspiel am Mittwoch, um 18.15 Uhr im Petrovsky-Stadion machen wird. "Ob er dann auch spielen kann, wird sich zeigen", so Teamchef Markus Babbel bei der heutigen Pressekonferenz zum Duell mit den Russen. Verzichten muss Babbel gegen den Titelverteidiger dagegen weiterhin auf die verletzten Matthieu Delpierre (Bänderanriss), Yildiray Bastürk (Zerrung), Timo Gebhart und Sebastian Rudy (beide Aufbautraining). Nach dem 3:3 am vergangenen Samstag in Hannover hob Markus Babbel das Positive hervor und lobte seine Mannschaft dafür, dass „wir nach dem 3:2 nicht zusammengebrochen sind, sondern eine Reaktion gezeigt haben. Solche Erfahrungen sind für unsere junge Mannschaft wichtig". Trotzdem habe das Spiel klar gezeigt, dass man, egal wie hoch die Führung auch sei, nicht nachlassen dürfe. "Wir können ein Ergebnis nicht einfach nur verwalten. Wir müssen immer agieren und die größtmögliche Ordnung halten, um den Gegner nicht in Tornähe kommen zu lassen", sagte Babbel. Vielleicht habe sein Team nach der schnellen 2:0-Führung geglaubt, dass es so wie in der Vorwoche gegen Leverkusen weitergehen würde. Das Spiel in Hannover habe aber gezeigt, wie schnell man in der Bundesliga bestraft würde, wenn man nicht hundertprozentig dagegenhält.

Europäisches Spitzenteam

"Und dies ist international noch viel extremer", gab Babbel seinen Jungs mit auf den Weg und appellierte, am Mittwoch über die gesamten 90 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen. Den Gegner habe man dreimal bei Testspielen im Trainingslager beobachtet. "Es ist der Titelverteidiger und deshalb sicher keine leichte Aufgabe. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Wenn wir aggressiv und lauffreudig auftreten, dann haben wir auch gegen St. Petersburg die Möglichkeit, weiterzukommen. Dieses Spiel ist eine große Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen. Wir freuen uns darauf, uns mit den besten Mannschaften Europas messen zu können", so Markus Babbel zum Duell mit dem Team von Zenit. Dass die Russen zur europäischen Spitze zählen, ist für den VfB-Teamchef unbestritten. In der UEFA Champions League habe St. Petersburg in einer schweren Gruppe etwas Pech gehabt. Die Mannschaft sei jedoch nach wie vor sehr spielstark. "Es wird schwierig, wenn man ihnen Zeit und Platz zum Spielen lässt, denn die russischen Spieler sind allesamt technisch sehr versiert. Nach vorne sind sie sicher sehr stark. Allerdings sind überall dort, wo es Stärken gibt, auch Schwächen vorhanden", sagte Babbel und baut darauf, dass seine Mannschaft durch schnelles Umschalten die Hintermannschaft der Hausherren vor Probleme stellen wird.

Belohnung für UI-Cup-Runden

"Wir müssen unser wahres Gesicht zeigen und dürfen nicht vor Ehrfurcht erstarren, sondern selbstbewusst und ohne Angst an die Aufgabe herangehen. Dafür haben wir zwei Spiele, aber natürlich wollen wir schon am Mittwoch vorsuchen, das beste Resultat zu erzielen", so der VfB-Teamchef. Dass der Kontrahent noch mitten in der Saisonvorbereitung steckt und mit Andrey Arschavin einen prominenten Abgang zu verzeichnen hatte, wollte Babbel nicht überbewerten. "Natürlich ist er ein Ausnahmestürmer, aber ich hätte es meiner Verteidigung auch zugetraut, ihn zu stoppen. Zenit ist auch ohne ihn ein gutes Team. Wir sind jedoch in einer unglaublich starken Gruppe mit Gegnern wie Sevilla, Lüttich, Genua und Belgrad weitergekommen. Das muss uns zuversichtlich und selbstbewusst für die Spiele gegen St. Petersburg machen", so Markus Babbel abschließend.
Auch VfB-Sportdirektor Horst Heldt zeigte Respekt, aber keine Angst vor den Vergleichen mit dem Titelverteidiger. Heldt sagte: "Zenit ist trotz des Substanzverlustes ein sehr attraktiver Gegner. Wir freuen uns darauf, dass es jetzt im UEFA-Cup im gewohnten Rhythmus mit Hin- und Rückspiel weitergeht. Es war für uns ein langer Weg bis hierhin. Jetzt wollen wir natürlich auch die interessanten Spiele mitnehmen. Unsere Mannschaft hat die Möglichkeit, sich nun für die harte Arbeit im UI-Cup zu belohnen." 


