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25.02.2011:

Stuttgart und Ziegler gehen gegen Benfica K.O.

Stuttgart verliert das Rückspiel gegen Lissabon und muss seine Ambitionen in Europa begraben. Zudem verletzt sich Keeper Ziegler schwer. Aus auf Europas Bühne und auch noch eine Hiobsbotschaft für den Kampf ums nackte Überleben in der Bundesliga: Der VfB Stuttgart hat seine sportliche Talfahrt fortgesetzt und ist am Donnerstagabend durch ein 0:2 (0:1) im Zwischenrunden-Rückspiel gegen den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon in der Europa League gescheitert. Neben dem verpassten Einzug in das Achtelfinale musste VfB-Trainer Bruno Labbadia für den anstehenden Kampf gegen den Abstieg einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Die neue Nummer eins Marc Ziegler wurde nach einem bösen Zusammenprall mit Nicolas Gaitan in der 52. Minute mit Verdacht auf eine schwere Gehirnerschütterung ins Krankenhaus eingeliefert. Damit ist sein Einsatz für das wichtige Punktspiel beim in diesem Jahr noch torlosen Konkurrenten Eintracht Frankfurt am Sonntag äußerst fraglich.

Erster Sieg für Benfica auf deutschem Boden

Eine Woche nach dem unglücklichen 1:2 in Lissabon musste Stuttgart die Gegentore von Eduardo Salvio (30.) und Oscar Cardozo (78.) hinnehmen. Im 19. Spiel auf deutschem Boden war es der erste Sieg für Benfica. Tief in der Nachspielzeit sah Zdravko Kuzmanovic für ein Frustfoul an Carlos Martins dann noch die Rote Karte (90.+7).

Bobic: "Das Tor hat gefehlt".

"Das ist nicht gut, wenn einer weg ist. Das deutet auf eine Gehirnerschütterung hin. Wir müssen aber auf die Diagnose des Arztes warten", sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic angesichts der Verletzung von Ziegler, der zunächst bewusstlos war. "In dieser Partie hat das Tor gefehlt. Da kann man so ein Spiel auch mal drehen. Jetzt fahren wir nach Frankfurt. Und eines ist klar: da wollen wir gewinnen", ergänzte Bobic. Bis zu seiner Auswechslung zeigte Ziegler, der vor der Partie Sven Ulreich als Stammkeeper abgelöst hatte, eine starke Leistung, verlieh dem Spiel des VfB jedoch nicht die nötige Stabilität. Das Team von Trainer Labbadia wirkte vor allem in der Defensive über die gesamte Spieldistanz unsicher und fand in der Offensive gegen die spielstarken Portugiesen keine zündenden Ideen, um zum Torerfolg zu kommen. Den Schwaben unterliefen in einer erschreckenden Häufigkeit leichte Abspielfehler, und in den Zweikämpfen fehlte die nötige Bissigkeit. Im Bundesliga-Abstiegskampf muss sich der VfB nun erheblich steigern.

Ziegler mit guten Paraden

Vor 25.800 Zuschauern stand Ziegler bereits in der siebten Minute im Mittelpunkt, als er einen Schuss von Gaitan mit einer sehenswerten Parade über die Querlatte lenkte. Nach einer Viertelstunde erwachte auch der VfB und kam durch den Japaner Shinji Okazaki zur ersten Torgelegenheit. Benfica-Keeper Roberto war aber genau wie zwei Minuten später bei einer Volleyabnahme von Sven Schipplock zur Stelle. Im Anschluss rettete Ziegler den Gastgebern mit seiner zweiten starken Reaktion das 0:0. In einer Eins-zu-Eins-Situation gegen den portugiesischen WM-Teilnehmer Fabio Coentrao parierte Stuttgarts Torhüter glänzend (18.). Nach schönem Pass von Nationalspieler Christian Träsch verpasste Martin Harnik mit einem Schuss aus spitzem Winkel die Führung für den VfB nur knapp (22.). Doch nach 30 Minuten erzielte Lissabons Salvio mit einem trockenen Flachschuss aus 19 Metern die verdiente 1:0-Führung, Ziegler hatte keine Abwehrchance. "Wir haben gut angefangen, aber dann ein Tor bekommen. Danach konnten wir, wie so oft in dieser Saison, nicht mehr umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten", ärgerte sich Martin Harnik. Im zweiten Durchgang zeigte der VfB-Keeper erneut seine Klasse und parierte gegen Franco Jara (48.). Doch nur eine Minute später war die Partie für Ziegler beendet, er wurde durch Ulreich ersetzt. Nach 60 Minuten hätte Benfica durch Luisao das 2:0 erzielen können, die Direktabnahme des Benfica Kapitäns landete aber knapp im Toraus. Ulreich hielt daraufhin mit einer Glanztat gegen Oscar Cardozo den Ein-Tore-Rückstand fest (71.).

In der Schlussphase verpasste Okazaki mit einem Schuss neben den Pfosten (72.) und mit einem Kopfball den Ausgleich (79.). Cardozo machte dann zehn Minuten vor Spielende mit einem herrlichen direkt verwandelten Freistoßtreffer alles klar. "Ich denke, es hat ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia: "Die Mannschaft wollte weiter kommen, das hat sie auch gezeigt. Aber jetzt können wir uns auf den Abstiegskampf konzentrieren."

Stimmen zum Spiel 


24.02.2011:

Nachlegen und Weiterkommen

Am Tag nach dem 2:4 in Leverkusen war dem VfB-Cheftrainer die Enttäuschung über den Spielverlauf noch deutlich anzumerken. "Wir sind sehr traurig nach Hause gefahren. Das Ergebnis ist extrem bitter, vor allem wenn man bedenkt, wie wir nach zwei Rückschlägen zurückgekommen sind und dass wir nach dem 2:2 dem dritten Tor viel näher waren als Leverkusen. Nach dem Ausgleich und vor dem Eckball zum 3:2 hatte Bayer keine einzige Torchance, wir hatten dafür gleich vier bis sechs gute Möglichkeiten. Wir haben vieles richtig gemacht, aber auch zu viele einfache Gegentore bekommen", sagte Bruno Labbadia. "Unsere Defensive hat kaum etwas zugelassen, aber die wenigen Chancen, die Leverkusen bekam, haben sie ausgenutzt. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Wenn wir Tore kassieren, dann liegt das an der gesamten Mannschaft. Wir machen nach wie vor zu viele individuelle Fehler. Vor allem in den Eins-gegenEins-Situationen müssen wir noch klarer zu Werke gehen", so der VfB-Cheftrainer weiter.

"Der Glaube an diese Mannschaft ist sehr groß"

Viel Zeit, über die Partie in der BayArena nachzudenken, bleibt nicht, schließlich steht am Donnerstag bereits das Rückspiel im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League gegen Benfica Lissabon an. Das Ziel nach dem guten Auftritt in Lissabon am vergangenen Donnerstag ist klar: "Das Hinspiel hat uns gut getan. Wir haben Benfica 60 bis 70 Minuten lang dominiert und in Leverkusen über 90 Minuten an diese Leistung angeknöpft. Jetzt wollen wir im eigenen Stadion gegen Lissabon nachlegen und weiterkommen. Darauf konzentrieren wir uns. Natürlich ist die Bundesliga im Moment für uns wichtiger, aber die Mannschaft hat lange dafür gearbeitet, so weit in der Europa League zu kommen. Der Fokus liegt jetzt auf dem Spiel gegen Benfica, danach konzentrieren wir uns auf das Spiel in Frankfurt", sagte Bruno Labbadia, der seinen Spieler den Rücken stärkt: "Der Glaube an diese Mannschaft ist sehr groß, gerade nach den letzten beiden Spielen. Wir dürfen die Zuversicht nicht verlieren, ohne aber dabei etwas schön zu reden. Wir sprechen unsere Fehler klar an und arbeiten diese auf."

Gearbeitet wurde am Montagvormittag auf dem Trainingsgelände des VfB. Während die Spieler aus der ersten Elf regenerativ trainierten, absolvierten die Ersatzspieler ein intensives Programm. Pavel Pogrebnyak drehte unterdessen einige Runden um den Trainingsplatz. Ein Einsatz am Donnerstag kommt für den russischen Nationalspieler nach dessen Rippenbruch in der vergangenen Woche aber voraussichtlich noch zu früh. "Wir werden sehen, wie er trainieren kann, aber er hat noch Schmerzen und spürt die Verletzung natürlich noch. Er wird in dieser Woche bereits wieder mit Ball trainieren, dann müssen wir abwarten, wann er wieder zur Verfügung steht", so Bruno Labbadia. Georg Niedermeier brach die Einheit am Vormittag ab. Der Verteidiger erhielt nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen einen Pferdekuss, wollte es aber unbedingt probieren. "Auch daran sieht man, wie die Spieler alles dafür geben, dass wir unten rauskommen. Gegen Leverkusen hat Tamas Hajnal mit einem Kapselriss und Timo Gebhart mit einem Bänderriss im Sprunggelenk gespielt. Das spricht für die Einstellung der Mannschaft", meinte Bruno Labbadia.

Schiedsrichter: Das Rückspiel im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League zwischen dem VfB Stuttgart und Benfica Lissabon wird vom englischen Referee Mike Dean geleitet. Der 42-jährige Unparteiische hat in dieser Saison bereits drei Partien in der Europa League gepfiffen. Seine Assistenten an den Seitenlinien kommen ebenfalls aus England und heißen Michael Mullarkey und David Richardson. Der vierte Offizielle, Lee Probert, ist auch ein Landsmann des Schiedsrichters. Elkhan Mamadov aus Aserbaidschan wird am Donnerstagabend als UEFA-Delegierter im Einsatz sein.

Statistik und Facts:

Unter Matthias Sammer traf der VfB in der Gruppenphase des UEFA-Pokals 2004/05 auf Giovanni Trapattonis Benfica Lissabon und setzte sich in Deutschland mit 3:0 durch.

Neben den Spielen gegen Benfica bekam es der VfB nur einmal mit einer portugiesischen Mannschaft zu tun, als im UEFA-Pokal 1973/74 im Viertelfinale Vitoria mit einem Gesamtergebnis von 3:2 besiegt wurde. Im Halbfinale kam dann gegen Feyenoord Rotterdam das Aus.

Der VfB hat seit sieben Heimspielen nicht mehr verloren (vier Siege und drei Remis), seit es in der vergangenen Saison in der Gruppenphase der UEFA Champions League ein 1:3 gegen Sevilla FC gab. In der Gruppenphase der UEFA Europa League gab es drei Siege in drei Spielen.

Benficas 35 Spiele gegen deutsche Mannschaften endeten mit neun Siegen, zwölf Unentschieden und 14 Niederlagen (0Siege, 6Uunentschieden, 12Niederlagen in Deutschland). Die Portugiesen warten damit auch nach 18 Spielen weiter auf den ersten Sieg in Deutschland, auch wenn es zuletzt in vier Spielen drei Remis gab.

Benficas Siegtor gegen Stuttgart letzte Woche war das 550. Tor des Klubs im Europapokal; in Stuttgart bestreiten sie ihr 329. Spiel. Benficas nächste Niederlage ist die 100. im Europapokal.

Benfica war zu Hause seit neun Spielen (8 Siege, 1 Remis, 0 Niederlagen) ungeschlagen, ehe man 2010 gegen den FC Schalke 04 im letzten Gruppenspiel der UEFA Champions League verlor. Es ist dies nun also das dritte Europapokalspiel in Folge gegen eine deutsche Mannschaft.

Benfica hat seine letzten vier Auswärtsspiele im Europapokal mit mindestens zwei Toren Abstand verloren und hat in dieser Saison in fremden Stadien noch kein Tor erzielt. Darunter ist auch eine 0:2-Niederlage beim FC Schalke 04 in der UEFA Champions League.

VfB-Verteidiger Arthur Boka, der verletzt ausfällt, hat in der Gruppenphase der UEFA Europa League fünf Tore vorbereitet, damit führt er gleichauf mit Roman Eremenko vom FC Dynamo Kiew diese Wertung an.

VfB-Cheftrainer Bruno Labbadia gewann sein erstes Europapokalspiel mit dem VfB gegen Odense BK mit 5:1. Es war das letzte Gruppenspiel der UEFA Europa League 2010/11. Bruno Labbadia führte den Hamburger SV in der vergangenen Saison ins Halbfinale dieses Wettbewerbs.

Bruno Labbadia persönlich ist in neun Heimspielen seit dem 0:1 des Hamburger SV gegen Randers FC ungeschlagen.

Benficas Trainer Jorge Jesus hat mit CF Os Belenenses und dem SC Braga sowie mit Benfica acht Spiele gegen deutsche Teams bestritten, dabei gab es für ihn zwei Siege, ein Remis und fünf Niederlagen (0 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen in Deutschland). Sein einziges Erfolgserlebnis, abgesehen vom Hinspiel, datiert aus der letzten Saison in der UEFA Europa League, als er mit Benfica Hertha BSC Berlin rauswarf. Einem 1:1 in Berlin stand ein 4:0 in Lissabon gegenüber.

Der Sieger dieses Duell bekommt es im Achtelfinale am 10. und 17. März entweder mit dem FC BATE Borisov oder Paris Saint-Germain FC zu tun, wobei das Hinspiel daheim ausgetragen wird.

TV: Die Partie zwischen dem Bundesligisten und dem amtierenden portugiesischen Meister wird live auf Sky und auf Sat1 übertragen. Moderator Jan Henkel geht bei Sky ab 21.00 Uhr auf Sendung, kommentiert wird das Spiel von Marcus Lindemann. Ab 20.45 Uhr meldet sich Moderator Oliver Welke auf Sat1 zu Wort und gibt zum Anstoß um 21.05 Uhr ab an Kommentator Erich Laaser.


18.02.2011:

VfB Stuttgart verliert trotz Führung in Lissabon

 Bundesligist VfB Stuttgart hat einen möglichen Coup bei Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon leichtfertig verschenkt.

Trotz einer 70-minütigen Führung verloren die abstiegsbedrohten Schwaben im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League beim Tabellenzweiten der portugiesischen Liga mit 1:2 (1:0). Trotzdem hat der VfB aufgrund des Auswärtstreffers im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale aber immer noch eine passable Ausgangsposition für das Rückspiel am 24. Februar. Martin Harnik brachte die durch zahlreiche Verletzungsausfälle gehandicapte Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia vor 45.000 Zuschauern in Führung (21.). Doch Oscar Cardozo (70.) und Franco Jara (81.) drehten den Spieß zugunsten des 32-maligen portugiesischen Meisters, der aus der Champions League abgestiegen war, noch um. Der Stuttgarter Elson hatte mit einem Freistoß an den Pfosten in der 86. Minute zum möglichen 2:2 noch Pech.

Noch mehr Sorgen

"Das ist schade. Ich denke, dass mehr drin gewesen wäre für uns. Wir haben ab der 70. Minute zu tief gestanden und haben in der Vorwärtsbewegung zuviele Bälle verloren", sagte Trainer Labbadia. "In den ersten 70 Minuten haben wir gut Fußball gespielt. Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Aber wir sind in der Europa League, und wir haben ein Auswärtstor geschossen. Daher reicht im Rückspiel ein 1:0."  Weitere Wermutstropfen waren die Verletzungen von Georg Niedermayer, Zdravko Kuzmanovic (beide leichte Gehirnerschütterungen) und Tamas Hajnal (Kapselverletzung im Sprunggelenk), die für das Punktspiel am Sonntag bei Bayer Leverkusen damit fraglich sind.

Shinji Okazaki in der Startformation

VfB-Trainer Labbadia hatte seine Startelf im Vergleich zur 1: 4-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag erneut umstellen müssen. Neuzugang Shinji Okazaki kam nur wenige Stunden nach seiner Freigabe durch den Weltverband FIFA zu seinem Startelf-Debüt im VfB-Trikot. Der 24 Jahre alte japanische Angreifer begann für den verletzten Pawel Pogrebnjak (Rippenbruch) neben Cacau als zweite Spitze. In der Abwehr reagierte Labbadia nach der schwachen Defensivleistung gegen den Club und schenkte Khalid Boulahrouz für Patrick Funk auf der rechten Verteidigerposition sein Vertrauen. Die Änderungen zahlten sich aus, der VfB begann trotz der prekären Lage im Bundesliga-Abstiegskampf selbstbewusst und kombinierte sich mit gefälligen Ballstafetten durch das Mittelfeld. Die erste gefährliche Torraumszene hatte Stuttgart bereits in der dritten Minute: Eine Flanke von Harnik wurde von Portugals WM-Teilnehmer Fabio Coentrao abgefälscht und landete auf der Oberkante der Latte. Lissabons Torhüter Roberto wäre machtlos gewesen. 

Harnik sorgt für die Führung

Startelf-Debütant Shinji Okazaki zeigte sich in der ersten Hälfte äußerst spielfreudig und scheiterte nach einem Sololauf durch Benficas Strafraum aus elf Metern erst an Keeper Roberto (15. ). Zum verdienten Führungstreffer kam der Bundesliga-17. dank Harnik. Nachdem Tamas Hajnal den 23-Jährigen auf der linken Seite wunderbar freigespielt hatte, ließ Harnik mit einem perfekten Heber aus rund 16 Metern Roberto keine Abwehrchance. Von Benfica war in der ersten Spielhälfte nur wenig zu sehen. Die Stuttgarter Defensive arbeitete konzentriert und ließ den seit zehn Spielen ungeschlagenen Gastgebern kaum Räume zur Entfaltung. Erst zum Ende des ersten Durchgangs drängte Lissabon Stuttgart mehr und mehr in die Defensive. Coentrao versuchte es in der 42. Minute mit einer Schwalbe im Strafraum, die von Schiedsrichter Eric Braamhaar (Niederlande) mit der Gelben Karte bestraft wurde. 

Cardozo erzielt den Ausgleich

Im zweiten Durchgang drängte Benfica auf den Ausgleich und es ergaben sich Großchancen im Minutentakt. Doch Coentrao (52.) und Pablo Aimar (60., 61.) scheiterten am zunächst glänzend aufgelegten VfB-Torhüter Sven Ulreich. Erst Oscar Cardozo überwand Ulreich mit einem trockenen Schuss aus zwölf Metern zum 1:1-Ausgleich (70.). Nach Ulreich-Fehler traf dann noch Jara.

Schema: Benfica Lissabon - VfB Stuttgart 2:1 (0:1)

Benfica: Roberto - Pereira, Luisao, Sidnei, Coentrao - Javi Garcia - Salvio (74. Alan Kardec), Gaitan - Aimar (75. Martins) - Jara (87. Menezes), Cardozo. - Trainer: Jesus

Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Delpierre, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic (76. Niedermeier) - Harnik, Hajnal (63. Elson) - Okazaki, Cacau. - Trainer: Labbadia

Schiedsrichter: Eric Braamhaar (Niederlande)

Tore: 0:1 Harnik (21.), 1:1 Cardozo (70.), 2:1 Jara (81.)

Gelbe Karten: Coentrao, Javi Garcia, Pereira - Tasci, Harnik, Delpierre


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18.12.2010:

Man sieht Labbadias Handschrift

5:1 gegen Odense BK gewonnen, dabei ein Tor erzielt: Timo Gebhart war gegen die Dänen wieder einmal einer der besten beim VfB Stuttgart. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die bevorstehenden "Bayern-Kracher" und hat Verständnis für das Verhalten der VfB-Fans beim Spiel gegen Odense.

bundesliga.de: Herr Gebhart, wie lautet Ihr Fazit nach dem glatten Erfolg über Odense BK?

Timo Gebhart: Gerade zu Beginn der Partie hat man gesehen, dass wir derzeit nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Aber wir haben uns in das Spiel hinein gekämpft und am Ende verdient mit 5:1 gewonnen.

bundesliga.de: Sie haben mit Ihren Treffer den Sieg eingeleitet, ein gutes Gefühl?

Gebhart: Ja, natürlich. Das ist natürlich wichtig und gibt mir auch Kraft für die beiden schweren Spiele gegen Bayern München.

bundesliga.de: Welche Rolle spielte beim Sieg gegen Odense Bruno Labbadia?

Gebhart: Man hat seine Handschrift heute schon gesehen. Wir haben einiges umgesetzt, was der neue Trainer von uns verlangt hat: Ballbesitz und dann schnell nach vorne. Wir haben Charakter bewiesen, und das war wichtig für den gesamten Verein. Es liegt dennoch viel Arbeit vor uns. Die ganze Konzentration liegt jetzt auf kommenden Sonntag, wenn dann die Bayern kommen.

bundesliga.de: Was macht Labbadia anders als sein Vorgänger Jens Keller?