Freitag, 19.12.2008:

Der VfB trifft auf den Titelverteidiger

In Nyon in der Schweiz wurde heute die Zwischenrunde im UEFA-Cup ausgelost. Nachdem der VfB die Gruppenphase mit einem zweiten Platz in der Gruppe C beendet hatte, war klar, dass dem Team von Markus Babbel für die Runde der letzten 32 Mannschaften ein drittplatziertes Team aus der UEFA Champions League und damit ein "Absteiger" der Königsklasse zugelost werden würde. Das Los fiel dabei auf den Titelverteidiger im UEFA-Cup, Zenit St. Petersburg.

In der Königsklasse hinter Juve und Real

Das Team des niederländischen Trainers Dick Advocaat kam hinter Juventus Turin und Real Madrid in der UEFA Champions League Gruppe H mit fünf Punkten aus sechs Partien nur als Dritter ins Ziel und spielt deshalb nun wieder in dem Wettbewerb, den man im vergangenen Frühsommer gewonnen hatte. Gegen die Glasgow Rangers setzte sich Zenit im Finale im City of Manchester Stadium mit 2:0 durch.
Die aktuelle Saison beendete St. Petersburg auf einem enttäuschenden fünften Platz und konnte damit den nationalen Titel des Vorjahres nicht verteidigen. Zu den Stars des Teams zählen der vom FC Bayern umworbene Mittelfeldspieler Anatoliy Tymoshchuk, der Portugiese Danny sowie die Angreifer Pavel Pogrebnyak und Andrey Arshavin, der dem Club allerdings in der Winterpause den Rücken kehren möchte.

Bislang ein direkter Vergleich

Der VfB wird am 18./19. Februar 2009 zunächst in St. Petersburg antreten und eine Woche später (26. Februar 2009) die Russen in der heimischen Mercedes-Benz Arena zum Rückspiel empfangen.
Auf europäischer Ebene begegneten sich beide Teams bereits in der UEFA-Cup-Saison 1989/90. In der zweiten Runde setzte sich der VfB seinerzeit in zwei Partien mit zwei Siegen (1:0/5:0) durch und zog am Ende ins Finale des UEFA-Cups ein. Sollte sich der VfB auch im kommenden Frühjahr gegen St. Petersburg erfolgreich behaupten, so würde das Team von Markus Babbel im Achtelfinale am 12. und 18. März 2009 auf den Sieger der Paarung Lech Posen - Udinese Calcio treffen.

Stimmen zur Auslosung:

VfB-Teamchef Markus Babbel: "St. Petersburg ist der Cupverteidiger. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Sie haben eine Mannschaft mit sehr, sehr viel Qualität und wir gehen als Außenseiter in diese Begegnung. Wir haben aber nichts zu verlieren. Trotz allem ist es unser Ziel, die nächste Runde zu erreichen. Wir haben in den vergangenen Spielen gezeigt, was möglich ist, wenn wir als Team auftreten. Und das müssen wir auch gegen Zenit zeigen."

VfB-Sportdirektor Horst Heldt: "Das ist ein absolutes Hammerlos. Ich bin mir sicher, dass das Stadion voll sein wird und wir wieder richtige Europapokal-Atmosphäre in der Mercedes-Benz Arena haben werden. Zenit ist eine der Topmannschaften in Europa und ich freue mich sehr auf diese beiden Spiele."

VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger: "Jetzt gehe ich erst mal in den Urlaub und werde dieses Los verdauen. Jeder kann sich noch gut daran erinnern, wie Zenit letzte Saison gegen Bayern brilliert hat. Schwerer konnte es für uns nicht kommen. Wir wollen gegen Topmannschaften spielen, jetzt haben wir eine bekommen. Es wird sehr, sehr schwer, aber in zwei Spielen ist alles möglich."


Donnerstag, 18.12.2008:

Spiel des Jahres soll krönender Abschluss werden

Für Trainer Markus Babbel ist es das Spiel des Jahres, der VfB Stuttgart richtet die volle Konzentration auf die letzte und entscheidende Begegnung der UEFA-Pokal-Gruppenphase gegen den belgischen Meister Standard Lüttich (Do., ab 20:30 Uhr im Live-Ticker).

"Lüttich bringt alles mit, was ein Spitzenteam ausmacht. Das ist dasselbe Kaliber wie zuletzt. Für die Fans war das Spiel des Jahres am Samstag, für uns ist es am Donnerstag", sagte Teamchef Babbel wenige Tage nach dem 2:2 gegen den deutschen Rekordchampion Bayern München und kurz vor dem "Finale" 2008.