Gebhart: Jeder Trainer ist anders, aber Herr Labbadia hat uns deutlich aufgezeigt, was wir bisher falsch gemacht haben und was besser werden muss.

bundesliga.de: Mal ganz ehrlich: Welches der beiden Bayern-Spiele ist wichtiger, dass in der Bundesliga oder das im DFB-Pokal?

Gebhart: Ganz klar das Spiel in der Bundesliga. Das wird sehr emotional und wir brauchen jetzt jeden Punkt, da reicht ein Blick auf die derzeitige Tabelle.

bundesliga.de: Vielleicht noch ein Wort zum Verhalten der VfB-Fans. Heute gab es mal keine Anfeuerung, wie erlebt man das als Spieler?

Gebhart: Das kann man schon verstehen. Wir müssen jetzt die Fans zurückgewinnen, und damit können wir am Sonntag beginnen. Dann werden die Fans auch wieder lautstark dabei sein.

bundesliga.de: Sie haben also Verständnis für den Fan-Protest?

Gebhart: Auf jeden Fall. Wobei in unserer Situation natürlich in jedem Spiel die Unterstützung unserer Fans wichtig ist.
 

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16.12.2010:

Rund ums Spiel

Schiedsrichter: FIFA-Schiedsrichter Terje Hauge wurde von der UEFA für das letzte Spiel der Gruppe H zwischen dem VfB und Odense BK angesetzt. Der Norweger ist seit 1993 FIFA-Referee und wurde 2004 zum besten Unparteiischen seines Landes gewählt.

Der Höhepunkt seiner Karriere war die Leitung des Champions League Finales 2006 zwischen Arsenal London und dem FC Barcelona, bei dem er dem ehemaligen VfB-Keeper Jens Lehmann aufgrund einer Notbremse die rote Karte zeigte. Assistiert wird Terje Hauge am Donnerstag von seinen Landsleuten Stajnar Holvik und Frank Andas. Als vierter Offizieller fungiert Tommy Skjerven, der ebenfalls aus Norwegen kommt. UEFA-Delegierter ist der Schwede Khennet Kallinger.

Statistik: Der VfB steht schon als Sieger der Gruppe H fest, während die Dänen maximal noch Dritter werden können.

Der VfB verlor am 5. Spieltag mit 2:4 bei Young Boys Bern, besitzt durch das 3:0 gegen die Schweizer am 1. Spieltag aber immer noch die bessere direkte Bilanz. Getafe CF steht auch nur aufgrund des direkten Vergleichs vor Odense BK und kann noch überholt werden, sollten die Dänen in Stuttgart ein besseres Ergebnis erreichen als die Spanier zu Hause gegen Young Boys.

Martin Harnik gelang vier Minuten vor Schluss das Siegtor beim 2:1-Sieg in Odense am 2. Spieltag.
OBs Bilanz aus sieben Europapokalspielen gegen deutsche Mannschaften besteht aus einem Sieg, drei Unentschieden und drei Niederlagen. Davon kein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen in Deutschland.
Das einzige bisherige Aufeinandertreffen des VfB mit Mannschaften aus Dänemark in UEFA-Vereinswettbewerben vor dem 2. Spieltag war in einem UEFA-Intertoto-Pokal-Spiel zu Hause gegen Aalborg BK, in dem Jesper Grönkjaer, der 2005/06 für den VfB spielte, das einzige Tor der Gäste bei deren 1:0-Auswärtssieg erzielte.
Die 2:4-Niederlage in Bern am 5. Spieltag beendete die VfB-Serie von acht Europapokalspielen ohne Niederlage in dieser Saison.
OB hat nur eines der letzten fünf Auswärtsspiele im Europapokal gewonnen, als man 1:0 bei Motherwell FC in Schottland siegte. Zwar ist man in der UEFA Europa League bereits ausgeschieden, hat sich aber nicht ohne Kampf aufgegeben: In den letzten sieben Spielen gelang ihnen immer mindestens ein Tor.
OB beendete am 14. September nach drei Jahren die Zusammenarbeit mit Trainer Lars Olsen. Uffe Pedersen wurde als Interimstrainer installiert. Der 56-Jährige saß bereits zwischen 2002 und 2004 bei Odense auf der Bank.

Fans: Rund 350 Fans begleiten Odense BK am Donnerstag nach Stuttgart, um ihr Team in der Mercedes-Benz Arena anzufeuern.


30.11.2010:

Niederlage im Schneegestöber

Bei widrigen Bedingungen verlor der VfB das fünfte Spiel der Gruppe H in der UEFA Europa League bei Young Boys Bern mit 2:4. Dabei drehte der Bundesligist ein 0:1 nach der Pause in ein 2:1, musste dann jedoch innerhalb weniger Minuten drei Tore hinnehmen.
Das Spiel stand vor dem Anpfiff aufgrund starken Schneefalls kurz davor, verschoben zu werden. Doch nachdem die Schweizer Verantwortlichen Räumfahrzeuge auf den Kunstrasen des Stade de Suisse geschickt hatten, entschied Schiedsrichter Alon Yefet, die Partie mit einer halben Stunde Verspätung doch noch anzupfeifen.
Jens Keller schickte im Vergleich zur 2:4-Niederlage in Hamburg acht neue Spieler ins Rennen. Nur Cristian Molinaro, Georg Niedermeier, der die Kapitänsbinde trug, sowie Philipp Degen standen erneut in der Anfangsformation.

Gelbe Karte für Elson beim Comeback 
 

Das erste Ausrufezeichen auf dem glitschigen und kaum zu bespielbaren Untergrund setzte Senad Lulic mit einem Lattenknaller in der dritten Minute. Anschließend war die Begegnung geprägt von Fehlpässen, Rutscheinlagen und Zufallsprodukten. An hochklassigen Fußball war bei diesen Bedingungen nicht zu denken. Dafür sorgten die rund 3.000 mitgereisten VfB-Fans sowie die Anhänger der Young Boys für eine dem Europapokal würdige Atmosphäre. Ein missglückter Rückpass von Niedermeier auf VfB-Keeper Marc Ziegler, der im letzten Moment klären konnte, führte zur nächsten Gelegenheit von YB. Auch nach einer halben Stunde gab es noch keine Torchance für die Mannschaft von Jens Keller zu verzeichnen.
Dafür schnappte sich Marc Ziegler einen der Besen, mit denen bei einer Spielunterbrechung die Linien von den Schneemassen befreit wurden. Kurze Aufregung in der 32. Minute: Elson kam im Sechzehner zu Fall und forderte Elfmeter. Doch anstatt eines Strafstoßes sah der Brasilianer die gelbe Karte. Die Berner kamen in der ersten Hälfte mit den Verhältnissen viel besser zurecht und gingen folgerichtig in der 35. Minute mit 1:0 in Führung. David Degen, der Zwillingsbruder von VfB-Verteidiger Philipp Degen, kam am Strafraum an den Ball, drehte sich und versenkte den Ball aus etwa 18 Metern im langen Eck. Nur Sekunden nach dem Treffer kam Degen auf Ziegler zu, doch diesmal blieb der VfB-Torwart Sieger. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Martin Harnik die erste Gelegenheit für den VfB, doch sein Heber über YB-Keeper Marco Wölfli wurde noch vor der Torlinie von einem gegnerischen Abwehrspieler geklärt. Somit blieb es bei der knappen Führung für Bern.

Erstes Europapokaltor für Sven Schipplock beim zweiten Profieinsatz

Der VfB kam wie verwandelt aus der Kabine und schaffte nur drei Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Philipp Degen flankte von rechts vor den Fünfmeterraum, wo Wölfli und ein Abwehrspieler sich gegenseitig behinderten. Nutznießer war Pavel Pogrebnyak, der zum 1:1 abstaubte. Wenig später bewahrte Ziegler seine Mannschaft nach einem Schuss von Scott Sutter aus der Distanz mit einer Glanzparade vor dem neuerlichen Rückstand. Die Partie war nun offener und etwas besser anzuschauen, da auch der VfB mitspielte und immer wieder Chancen hatte. Nur ein klasse Reflex von Wölfli verhinderte das 2:1 für den Bundesligisten, nachdem Martin Harnik durch den Sechzehner gedribbelt war und abgezogen hatte. In der 68. Minute war dann aber auch der Schweizer Nationaltorwart machtlos. Mauro Camoranesi setzte den erst eine Minute zuvor eingewechselten Sven Schipplock mit einem Traumpass in Szene, und der VfB II Stürmer schob eiskalt zum 2:1 ein - der erste Europapokaltreffer des 22-jährigen Reutlingers bei seinem zweiten Profieinsatz.

Zwei Tore von Emmanuel Mayuka sorgten für die Entscheidung

Die Eidgenossen antworteten mit einem Dreierpack innerhalb weniger Minuten. Scott Sutter zog in der 78. Minute aus kurzer Distanz ab, und Georg Niedermeier fälschte den Schuss unhaltbar für Ziegler zum 2:2 ab. Dann wurde Emmanuel Mayuka auf die Reise geschickt und schob überlegt zum 3:2 (81.) ein. Eine Minute später passte Sutter in die Mitte, wo erneut Mayuka zum 4:2 zur Stelle war. Damit war das Spiel entschieden.

Die Berner sicherten sich durch den Sieg gegen den VfB und das 1:1-Unentschieden im anderen Gruppenspiel zwischen Odense und Getafe das Erreichen des Sechzehntelfinales, für das der VfB bereits vor dieser Partie qualifiziert war.

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Treffpunkt vor dem Abmarsch zum Stadion

 

Bengalo

 

geile Stimmung ...

 

Film der Cannstatter Kurve alias LostBoys

Die Gruppe H nach dem 5. Spieltag:

 


05.11.2010:

Stuttgart stürmt in die nächste Runde

Mit dem vierten Sieg im vierten Gruppenspiel ist der VfB Stuttgart vorzeitig in die K.o.-Runde der Europa League gestürmt und und kann sich nun voll auf die Bundesliga konzentrieren. Torjäger Ciprian Marica (26.), Joker Timo Gebhart (64.) und Martin Harnik (76.) sorgten fur das hochverdiente 3:0 (1:0) des Liga-Drittletzten beim FC Getafe. Getrübt wurde der klare Erfolg in Spanien lediglich durch den Platzverweis fur Marica (79.). "Der Auftritt der Mannschaft hat mir gefallen. Jeder glänzt auf seine Art und Weise, die Mannschaft war taktisch gut eingestellt und hat beherzt gespielt", hatte VfB-Manager Fredi Bobic schon zur Halbzeit des Auftritt des souveränen Tabellenführers in Gruppe H gelobt.

Keller rochiert kräftig durch

Vor dem Spiel hatte Trainer Jens Keller das vorzeitige Weiterkommen als Ziel ausgegeben, um sich bis Weihnachten voll auf die Bundesliga konzentrieren zu können - und seine Mannschaft setzte die Vorgabe trotz einiger überraschender Umstellungen in der Startelf perfekt um. U-21-Nationalspieler Patrick Funk feierte sein Startelf-Debüt bei den Profis, auch Kapitän Matthieu Delpierre kehrte nach überstandenen Knieproblemen ins Team zuruck, wurde allerdings bereits zur Halbzeit wieder ausgewechselt. Dafür saßen mit Blick auf das wichtige Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Werder Bremen die Leistungsträger Cacau, Christian Gentner und Christian Träsch zu Beginn nur auf der Bank.

Marica trifft wie im Hinspiel

Trotzdem wirkte die Mannschaft fünf Tage nach der ersten Niederlage in der kurzen Amtszeit von Jens Keller (0:2 beim VfL Wolfsburg) hochkonzentriert und kontrollierte die Partie gegen die harmlosen Gastgeber über die gesamte Spielzeit souverän. Die ersten gefährlicheren Aktionen hatte in der 14. und 22. Minute Ciprian Marica, beide Schüsse wurden jedoch von Keeper Oscar Ustari noch sicher pariert. In der 26. Minute leistete der Torhüter dann jedoch große Hilfestellung zum 0:1, als er einen haltbaren 22-Meter-Schuss des Rumänen über die Linie rutschen ließ. Marica hatte bereits im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer gegen die Spanier erzielt.

Harnik vergibt "Hundertprozentige"

Noch vor der Pause verpasste Harnik vor lediglich 6.000 Zuschauern zwei hundertprozentige Chancen auf die Vorentscheidung. In der 37. Minute traf der Österreicher per Kopf freistehend den Pfosten, drei Minuten später schoss er aus Nahdistanz Ustari nur an. "Das einzige Manko ist, dass wir hier nicht 2:0 oder 3:0 fuhren", sagte Bobic nach 45 Minuten. In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gastgeber um mehr Offensivgeist, brachten aber kaum gefährliche Aktionen zustande. Dafür fielen sie durch rüde Fouls gegen Cristian Molinaro und Serdar Tasci auf.

Marica sieht in der Schlussphase Rot

Der Nationalspieler musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden - und sechs Minuten später sorgte der für ihn gekommene Gebhart auf Pass von Weltmeister Mauro Camoranesi fur die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte Harnik, der nach einer Flanke von Arthur Boka auf dem Boden liegend mit einem artistischen Kopfball zum Endstand traf (76.). Einziger Wermutstropfen beim gelungenen Auftritt in Spanien war die Rote Karte gegen Marica. Nach einer Tätlichkeit wurde der Torschütze in der 79. Minute vom Platz gestellt.

Die Gruppe H nach dem 4. Spieltag:

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02.11.2010:

Rund ums Spiel

Schiedsrichter: Der Unparteiische bei der Begegnung VfB - Getafe CF kommt aus Kroatien und heißt Marijo Strahonja. Assistiert wird er von seinen Landsleuten Igor Krmar und Sinisa Prmunzaj. Auch der vierte Offizielle, Ante Vucemilovic-Simunovic jr., ist Kroate

TV: Das zweite VfB-Auswärtsspiel in der UEFA Europa League bei Getafe CF wird, wie die vorangegangenen Gruppenpartien, im frei empfangbaren Fernsehen bei Sat1 nur als Zusammenfassung am späten Abend zu sehen sein. Allerdings ist der Pay-TV-Sender Sky mit Vorberichten und ab dem Anstoß um 21.05 Uhr dann live aus dem Coliseum Alfonso Pérez auf Sendung. Alle Tore und Highlights sowie die Reaktionen zum VfB-Auftritt bei Getafe CF gibt es zudem am Folgetag auf vfbtv zu sehen.

Generalprobe: Am dem 4. Europa League Gruppenspiel vorausgehenden nationalen Spieltag bezogen beide Teams Niederlagen und blieben beide ohne eigenen Torerfolg. Der VfB unterlag am Samstag beim VfL Wolfsburg durch zwei Dzeko-Treffer mit 0:2.
Getafe CF musste noch am Sonntagspätabend bei Athletic Bilbao antreten und erlitt dort eine 0:3-Pleite. Damit bleibt Getafe im Niemandsland der Tabelle stecken und ist als Zehnter punktgleich mit dem Gegner vom Sonntag. National stehen für die Michel-Elf vier Siege und Niederlagen sowie ein Remis zu Buche. Drei Sieg wurden zu Hause errungen, zuletzt ein klarer 3:0-Sieg gegen Sporting Gijon vor einer Woche.

Ausgangslage: Der VfB ist in der Gruppe H mit der Optimalausbeute von neun Punkten aus den drei Hinspielen Tabellenführer. Es folgen mit je drei Punkten Abstand Young Boys Bern (sechs Punkte), Getafe CF (drei) und Odense BK (null). Gewinnt der VfB in Getafe auch das vierte Gruppenspiel, ist der Einzug in die KO-Runde der letzten 32 Teams sichergestellt. Selbst im Falle eines Remis wäre der VfB von Getafe nicht mehr vom zweiten Platz zu verdrängen, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Das Hinspiel hat der VfB vor zwei Wochen mit 1:0 gewonnen. Die Sechzehntel-Finals werden dann Ende Februar 2011 ausgetragen.
Getafe CF ist für einen Verbleib in der Europa League fast zum Siegen verdammt. Da der erste direkte Vergleich mit Kontrahent Bern 2:0 verloren ging, muss man zudem auf Schützenhilfe aus Odense und Stuttgart hoffen.

Bilanz: Vor zwei Wochen, im Heimspiel gegen Getafe, gelang dem VfB ein fast historischer Durchbruch. Nach 21 Jahren konnte wieder ein Pflichtspiel-Duell gegen einen spanischen Klub gewonnen werden. Denn in den bisherigen 13 Duellen mit spanischen Teams zog der VfB meist den Kürzeren. Lediglich im Viertelfinale des UEFA-Cups der Spielzeit 1988/89 behielt man die Oberhand. Samals siegte der VfB zu Hause gegen Real Sociedad San Sebastian mit 1:0, der zweite Vergleich in Nordspanien ging dann mit 0:1 verloren. Im Elfmeterschießen konnte sich der VfB schließlich mit 4:2 durchsetzen und zog damit ins Halbfinale, später sogar noch ins Endspiel ein.
Getafe hatte es vor dieser Saison nur einmal mit einem deutschen Vertreter zu tun. Im Viertelfinale des UEFA-Pokals 2007/08 trafen die Spanier auf den FC Bayern München. Beide Partien endeten 1:1 nach 90 Minuten, doch nach einem 3:3-Unentschieden nach Verlängerung eines denkwürdigen Spiels in Getafe mussten sich die Spanier aufgrund der Auswärtstorregel in letzter Minute geschlagen geben.

Fans: Knapp 800 VfB-Anhänger werden das Team von Jens Keller in den Vorort Madrids begleiten und im Coliseum Alfonso Pérez unterstützen. Das Stadion fasst etwa 17.000 Zuschauer. Zum bisher einzigen Heimspiel Getafes in der Gruppenphase gegen Odense BK kamen 4.000 Besucher.


22.10.2010:

Dritter Sieg in Folge - Neue Hoffnung für den Alltag

Es war ein knapper, aber verdienter 1:0-Sieg gegen den FC Getafe in der Europa League. Ein Erfolg, der allerdings nur Bedeutung hat, wenn der VfB Stuttgart nun auch national durchstartet. Da wartet nun der FC St. Pauli, nicht gerade ein Selbstläufer für die labilen Schwaben. Zu später Stunde hatte Fredi Bobic dann doch noch gute Laune. Dafür mussten allerdings schon die Erinnerungen an frühere Zeiten herhalten. Er habe "früher auch nicht jedes Ding rein gemacht", diktierte der VfB-Sportdirektor den Journalisten in die Notizblöcke, viel wichtiger sei es doch "sich die Chancen erst einmal zu erarbeiten". 

Fahrlässige Chanceverwertung

In diesem Punkt hatte Bobic sicherlich nicht unrecht, allerdings war es teilweise fast schon fahrlässig, wie leichtfertig die VfB-Stürmer mit ihren Gelegenheiten umgegangen waren. So stand es am Ende nur 1:0 für die Schwaben gegen einen schwachen Gegner aus Getafe, ein knapper Sieg in der Europa League, der dem VfB fast schon das Weiterkommen sicherte. Lange dauerte es allerdings nicht, bis nahezu alle Beteiligten auf den kommenden Bundesliga-Gegner FC St. Pauli richteten. Die zuletzt so starken Hamburger sind am Sonntag zu Gast in der Mercedes-Benz Arena, eine Partie, die die kriselnde Mannschaft von Neu-Trainer Jens Keller unbedingt gewinnen muss, um auch national wieder neue Hoffnung zu schöpfen. 

Zittern in den Schlussminuten

"Gegen St. Pauli wollen wir am Sonntag ein ähnliches Spiel wie heute abliefern, nur unsere Chancen müssen wir besser nutzen", sagte VfB-Torwart Sven Ulreich und sprach damit das große Manko an. Viel zu überhastet wirkten Ciprian Marica, Pavel Pogrebnyak und Co. vor dem spanischen Tor, so dass der VfB wieder bis zum Ende zittern musste. Dabei hat Keller innerhalb weniger Tage bereits einiges bewirkt. Nicht nur, dass er seinen mental angeschlagenen Kickern neuen Mut eingeflößt zu haben scheint, auch spielerisch haben sich die Schwaben im Vergleich zu den letzten Wochen deutlich verbessert. Ganz besonders zwei Maßnahmen lösten dabei einen enormen Effekt aus. Zum einen die Versetzung von Christian Träsch ins zentrale Mittefeld, wo er auch gegen Getafe bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung ein bärenstarkes Spiel ablieferte. Zum anderen gibt Cacau unter Keller ein Art Spielmacher, eine Rolle, die er selbst "am liebsten" spiele, wie er gegenüber bundesliga.de versicherte. 