Ein Sieg reicht sicher
Die Partie auf internationalem Parkett soll der krönende Abschluss eines turbulenten und zum Ende wieder erfolgreichen Jahres werden. Mit einem Sieg ist der Meister von 2007 sicher in der K.o.-Runde, bei einem Unentschieden darf im Parallelspiel Sampdoria Genua nicht gegen den FC Sevilla gewinnen.

"Es zählt vor allem das Prestige"
"Wir wollen im UEFA-Cup überwintern. Es sind sehr attraktive Mannschaften im Wettbewerb und es kommen nun noch weitere aus der Champions League hinzu", sagte VfB-Manager Horst Heldt und fügte hinzu: "Die wirtschaftliche Seite ist natürlich ein Faktor, aber es zählt vor allem das sportliche Prestige."

Tabellenführer Lüttich ist nach drei Siegen in drei Spielen der Gruppe C bereits für die Zwischenrunde qualifiziert, dahinter rangeln Sevilla (Platz 2/6 Punkte), Stuttgart (3/4) und Genua (4/4) um die zwei verbliebenen Ränge zum Überwintern im UEFA-Pokal.

"80 Prozent werden nicht reichen"
Die Vorbereitung auf das von Babbel ausgerufene Spiel des Jahres gegen einen "unheimlich schwierigen Gegner von internationalem Niveau" läuft auf Hochtouren.

"Wenn wir so auftreten wie zuletzt, haben wir sicher die Chance zu gewinnen", schwört der 36 Jahre alte Babbel seine Mannschaft auf Lüttich ein, das in der belgischen Liga derzeit den 2. Platz belegt: "Das wird eine schwere Kiste. 70 bis 80 Prozent werden uns nicht reichen. Wir müssen alles abrufen."

Gomez von Beginn an
Der Europameister von 1996 kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen, einzig Ludovic Magnin fällt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel sicher aus. "Er steht uns in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung, aber ich hoffe, dass er im Urlaub Gas gibt und dann in der Vorbereitung wieder richtig dabei ist", so Babbel über den Schweizer Linksverteidiger. Ein Fragezeichen steht noch hinter Innenverteidiger Matthieu Delpierre (Schlag auf die Wade).

Besser sieht es dagegen bei Ricardo Osorio aus, mit dem Babbel trotz muskulärer Probleme genauso plant wie mit dem zuletzt in der Liga gelb-gesperrten Arthur Boka. "Er hat bis zu seiner Sperre gut gespielt, wobei ich auch mit Christian Träsch zufrieden war", ließ der Trainer noch offen, wer links in der Abwehrkette auflaufen wird.

Dasselbe gilt für den zweiten Platz im Angriff neben dem gesetzten Mario Gomez, der wieder zu einhundert Prozent fit sei. Sowohl Ciprian Marica bis zu seiner Auswechslung, als auch Cacau haben Babbel gegen die Münchner überzeugt, "weshalb es eine Bauchentscheidung werden wird".

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Stuttgart: Lehmann - Osorio, Tasci, Delpierre (Boulahrouz), Boka - Khedira - Hitzlsperger, Hilbert - Simak - Gomez, Cacau (Marica)

Lüttich: Aragon - Camozzato, Sarr, Onyewu, Nicaise - Dalmat, Defour, Witsel, Jovanovic - De Camargo, Mbokani

Schiedsrichter: Peter Rasmussen (Dänemark)


Dienstag, 09.Dezember 2008: 

Live im SWR Fernsehen

Mit dem finalen Gruppenspiel im UEFA-Cup am Donnerstag, 18. Dezember, um 20.45 Uhr gegen Standard Lüttich beschließt der VfB das Fußballjahr 2008. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel will mit einem Erfolg gegen die Belgier den Sprung in die Zwischenrunde vollends perfekt machen. Alle VfB-Fans, die nicht die Möglichkeit haben, hautnah in der Mercedes-Benz Arena dabei zu sein, können das Duell gegen den Spitzenreiter der Gruppe C im Fernsehen verfolgen. Denn der SWR überträgt die Partie zwischen dem VfB und Standard Lüttich live im dritten Programm. Ab 20.15 Uhr meldet sich Moderator Michael Antwerpes aus dem Stuttgarter Stadion, kommentiert wird der letzte VfB-Auftritt des Jahres anschließend von Jens Jörg Rieck.


 

Old Warriors 2003  |  webmaster@old-warriors.de