"Ein Muskel am Po", der zumacht

Auffällig ist auch, dass die gesamte Mannschaft kompakter steht und in der Defensive nur wenige Chancen zulässt. Die beiden "Aushilfs-Innenverteidiger" Georg Niedermeier und Khalid Boulahrouz zeigten gegen Getafe eine mehr als solide Vorstellung. Und auch die Außenverteidiger Stefano Celozzi und Arthur Boka erfüllten ihre Aufgaben mit viel Engagement. Ganz glücklich allerdings wird VfB-Coach Keller nicht nach Hause gefahren sein, muss er doch vor dem richtungweisenden Duell gleich um mehrere Spieler bangen. "Ein Muskel am Po" habe bei ihm während des Spiels "zugemacht", erklärte Träsch seine Auswechslung. Boulahrouz musste mit einer Oberschenkelverletzung das Feld verlassen. 

Verletzungssorgen vor dem Sonntagsspiel

So plagen Keller speziell in der Abwehr große Verletzungssorgen, zumal auch Serdar Tasci (Adduktorenprobleme) für Sonntag fraglich ist und Kapitän Matthieu Delpierre wegen einer Rotsperre ganz sicher ausfallen wird. Gegen Getafe musste Youngster Mamadou Bah einen Part in der Innenverteidigung übernehmen. Klar ist nach dem ersten Sieg unter Trainer Keller allerdings: Der VfB verspürt merklichen Rückenwind. Allerdings gilt es nun den Sieg gegen Getafe in der Bundesliga zu bestätigen. Sollte gegen St. Pauli wieder nicht gewonnen werden, ist der "Keller-Effekt" bereits wieder verpufft. Zu wackelig ist derzeit noch das Gesamtgebilde VfB Stuttgart - Getafe hin oder her.

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06.10.2010:

Eventuell weitere Gästekarten für Bern

Alle Karten für den Gästesektor für das UEFA Europa League Spiel des VfB bei Young Boys Bern am 1. Dezember 2010 waren am vergangenen Wochenende innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Jetzt gibt es aber für die VfB-Fans, die nach Sonntagnachmittag Karten kaufen wollten, einen Silberstreif am Horizont. Nach Rücksprache mit dem Klub Berner SC Young Boys wird derzeit überprüft, ob es möglich ist, den Fans des VfB ein weiteres Kartenkontingent zur Verfügung zu stellen.

Vorab besteht schon die Möglichkeit, mit untenstehendem Formular beim VfB Karten vorzubestellen.

Download: Bestellformular Young Boys Bern - VfB Stuttgart

Das Bearbeitungsende ist der 18. Oktober 2010, bis dahin muss das komplett ausgefüllte Formular beim VfB-Ticketing eingegangen sein.
Nur vorbehaltlich einer weiteren Kartenlieferung durch Young Boys Bern werden diese Nachrückerbestellungen nach Eingang bearbeitet und die Karten postalisch versandt.


01.10.2010:

Stuttgarter feiern auf dem Fahrrad

Feiern auf dem Fahrrad - nach dem 2:1 (0:0) bei Odense BK strampelten sich die Profis des VfB Stuttgart rekordverdächtig schnell die Köpfe für das wichtige Bundesliga-Duell am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt frei. Die "dritte Halbzeit" fand für die Spieler des Bundesliga-Schlusslichts noch in Dänemark auf Hometrainern statt. Immerhin eine kurze Gelegenheit, sich über den gelungenen Start in die Europa League mit sechs Punkten aus zwei Spielen und Rang eins in der Gruppe H zu freuen.

Harnik als Matchwinner

Doch nicht nur für Nationalspieler Cacau wäre der Erfolg gegen den dänischen Vize-Meister ohne einen folgenden "Dreier" in der Bundesliga wertlos. "Wir müssen Sonntag auf den Platz gehen, als hätte es das Spiel gegen Odense nie gegeben", forderte der gebürtige Brasilianer, dessen Auswechslung in der 73. Minute indirekt den Sieg sicherte. Denn seinem Ersatz Martin Harnik gelang mit einem Lupfer in der 86. Minute das entscheidende Tor, zuvor hatten Zdravko Kuzmanovic für Stuttgart (72.) und Andreas Johansson (78.) für Odense getroffen.

Selbstkritische Töne

Auch Mittelfeldspieler Christian Gentner traute sich nicht so recht, in Jubelarien einzustimmen, obwohl die Gäste nach einer soliden Leistung hochverdient gewonnen hatten: "Bei Behauptungen, es gehe mit uns aufwärts, muss man sehr vorsichtig sein. Wir müssen jetzt erst einmal beweisen, dass unsere Formkurve wirklich nach oben zeigt."  Selbstkritische Töne, die Trainer Christian Gross, sicherlich auch aus taktischem Kalkül, ganz bewusst ein wenig relativierte. "Wir freuen uns schon über jeden Sieg, aber es ist natürlich wichtig, ihn sozusagen in das Sonntagsspiel mitzunehmen. Jeder Spieler weiß sicherlich, dass er noch mehr tun muss, aber in unserer Situation brauchen wir auch mal ein positives Ergebnis", sagte der Schweizer.

Viele Chancen ausgelassen

Ärgern musste sich Gross nur über die mangelnde Chancenverwertung, das Zittern um den Sieg war völlig überflüssig. Gross: "Wir müssen schon noch effizienter spielen, das war gegen Odense ein echtes Manko."  Dass gegen Frankfurt weniger Möglichkeiten liegengelassen werden, dafür soll dann auch wieder Pawel Pogrebnjak sorgen. Der russische Torjäger wurde in der Europa League geschont, um ausgeruht gegen Frankfurt auflaufen zu können. "Diese Wettkampfpause war wichtig für Pavel und seine Leistung", sagte Gross.

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17.09.2010:

Mit Gottes Hilfe ein Sieg - Drei Tore gegen den Frust

Aufatmen beim VfB Stuttgart: Nach drei Niederlagen in Serie haben die Schwaben endlich wieder gewonnen - und zwar klar und deutlich mit 3:0 gegen Young Boys Bern. Danach zeigten sich die Protagonisten zwar erleichtert, hatten aber bereits das nächste Spiel im Hinterkopf. Es war in der 60. Spielminute, als man merkte, dass der VfB Stuttgart doch noch guten Fußball spielen kann. Der bis dato unauffällige Neuzugang Mauro Camoranesi spielte auf Cacau, der nach feinem Solo Christian Gentner bediente, der gekonnt vollstreckte.

Gross setzt weitgehend auf Stammpersonal

Nicht nur, dass es jetzt 2:0 für die Stuttgarter stand, auch das kollektive Aufatmen war in der Baustelle Mercedes-Benz Arena spürbar. Denn bis dahin hatte man den Eindruck, als ob selbst die schwachen Gäste aus Bern den psychisch angeknacksten VfB noch in Verlegenheit bringen könnten. So aber gewannen die Schwaben letztlich ungefährdet mit 3:0, auch wenn ihnen die Verunsicherung über lange Zeit deutlich anzumerken war. Schwer lastete der Druck auf der Mannschaft von Trainer Christian Gross nach drei bitteren Bundesliga-Niederlagen in Folge. Gross selbst schien vor dem Spiel der Geduldsfaden noch nicht endgültig gerissen zu sein. Trotz der problematischen Situation entschied sich der Schweizer, auf sein bisheriges Stammpersonal zu setzen. Lediglich der formschwache Cristiano Molinaro musste weichen, für ihn agierte Arthur Boka auf der linken Abwehrseite, der aber nicht vollends zu überzeugen wusste.

Kein Anlass zur Euphorie

Und Gross machte alles richtig. "Das war eine gute Leistung", war der Schweizer nach der Partie auch hochzufrieden. In der Tat waren die Stuttgarter im Vergleich zu den letzten Spielen kaum wiederzuerkennen. Bissig in den Zweikämpfen, aggressiv, mit teilweise schönen Kombinationen - ganz allmählich scheinen sich ins Spiel des VfB wieder feste Mechanismen einzuschleichen. "Es ist uns gelungen, gefährlich nach vorne zu spielen und viele Torchancen zu kreieren, das war sehr positiv", meinte auch Camoranesi, der sich sicherlich in den kommenden Wochen noch steigern kann. Insgesamt machte der VfB einen guten Eindruck. Wobei die Spieler selbst dem gegen Bern so gut riechenden Braten noch nicht zu trauen scheinen. Zu tief sitzt offenbar noch die Enttäuschung der letzten Wochen. "Hoffentlich können wir den Schwung mit in die Liga nehmen", sagte beispielsweise Torschütze Gentner und machte dabei einen leicht zweifelnden Eindruck. Euphorie ist im Stuttgarter Lager auch nicht angebracht. Der Gegner aus der Schweiz hatte an diesem Abend besseres Zweitliganiveau und war so sicherlich kein Maßstab für die anstehende Bundesliga-Aufgabe gegen Borussia Mönchengladbach.

Führungsfigur Delpierre vor Rückkehr in die Startelf

Das wussten auch die Stuttgarter Akteure und wurden nicht müde zu betonen, wie wichtig es sei, den Schwung aus der Europa League bis zum Samstagnachmittag hinüberzuretten. Bis zur Partie gegen die zuletzt so unberechenbaren "Fohlen" bleibt nicht viel Zeit, um die müden Beine wieder munter zu machen. "Die Regeneration bis zum Gladbach-Spiel ist wichtig. Die kurzen Abstände können aber aus eigener Erfahrung in Wolfsburg auch ganz gut sein", erklärte Gentner zu diesem Thema. Apropos: Der Neuzugang entwickelt sich in Stuttgart mehr und mehr zu einer Führungspersönlichkeit und scheint auf Sicht durchaus in der Lage zu sein, den nach Madrid abgewanderten Sami Khedira zu ersetzen. So wäre zumindest ein neuer Anführer gefunden. Ein anderer Kandidat für diese Rolle, Matthieu Delpierre, wurde gegen Bern noch einmal geschont. "Das war mit dem Trainer so angesprochen", sagte der Franzose nach dem Sieg, es ist davon auszugehen, dass er gegen Mönchengladbach auflaufen wird. Überhaupt scheint sich das Lazarett zu lichten. "Ich freue mich, dass wir für Samstag weitere personelle Optionen mit Matthieu Delpierre und Stefano Celozzi haben werden", meinte Gross in der Pressekonferenz und konnte dabei auch endlich mal wieder lächeln.

Bilder der Freude ... endlich der erhoffte Umschwung???

         

auch Tasci hat getroffen 3:0

 

volles Rohr ... das 2:0

 

pure Freude

 

bester Spieler auf dem Platz

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14.09.2010:

Rund ums Spiel

Schiedsrichter: Das erste Spiel der Gruppe H zwischen dem VfB und den Young Boys Bern leitet am Donnerstag, 16. Septemer, um 21.05 Uhr der italienische UEFA-Referee Luca Banti. Der 36-jährige Unparteiische pfeift seit 2005 in der Serie A. An den Seitenlinien wird Luca Banti von seinen Landsleuten Stefano Ayroldi und Massimiliano Grilli assistiert. Als vierter Offizieller fungiert der Italiener Sebastiano Peruzzo.

Statistik: Die beiden Mannschaften treffen zum ersten Mal in einem UEFA-Klubwettbewerb aufeinander. Die beiden Trainer Christian Gross und Berns Vladimir Petkovic begegneten sich allerdings schon im Finale des Schweizer Pokals 2008. Gross gewann mit dem FC Basel gegen Bellinzona, damals von Petkovic gecoacht, klar mit 4:1, obwohl es nach 56 Minuten noch 1:1 gestanden war. Der VfB kann in bislang sechs Spielen gegen Schweizer Mannschaften mit sechs Siegen eine beeindruckende Bilanz vorweisen, drei der Partien fanden auf heimischem Boden statt. Die Tordifferenz spricht mit 22:5 Treffern ebenso eine klare Sprache. Im Schnitt traf der VfB drei Mal pro Spiel. Die Young Boys kamen in neun Partien gegen deutsche Klubs zu einem Sieg, fünf Remis und drei Niederlagen, davon drei Remis und eine Niederlage auswärts. Der einzige Sieg war 1958/59 ein 2:1 gegen den FC Wismut Aue im Wiederholungsspiel des Viertelfinales des Pokals der europäischen Meistervereine. Die Begegnung fand auf neutralem Boden in Amsterdam statt. Die Schweizer waren das nominelle Heimteam. Der VfB steht zum vierten Mal in der Gruppenphase des UEFA-Pokals beziehungsweise der UEFA Europa League. In insgesamt sechs Heimspielen in der Gruppenphase wurden fünf Siege eingefahren, ein Spiel ging verloren. In der Saison 2005/06 setzte es eine 0:2-Niederlage gegen den FC Shakhtar Donetsk. Für die Young Boys ist es das erste Spiel in der Gruppenphase eines UEFA-Klubwettbewerbs. Die Schweizer kamen in ihren letzten fünf Auswärtsspielen auf europäischer Ebene zu drei Siegen und zwei Niederlagen. In der letzten Partie in der Fremde - in der Play-off-Runde der UEFA Champions League - musste man sich Tottenham Hotspur FC mit 0:4 geschlagen geben.

Gesperrte Spieler: VfB-Cheftrainer Christian Gross muss Timo Gebhart ersetzen. Der Mittelfeldspieler ist aufgrund seiner gelben Karten auswärts in Molde und zu Hause gegen Bratislava für eine Partie gesperrt. BSC-Coach Vladimir Petkovic muss auf David Degen und Senad Lulic verzichten. Der Zwillingsbruder von Philipp Degen sah bei Fenerbahce Istanbul und bei Tottenham Hotspur in der Champions League Qualifikation die gelbe Karte und fehlt für ein Spiel. Mittelfeldspieler Lulic muss aufgrund seiner gelb-roten Karte bei Tottenham Hotspur ebenfalls für ein Spiel zusehen.

TV: Das erste Aufeinandertreffen des VfB mit dem Schweizer Vertreter Young Boys Bern wird exklusiv auf Sky übertragen. Die Sendung beginnt um 20.50 Uhr. Tom Bayer wird das Spiel kommentieren. Am Folgetag gibt es auf vfbtv Bilder von der Begegnung.

Fans: Rund 1.200 Fans aus Bern werden am Donnerstag in Stuttgart erwartet, um ihre Mannschaft zu unterstützen.


13.09.2010:

Premiere in der Gruppenphase

Schlimmer hätte die Generalprobe für das Europa League Spiel beim VfB für den Berner Sportclub Young Boys nicht laufen können. Zwar spielte man am Sonntag zu Hause gegen den FC Basel 2:2-Unentschieden, doch das Sportliche geriet durch die Folgen eines Zusammenpralls der beiden Berner Francois Affolter und Emiliano Dudar in der 38. Minute in den Hintergrund. Der Argentinier Dudar wurde minutenlang behandelt und vor dem Transport ins Krankenhaus sicherheitshalber ins künstliche Koma gesetzt. Er hatte bei der Aktion seine Zunge verschluckt. Sein Zustand ist mittlerweile stabil. Am Montag wurde die Aufweckphase eingeleitet. Eingehende Untersuchungen ergaben eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch. Wie lange Dudar ausfallen wird, ist offen.

Auf dem siebten von zehn Tabellenplätzen

Vor diesem Unfall gingen die Berner durch Tore von Ammar Jemal und David Degen mit 2:0 in Führung. Geschockt und in Ungewissheit über das Befinden ihres Mannschaftskollegen verloren die Young Boys nach Wiederanpfiff den Faden und mussten sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Dabei wäre ein "Dreier" wichtig für den Vorjahreszweiten der Axpo Super League gewesen. Nach acht Spieltagen liegt das Team von Trainer Vladimir Petkovic nur auf dem siebten von zehn Tabellenplätzen. Zwei Siegen stehen drei Remis und drei Niederlagen gegenüber. Vor allem in der Offensive mangelt es derzeit an der Durchschlagskraft. Nur acht Treffer erzielten die Berner bisher in dieser Saison. Jeweils zweimal trafen in der Meisterschaft der Zwillingsbruder von VfB-Verteidiger Philipp Degen, David, und Stürmer Henri Bienvenu. Die Defensive leistete in der laufenden Spielzeit bislang solide Arbeit: Zehnmal musste Keeper Marco Wölfli bis dato in der Liga hinter sich greifen. Doch neben dem Ausfall von Emiliano Dudar muss BSC-Trainer Petkovic auch den verletzten Hassan Lingani in der Verteidigung ersetzen.

Insgesamt neun Nationalspieler in der Truppe von Trainer Vladimir Petkovic

In die Gruppenphase der UEFA Europa League zog der elfmalige Schweizer Meister durch das Ausscheiden aus der UEFA Champions League ein. In der Play-off Runde verloren die Berner auswärts bei Tottenham Hotspur mit 0:4. Somit war der 3:2-Sieg aus dem Hinspiel hinfällig und der Traum von der Königsklasse gestorben. International verfügt Vladimir Petkovic über eine erfahrene Truppe, auch wenn es die Premiere für Bern in der Gruppenphase eines UEFA-Klubwettbewerbs ist. Insgesamt neun Nationalspieler, fünf davon sind für die Eidgenossen aktiv, tragen das Trikot der Gelbschwarzen. Vor der Saison 2010/11 wechselte der langjährige Kapitän der Frankfurter Eintracht, Christoph Spycher, wieder zurück in sein Heimatland und spielt in Bern im defensiven Mittelfeld. Ebenfalls mit Bundesligaerfahrung ausgestattet ist David Degen. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kam in der Saison 2006/07 insgesamt 18-mal für Borussia Mönchengladbach zum Einsatz.

2:1-Sieg des VfB im Finale um den Uhrencup 2010

Im Europapokal ist es das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften, dafür spielte man im Finale um den Uhrencup 2010 gegeneinander. Die Berner hielten trotz des Einsatzes eines B-Teams - am Folgetag stand ein Ligaspiel auf dem Programm - gut mit und verloren am Ende mit 1:2 gegen den VfB. Ein Ergebnis, mit dem Christian Gross und seine Mannschaft auch am Donnerstag durchaus zufrieden wären.


27.08.2010:

Gegen Getafe, Odense und Young Boys Bern

Nicht zuletzt dank einer Portion Glück überstand der VfB Stuttgart seine beiden Qualifikationsrunden - und Fortuna war den Schwaben auch bei der Auslosung der Gruppenphase in Monaco hold: Mit dem FC Getafe, der die Primera División im Vorjahr als Sechster beendete, allerdings Toptorjäger Soldado an den FC Valencia verlor, erwischte der VfB einen der leichteren Gegner aus Topf 2. Außerdem warten in der Gruppe H der dänische Vizemeister Odense BK und die Young Boys aus Bern.

 

 

 

 


26.08.2010:

VfB mit viel Glück weiter

Der VfB Stuttgart ist mit Ach und Krach in die lukrative Gruppenphase der Europa League eingezogen. Die Schwaben kamen gegen den slowakischen Pokalsieger Slovan Bratislava mit großer Mühe zu einem 2:2 (0:1). Martin Dobrotka hatte Stuttgart mit seinem frühen Treffer zum 0:1 (9.) geschockt - das 1:0-Polster aus der ersten Begegnung war damit aufgebraucht. Als dann auch noch Jakub Sylvestr traf (53.), war der VfB schon so gut wie ausgeschieden. Doch Timo Gebhart (56.) und der Nationalspieler Christian Gentner (64.) retteten die Mannschaft von Trainer Christian Gross mit ihren Toren. Slovan beendete die Partie nach einer Gelb-Roten Karte gegen Michal Breznanik (55.) zu Zehnt. VfB-Trainer Gross war nach der Partie entsprechend erleichtert: "Ich freue mich extrem für die Spieler und den Verein, dass es gelungen ist, in die Gruppenphase einzuziehen. Wir haben uns teilweise sehr, sehr schlecht angestellt, sind aber mit einer fantastischen Moral zurückgekommen."

VfB kalt erwischt

Für Stuttgart begann das Spiel auf der Baustelle in der Mercedes-Benz-Arena mit einem Schock: Nach einer Ecke gelangte der Ball zu Michal Breznanik, der von links in den Strafraum flankte - genau auf Dobrotkas Kopf. Gentner hatte den Slovan-Kapitän laufen lassen, und dessen platzierter Kopfball senkte sich über den machtlosen Stuttgarter Torwart Sven Ulreich ins Tor. Stuttgart schien diesen Weckruf gebraucht zu haben. Die Schwaben spielten jetzt munter nach vorne, waren vor dem Tor allerdings nicht effektiv genug. Nach feiner Vorarbeit von Cacau und Gebhart scheiterte Gentner an Gäste-Torwart Matus Putnocky (13.). Auch Maricas Schuss aus spitzem Winkel nach einem Doppelpass mit Gebhart (17.) sowie der Freistoß des überraschend von Beginn an aufgebotenen Daniel Didavi (19.) waren sichere Beute des guten Slovan-Keepers. Gross hatte Didavi im Mittelfeld gebracht, weil er Christian Träsch anstelle des erkrankten Philipp Degen auf der Position des Rechtsverteidigers brauchte. Nationalspieler Serdar Tasci dagegen saß wieder nur auf der Bank.

Nur kurze Drangphase

Nach der kurzen Drangperiode baute der VfB wieder ab - und hatte Glück, dass Karim Guede aus rund 30 Metern ebenso nur die Latte traf (24.) wie Milan Ivana mit einer Bogenlampe von halbrechts (31.). Die Schwaben vermissten wie schon so oft in der noch jungen Saison eine ordnende Hand im Mittelfeld - und leisteten sich in der Defensive zu viele leichte Ballverluste und einige kapitale Fehler. In der zweiten Halbzeit sollte es erneut der Joker Martin Harnik richten. Der Zugang hatte Stuttgart schon in Bratislava und in der Runde zuvor beim 3:2 in Molde zum Sieg geschossen. Diesmal setzte er sich als Vorbereiter in Szene, doch Didavi scheiterte nach Harniks Flanke freistehend an Putnocky (50.). Dann setzte es den nächsten Nackenschlag für den VfB: Nach einem unglücklichen Stockfehler von Verteidiger Georg Niedermeier schoss Sylvestr freistehend ein.

Platzverweis bringt die Wende

Kurz darauf musste Breznanik vom Platz - und der VfB nutzte die Unordnung in der Defensive der Gäste zum Anschluss. Gebhart schoss einen Abpraller nach einem Schuss des aufgerückten Khalid Boulahrouz ein. Auch beim Ausgleich verwertete Stuttgart einen "zweiten Ball", als Slovans Abwehr ungeschickt in die Mitte abwehrte und Gentner aus gut 25 Metern traf. Gegen die dezimierten Gäste hatte der VfB nun leichtes Spiel und kam zu weiteren guten Möglichkeiten. So traf Cacau nur den Pfosten (87.). Glück hatte der VfB, als Torhüter Ulreich in der 82. Minute Filip Kiss außerhalb des Strafraums von den Beinen holte, der Pfiff des Schiedsrichters aber ausblieb.

Stuttgart: Ulreich - Träsch, Boulahrouz, Niedermeier, Molinaro - Gentner, Kuzmanovic - Gebhart (89. Funk), Didavi (68. Audel) - Cacau, Marica (46. Harnik). - Trainer: Gross
Bratislava: Putnocky - Janosik (75. Kiss), Salata, Dobrotka, Breznanik - Guede, Bagayoko, Grendel (88. Stepanovski), Bozic, Ivana (75. Slovak)- Sylvestr. - Trainer: Jankech

Tore: 0:1 Dobrotka (9.), 0:2 Sylvestr (52.), 1:2 Gebart (56.), 2:2 Gentner (64.)

Gelb-Rote Karten: Breznanik (55.) wegen wiederholten Foulspiels

Gelbe Karten: Breznanik, Sylvestr, Guede, Stepanovski - Gebhart, Cacau

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09.08.2010:

Der Gegner im Portrait

Die Playoff-Runde der UEFA Europa League führt den VfB in die slowakische Hauptstadt Bratislava. Der dort beheimatete SK Slovan zog wie die Elf von Christian Gross über die dritte Qualifikationsrunde in die Europa League ein. Ein 2:1-Auswärtssieg beim serbischen Starter Roter Stern Belgrad, gefolgt von einem 1:1 im Rückspiel, brachte den endgültigen Einzug ins internationale Fußballgeschehen für den Traditionsklub, der in der Vergangenheit seine Spuren in Europa hinterließ. Denn 1969 stieß der neunfache slowakische Meister und zehnfache Pokalsieger bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger vor und gewann dort in Basel mit 3:2 gegen den FC Barcelona.
Aktuell führt die Mannschaft von Trainer Jozef Jankech die slowakische Corgon Liga mit sieben Punkten aus drei Spielen an. Seine Heimspiele trägt Slovan Bratislava normalerweise im 30.000 Zuschauer fassenden Stadion Tehelné pole aus, das aber wegen Umbauarbeiten zurzeit nicht zur Verfügung steht. Deswegen weicht Slovan in das Stadion des Ortsrivalen Inter aus.

 

 


06.08.2010:

"Wir sind weiter - das zählt"

Der VfB Stuttgart hat sich mit einem mühsamen 2:2 gegen Molde FK in die Playoffs der Europa League gezittert. Nach dem Spiel stand Nationalspieler Christian Träsch bundesliga.de Rede und Antwort und äußerte sich über die Gründe für den mäßigen VfB-Auftritt und über den Weggang Sami Khediras.

bundesliga.de: Herr Träsch, wie lautet Ihr Fazit nach dem Spiel gegen Molde FK?

Christian Träsch: Das Fazit ist relativ schnell gezogen: Wir sind einfach froh in der nächsten Runde der Europa League stehen, wissen aber natürlich, dass wir uns in den nächsten Wochen steigern müssen.

bundesliga.de: Was waren denn die Ursachen dafür, dass der VfB Stuttgart sich gegen diesen Gegner so schwer getan hat?

Träsch: Das Problem war in erster Linie, dass wir kurz vor dem Halbzeitpfiff in Rückstand geraten sind. Das hat unserem Spiel nicht gut getan, und die Norweger wurden immer sicherer in ihren Aktionen.

bundesliga.de: Molde FK präsentierte sich erstaunlich kaltschnäuzig…

Träsch: Das stimmt. Die haben jeden Fehler von uns eiskalt ausgenutzt und Fehler haben wir einfach zu viele gemacht.

bundesliga.de: Kann es sein, dass die Erwartungshaltung der VfB-Anhänger im Vorfeld des Spiels zu groß war?

Träsch: Natürlich hat jeder gedacht, dass wir die Norweger im Vorbeigehen schlagen. Aber so schwach war Molde nicht, speziell im schnellen Spiel nach vorne haben sie ihre Qualitäten, das hat jeder gesehen. Aber letztlich sind wir weiter, und das ist das was zählt.

bundesliga.de: Wie hat die Mannschaft intern eigentlich den Weggang von Sami Khedira aufgenommen?

Träsch: Natürlich sind wir traurig, dass Sami nicht mehr da ist. Aber wie unser Trainer Christian Gross gesagt hat: Wenn Real Madrid sich meldet, fällt es sehr schwer nein zu sagen.

bundesliga.de: Und wie sehr fehlt Khedira dem Stuttgarter Spiel?

Träsch: Natürlich ist er nicht einfach gleichwertig zu ersetzen. Die ganze Mannschaft muss gemeinsam Samis Fehlen kompensieren - und das wird uns sicher gelingen.

bundesliga.de: Sie haben heute auf der rechten Außenbahn als Verteidiger gespielt. Ihr Sportdirektor Fredi Bobic sieht Sie eher zentral defensiv im Mittelfeld. Was ist denn Ihre Lieblingsposition?

Träsch: Prinzipiell spiele ich dort, wo mich der Trainer hinstellt. Allerdings habe ich nichts dagegen im Mittelfeld zu spielen, ich denke, dass ich auch dort der Mannschaft durchaus helfen kann.

bundesliga.de: Herr Träsch, eine letzte Frage: Der Liverpooler Phillip Degen steht als erster VfB-Neuzugang fest. Wünschen Sie sich jetzt noch weitere Verstärkungen.

Träsch: Diese Frage kann ich nicht beantworten, da müssen die dafür Verantwortlichen entscheiden.

Stuttgart beißt sich durch

Trotz einer durchwachsenen Leistung hat der VfB Stuttgart die erste Etappe auf dem Weg in die Europa League erfolgreich bewältigt. Die Schwaben kamen im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zuhause gegen Molde FK jedoch nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus. Nach dem 3:2-Sieg vor einer Woche beim Tabellen-13. aus Norwegen kam die Mannschaft von Trainer Christian Gross damit mit einem "blauen Auge" davon. DenAusgleich erzielte Timo Gebhart erst in der Nachspielzeit. Um sich für die Gruppenphase zu qualifizieren, muss man nun die Play-offs am 19. und 26. August überstehen. Die Auslosung für die nächste Runde, in der dann auch Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen ins Geschehen eingreifen, findet am Freitagmittag statt.

VfB ersatzgeschwächt

Rund zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start zeigte ohne seinen verletzten Kapitän Matthieu Delpierre, ohne seine WM-Fahrer Cacau und Serdar Tasci und ohne den zu Real Madrid gewechselten Sami Khedira eine durchwachsene Vorstellung. In der 41. Minute brachte Emil Johansson die Norweger in Führung. Der Treffer des Mittelfeldspielers aus kurzer Distanz wurde durch einen kollektiven Aussetzer der Defensive begünstigt. Die sah auch beim 0:2 durch Knut Rindaröy in der 49. Minute schlecht aus. Schon beim Hinspiel hatte sich die Stuttgarter Abwehr ohne Delpierre als äußerst anfällig gezeigt. Pavel Pogrebnyak gelang in der 54. Minute per Kopf nach Freistoß von Timo Gebhart das wichtige 1:2.

Stuttgart fehlen die Ideen

Insgesamt fehlten den Aktionen des VfB, der nach wie vor mitten in der Vorbereitung steckt, aber Tempo, Ideen und Präzision, so dass die Norweger nur selten in Gefahr gerieten. Die beste Möglichkeit vor der Pause besaß Pogrebnyak (15.), dessen Schuss aus zehn Metern Keeper Knut Lillebakk gekonnt abwehrte. Auf der anderen Seite hatte der VfB bei einer Doppelchance durch Baye Fall und Johansson großes Glück, nicht schon früher in Rückstand geraten zu sein. Erst nach dem 0:2 wachten die Hausherren etwas auf und erhöhten den Druck. Zunächst scheiterte Ciprian Marica freistehend an Lillebakk, ehe Pogrebnyak nach einer Standardsituation traf. Danach bestimmte man weitgehend das Geschehen, musste aber trotzdem die ein oder andere brenzlige Szene überstehen.

VfB Stuttgart: Ulreich - Träsch, Niedermeier, Gentner, Molinaro - Rudy (71. Didavi), Kuzmanovic, Funk (61. Boulahrouz), Gebhart - Marica (85. Harnik), Pogrebnyak

Molde FK: Lillebakk - Simonsen, Andreasson, Forren, Rindaröy - Hestad - Moström (89. Skjölsvik), Thioune (79. Holm), Hoseth, Johansson (86. Diouf) - Fall

Schiedsrichter: Mauro Bergonzi (Italien)

Tore: 0:1 Johansson (41.), 0:2 Rindaröy (49.), 1:2 Pogrebnyak (54.), 2:2 Gebhart (90.+3)

Zuschauer: 11.500

Gelbe Karte: Kuzmanovic

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05.08.2010:

Rund ums Spiel

Modus: Die 3. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League, in der sich am Donnerstagabend, 05. August, um 20.30 Uhr der VfB und Molde FK im Rückspiel gegenüberstehen, wird nach der obligatorischen Europapokal-Regelung ausgespielt. Da der VfB im Hinspiel mit 3:2 in Norwegen gewann, reicht der Gross-Elf jeder Sieg und jedes Remis zum Weiterkommen. Auch eine Niederlage mit einem Tor Unterschied würde genügen, sofern Molde nicht mehr als drei Tore erzielt. Steht es nach 90 Minuten 3:2 für die Norweger, geht es in die Verlängerung, und es kommt gegebenenfalls zum Elfmeterschießen.

Schiedsrichter: Das Europa League Qualifikations-Rückspiel zwischen dem VfB und Molde FK wird von Mauro Bergonzi geleitet. Der Italiener pfiff in seiner Karriere 75 Spiele in der Serie A und hat erst wenige Einsätze in Europapokal-Wettbewerben. So war der 38-Jährige in der laufenden Europa League Qualifikation in der Partie Shamrock Rovers gegen Bnei Yehuda Tel Aviv (1:1) der Unparteiische. An den Seitenlinien wird Bergonzi von seinen Landsleuten Renato Faverani und Maurizio Liberti assistiert. Vierter Offizieller ist mit Paolo Silvio Mazzoleni ebenfalls ein Italiener.

Mercedes-Benz Arena: Für die erste Heimpartie in der Saison 2010/2011 wird die Untertürkheimer Kurve mit Ausnahme des Gästeblocks noch nicht zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung für die Europacup-Spiele vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel war nach dem längst verabschiedeten Bauzeitenplan weder vorgesehen noch möglich. Diese internationale Begegnung werden nun einige VfB-Fans von einer der Tribünen auf den Geraden und somit aus einer für manche ebenfalls ganz neuen Perspektive erleben. Bislang wurden im Vorverkauf etwa 11.000 Tickets abgesetzt. Aus Molde werden rund 200 Fans erwartet.

TV: Das Spiel wird live im ZDF übertragen. Ab 20.15 Uhr beginnt die von Michael Steinbrecher moderierte Vorberichterstattung, ehe Wolf-Dieter Poschmann als Reporter die Partie begleitet.
Selbstverständlich zeigt auch vfbtv eine Zusammenfassung der Partie und liefert die Reaktionen der Akteure im Videostream.


29.07.2010:

Weichen gestellt

Der VfB gewann das Qualifikations-Hinspiel zur Europa League beim norwegischen Erstligisten Molde FK mit 3:2 und startete mit einem Erfolgserlebnis im ersten Pflichtspiel in die Saison 2010/11. Cheftrainer Christian Gross musste gegen den Tabellendreizehnten der "Tippenligaen" improvisieren, da Cacau, Serdar Tasci, Sami Khedira und Khalid Boulahrouz noch im Urlaub sind und Kapitän Matthieu Delpierre sowie Elson noch an ihren Comebacks arbeiten. Also lief Neuzugang Christian Gentner wie schon in den Testspielen zuvor in der Innenverteidigung auf, und Timo Gebhart führte den Bundesligisten als Spielführer aufs Feld. Bei hervorragenden äußerlichen Bedingungen dauerte es eine Zeit lang, bis es die ersten echten Torchancen gab. Nach 18 Minuten bediente der über links kommende Gebhart im gegnerischen Sechzehner Zdravko Kuzmanovic, dessen Schuss jedoch zur Ecke geblockt wurde. Bis auf einen Distanzschuss von Thomas Holm, den Sven Ulreich sicher abfing, wurde es für die VfB-Abwehr in den ersten 45 Minuten hauptsächlich nach Eckstößen gefährlich. Ansonsten dominierte der VfB das Geschehen und kam in der 27. Minute nach einer schönen Kombination zum 1:0. Gebhart steckte auf Cristian Molinaro durch, der von der Grundlinie auf Sebastian Rudy zurücklegte, sodass der Youngster nur noch einschieben musste. Nur zwei Minuten später klärte Marcus Andreasson einen Ball auf der Torlinie, nachdem zunächst Gebhart einen Pass auf Stefano Celozzi gespielt hatte und dieser auf Pavel Pogrebnyak querspielte. Doch der Russe bekam die Kugel an den Oberschenkel, und der norwegische Verteidiger war zur Stelle. Kurz vor dem Pausenpfiff lenkte Molde-Keeper Knut Dorum Lillebakk einen Kopfball von Georg Niedermeier über die Latte.

Viel Glück für Molde beim 1:1-Ausgleichstreffer

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten beide Mannschaften ein temporeiches und faires Spiel, zunächst mit den besseren Möglichkeiten für den VfB. Erst wurde Christian Gentners Schuss nach Zuspiel von Celozzi geblockt, dann köpfte Gebhart nach einer Rudy-Flanke übers Tor. Doch Molde FK blieb mutig und hatte in der 65. Minute Glück. Nach einer sehenswerten Kombination über Mattias Moström klärte Sven Ulreich den Schuss von Djiby Fall. Der Befreiungsversuch von Georg Niedermeier prallt dann an den Rücken von Moström und von dort zum 1:1 ins Tor der Gross-Elf. Der Treffer wirkte befreiend für die Norweger, die nun munter nach vorne spielten. Es ging hoch und runter und beide Teams spielten mit offenem Visier.

Klasseparade von Sven Ulreich rettete den Sieg

Das nächste Tor erzielte der Bundesligist nach einem direkt verwandelten Freistoß durch Zdravko Kuzmanovic (74.), der den Ball mit rechts aus 18 Metern um die Mauer schlenzte. Nur zwei Minuten später glichen die FK-Spieler erneut aus, als Magne Hoseth ungestört durch die VfB-Abwehr spazierte und zu guter Letzt auch noch Sven Ulreich tunnelte. In der 79. Minute köpfte Ciprian Marica nach einer Molinaro-Flanke am leeren Tor vorbei. Besser machte es der eingewechselte VfB-Neuzugang Martin Harnik, der in der 82. Minute eine Hereingabe von Celozzi zum 3:2 einköpfte. Wieder nur zwei Minuten später rettete Ulreich seine Mannschaft mit einer Klasseparade nach einem Kopfball von Djiby Fall vor dem erneuten Ausgleich. Es blieb schließlich in einer abwechslungsreichen Partie mit vielen Torraumszenen und schönen Kombinationen beim verdienten 3:2-Sieg für den VfB. Die Mannschaft von Christian Gross hat sich durch den Erfolg in Norwegen eine sehr gute Ausgangsposition fürs Rückspiel in einer Woche erarbeitet und die Weichen in Richtung Europa League gestellt.

Stimmen zum Spiel 


28.07.2010:

Live bei Sport1

Das Europa League Qualifikationsspiel des VfB bei Molde FK in Norwegen wird am Donnerstagabend live im TV zu sehen sein. Sport1 zeigt von 18.20 bis 20.30 Uhr das Spiel des VfB im Aker-Stadion in Molde.
Der Spielbeginn, der ursprünglich auf 19.00 Uhr vorgesehen war, wurde für die TV-Übertragung um eine halbe Stunde auf 18.30 Uhr nach vorne verschoben.

 


22.07.2010:

Gegen Molde FK

Der Gegner des VfB in der 3. Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der UEFA Europa League ist der FK Molde. Am Donnerstagabend setzten sich die Norweger gegen das lettische Team von FK Jelgava in der vorausgehenden Runde durch. Jelgava reichte ein 2:1-Sieg im Rückspiel nicht, um die 0:1-Hinspielniederlage wett zu machen. Aufgrund des erzielten Auswärtstores rettete sich Molde in die nächste Runde.
Am kommenden Donnerstag, 29. Juli, muss der VfB zuerst auswärts in Molde antreten und hat am Donnerstag, 05. August, im Rückspiel Heimrecht. Als Sieger dieser letzten Vorschlussrunde würde sich der VfB für die eigentliche UEFA Europa League, die mit zwei Play-Off-Spielen am 19. und 26. August beginnt, qualifizieren.

Knappe Entscheidung

Garant für den Erfolg über Jelgava war Moldes senegalesischer Stürmer Baye Djiby Fall. Der hatte im Hinspiel schon das goldene Tor in der Nachspielzeit erzielt. Im lettischen Jurmala, wo das Rückspiel stattfand, ebnete er mit seinem frühen Führungstreffer in der 14. Minute den Weg in die nächste Runde. Noch vor der Pause schaffte Jelgava zwar noch zwei Tore, der erlösende dritte Treffer blieb aber aus.

Nicht so erfolgreich wie im Vorjahr

In Norwegen wird der Landesmeister über das Kalenderjahr, von März bis Oktober, ausgespielt. Molde FK befindet sich daher im absoluten Ligabetrieb. Es läuft dabei aber weitaus nicht so rund wie im letzten Jahr, als man sich als Vizemeister in der norwegischen "Tippeligaen" für die diesjährige Europa League Vorschlussrunde qualifizierte. Zugleich verlor Molde FK im Jahr 2009 das Pokalfinale gegen Aalesunds FK erst nach Elfmeterschießen.
Aber aktuell trennte man sich am letzten Wochenende zum Beispiel vom abgeschlagenen Tabellenletzten Sandefjord Fotball nur 0:0-unentschieden, steht nur auf Tabellenplatz 13 und schied schon sehr früh aus dem Pokalwettbewerb aus. Spielort von Molde FK ist das Aker Stadion, das ca. 11.000 Zuschauer fasst.

 

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